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Secret Voyage

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Secret Voyage
Secret Voyage, Steamhammer/SPV, 2008
Ritchie Blackmore
Candice Night
Band Of Minstrels
Länge: 50 Min 44 Sek Medium: CD
1. God Save The Keg7. The Circle
2. Locked Within The Crystal Ball8. Sister Gypsy
3. Gilded Cage9. Can't Help Falling In Love
4. Toast To Tomorrow10. Peasant's Promise
5. Prince Waldeck's Galliard11. Far Far Away
6. Rainbow Eyes12. Empty Words

Dass Ritchie Blackmore nicht mehr rockt, wird wohl inzwischen jedem Kuttenträger dies- und jenseits des Urals bekannt sein. Dass er sich mit seiner Mittelaltermusik scheinbar richtig wohl fühlt, dürfte auch dem letzten RAINBOW-Reunion-Hoffnungsträger die trotzigen Tränen in die Augen treiben. Und dass sich daran auch in absehbarer Zeit nichts ändern wird, belegt uns Mr. Blackmore mit diesem neuen Output wieder aufs Neue.
Überraschungen? Null! Irgendwelche Neuigkeiten aus dem Land der Elfen, Mythen und mondbeschienenen Wälder? Nö! Wie schon seit der ersten Zusammenarbeit mit seiner Muse Candice Night tobt sich Mr. Blackmore und seine BAND OF MINSTRELS in der musikalischen Zeit der Renaissance aus und versucht, diese in die Gegenwart zu schießen. Sorry, ich kann mit diesem sanften Gedudel nichts anfangen. Und wenn dann auch noch der alte Elvis-Klassiker Can't Help Falling In Love seines Pathos beraubt und plattgewalzt wird, dann stellen sich mir alle Nackenhaare hoch. Wer weiterhin erleben möchte, wie man einen der stimmungsvollsten Klassiker von RAINBOW auch noch in den Grund und Boden der Belanglosigkeit schräbbelt, der lausche der fragwürdigen Umsetzung von Rainbow Eyes. Welche Sau da die Jungs und das Mädel durch den Wald getrieben hat - keine Ahnung. Da ist kein Spannungsaufbau, kein Kribbeln mehr, nix - alles weg.

Diese Scheibe ist wirklich nur etwas für Genre-Fetischisten oder Ex-Freundinnen. Das geht rein wie raus und bleibt nur auf Grund der sich aufdrängenden Melodien im Kopf hängen. Wer hat schließlich nicht schon mal zu mittelalterlicher Saufmusik das Tanzbein geschwungen (bei Toast To Tomorrow klappt das sogar sehr gut)?
Nicht von der Hand zu weisen ist die Tatsache, dass Ritchie die Gitarre und andere Saiteninstrumente nach wie vor beherrscht und auch sehr stimmungsvolle Arrangements aufs Notenpapier schreibt. Nur leider ist das so klebrig wie Honig in der Sofaritze, dass es einfach nur in der Belanglosigkeit verschwindet.
"Secret Voyage" wird für mich ein Geheimnis bleiben, von dem ich gar nicht wissen möchte, wie die Reise weitergeht.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 18.06.2008

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