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| Uprooted, Cavalier Music, 2003 |
| Andy Gorwell |
Harp, Piano, Dobro, Vocals |
| Ed Bates |
Pedal Steel |
| Jeremy Fogarty |
Harp (Old Friend the Blues) |
| Neon Leon |
Guitar |
| David Isaacs |
Drums |
| Jonathon Lickliter |
Bass |
| Rod Jennings |
Drums |
| Jeff Samin |
Bass, Backing Vocals |
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Länge: 37 Min 24 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Diesel | 6. Send Me In A Woman |
| 2. Diamonds | 7. Take You Home Tonight |
| 3. Old Trains | 8. Low Down Stinking Bars |
| 4. Anticipating | 9. No Expectations |
| 5. Old Friend The Blues | 10. Hit The Road |
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Aus Down Under kommt diese CD ungefragt ins Home of Rock. Andy Gorwell? Nie gehört. Also rein in den Player und was kommt raus? Wow, eine geile Scheibe!
Der Einfluss, den der selige Gram Parsons auf Keith Richards hatte ist wohl nicht zu unterschätzen. Immerhin sorgte die Seelenverwandschaft dieser beiden Druggies für den fast eigenartigen aber grossartigen Country-Einschlag, den die Stones zwischen "Beggars Banquet" und "Exile on Main Street" vorführten. Wie soll man das beschreiben? Sleaze-Country? Diese totale "Leckt mich alle am Arsch"-Attitüde eben, perfekt in Musik umgesetzt.
Zwischen den Koordinaten Gram Parsons/Flying Burrito Brothers, alten Country-Stones und auch etwas Faces ist "Uprooted" dann auch angesiedelt. Schöne Slides im Opener Diesel - natürlich ein Roadsong, komplett mit der Platitüde "...he had Diesel run through his veins". Highways gibt's auch in Australien zuhauf und lang sind sie auch...
Bei Diamonds meint man dann "Dead Flowers" vom 71er Stones Epos "Sticky Fingers" zu vernehmen, so sehr sind sich die beiden Songs ähnlich, während es dann mit Country-Rock, mit der Betonung auf Country im Stil eines Gram Parsons weitergeht, auch Honky Tonk hat's auf das Album geschafft. Wie es sich gehört, möchte man fast sagen.
Sehr schöne Slide und Dobro-Fills, sehr geschmackssicher intoniert. Die Stimme von Andy Growell passt auch perfekt zu diesem Movie in Tönen. Fast wie selbstverständlich beherbergt die CD auch ein Stones-Cover (No Expectations), das sehr viel näher am Original ist als es beispielsweise Calvin Russell auf seiner letzten Platte hatte. Und zeigt damit, wie ausgereift die Stones 1968 diese Musik verinnerlicht hatten.
Auch No-Depression-Einfluss hat Einzug gehalten, "Wilco" zumindest kann man raushören. Aber das alles bedeutet mitnichten, dass Gorwell irgend etwas klaut, so ehrlich und locker rollend ist sein Vortrag. Der Mann stellt sich vielmehr als grossartiges Talent dar! Von dem will ich mehr hören!
Die Produktion geriet einwandfrei, keine künstliche Süsse und vor allem zum Glück keine nervenden Streichinstrumente sind vernehmbar. Der Klang ist hervorragend durchsichtig.
Das Werk ist nur knapp über 37 Minuten lang, dafür aber am Stück durchhörbar, Füllermaterial gibt's nicht. Eine Hammer-Platte des Country Rock!
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