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CD-Review:
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Mensch, sieben Jahre ist es schon wieder her, dass 38 SPECIAL ihre letzte Studio-CD "Resolution" rausgebracht haben, sieht man mal von der Weihnachts-Trallala-Platte ab. Da war ich Mitte dreißig, wie rasend doch die Zeit vergeht. Und jetzt scheinbar aus dem Nichts, taucht plötzlich ihr neues Werk "Drivetrain" auf. Keine Diskussion auf der befreundeten Southern Rock Mailingliste; weder unser HoR-interner Gralshüter des Südstaaten-Rocks aus bayrischen Landen noch die Kollegen geben einen Mucks von sich. Eine merkwürdige Ruhe umschleicht diese Veröffentlichung.
Da muss ja dann wohl wenigstens der New-Country-Man mal seine Klappe aufmachen! Als Veränderung zum Vorgänger wurde das Line-Up von 1997 auf sechs Personen aufgestockt. Bobby Capps an den Keyboards, der allerdings auch schon damals Gastmusiker war, und Gary Moffatt an den Schlagstöcken gehören jetzt zum festen Stamm. Zunächst der bange Blick ins recht düster gehaltene Booklet. Der berühmt berüchtigte Jim Peterik hat wieder zu einem nicht unerheblichen Teil seine Finger mit drin. Doch ich kann es zu Ihrer Beruhigung vorwegnehmen: Von Southern-Mainstream ist auf "Drivetrain" nichts zu spüren. Im Gegenteil. Die Jungs rocken schwer und erdig los wie auf kaum einer Platte zuvor. Something I Need und die Singleauskopplung Hurts Like Love stampfen mit voluminösen Gitarren und schwülem Southern-Flair daher, dass einem die Luft weg bleibt. Ein Hauch von Songs, wie sie ZZ TOP oder die STEVE SCHUFFERT BAND öfter zum Besten geben, ist nachhaltig spürbar. The Squeeze ist der Knüller des Albums. Duett der beiden Leader. Der Song überrollt einen mit Anleihen von BAD COMPANY und MOLLY HATCHET dampflokartig; Southern Rock, wie er schöner nicht sein kann. Klasse Gitarrenspiel von Danny Chauncey. Trooper With An Attitude steht ganz im Zeichen von ZZ TOP, die auch in den Credits gewürdigt werden; erinnert ein wenig an Manic Mechanic von "Deguello". Aber insgesamt ein sehr ansehnliches Gesamtwerk, eine klare Steigerung zu "Resolution", das sicherlich zur guten Laune, der im Moment sehr verwöhnten Southern-Rock-Gemeinde (nach den vielen guten Scheiben der letzten Zeit von diversen Bands, fehlt eigentlich nur noch MOLLY...) beitragen wird. Der Southern-Rock lebt! Was gibt es sonst noch zu sagen? Die Texte behandeln die üblichen Themen des Genres, die einzige politische Botschaft enthält Jam On, das sich aber in angenehmer Form von der in Mode geratenen Heroisierung amerikanischer Kriegstaten abwendet. Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 29.07.2004
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