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Musik ist, wenn man's trotzdem mag |
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Ein aufgeschnapptes Gespräch, letzten Freitag in einer Szenekneipe in Berlin-Prenzlauer Berg, aus dem Gedächtnis wiedergegeben. Teilnehmer: Jasmin, ca. 32 Jahre alt, Creative-Director in einer Werbeagentur, Ulf, ca. 45 Jahre, freischaffender Künstler und Ingo, 28 Jahre (geradegeworden), Kameraassistent bei Sat 1. Jasmin: "Sagt mal, spielen die hier immer so 'ne Rockermucke? Ulf: "Was hörst Du denn so?" Jasmin: "Na ja, black music, hip-hop, guten soul und so." Ingo: "Werden da keine Gitarren benutzt?" Jasmin: "Ja schon, aber mit mehr politischem Bewußtsein, da geht es nicht um Penisersatz, sondern um Artikulierung von Wut und Unterdrückung." Ingo: "Ich hab' ja auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich Weiße Blues spielen höre, die haben ja alles von den Brothers abgekupfert, verstehste, was wäre Eric Clapton denn ohne Muddy Waters?" Jasmin: "Wer?" Ulf: "Mensch, manished boy und so, kennste nich?" Jasmin: "Ach diese alten Bluesfürze, waren ja auch alles Machoärsche." Ingo (mit sarkastischer Stimme ): "Aber wenigstens Schwarze, das entschuldigt das dann doch auch." Jasmin: "Na ja, ich denke, die einzige legitime Popmusik ist halt Hip-Hop oder Madonna." Ulf: "Wie kommste denn jetzt auf Madonna? Wenn schon weiße Musik, dann doch wohl U2 und Sting, die sind voll engagiert, politisch und umweltmäßig." Jasmin (zur Bedienung): "Bringst Du mir noch eine Weiß-Weinschorle mit Cassis, danke lieb von Dir?! Ingo zu Ulf: "Sag mal, wo sind denn hier die Klos?" Ulf: "In Indien." Ingo: "Hä?" Ulf: "Am Ende des Ganges, ha." Fortsetzung folgt???!!! Mitgehört und aufgeschrieben von Frank Buske |
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