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A Long Day's Night

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All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
A Long Day's Night
A Long Day's Night, Castle Music, 2006
Eric Bloom Vocals, Guitars, Keyboards
Albert Lanier Keyboards, Guitars
Donald 'Buck Dharma' Roeser Guitars, Vocals
Danny Miranda Bass, Vocals
Bobby Rondinelli Drums, Percussion
Produziert von: Steve Schenck Länge: 78 Min 08 Sek (CD)
& ca. 120 Min (DVD)
Medium: CD & DVD
CD:
1. Stairway To The Stars8. Astronomy
2. Burning For You9. Cities On Flame
3. Od'd On Life Itself10. Perfect Water
4. Dance On Stilts11. Lips In The Hills
5. Buck's Boogie12. Godzilla
6. Quicklime Girl13. Don't Fear The Reaper
7. Harvest Moon
DVD:
1. Stairway To The Stars11. Last Days Of May
2. Burning For You12. Cities On Flame
3. Od'd On Life Itself13. M.E. 262
4. E.T.I.14. Perfect Water
5. Dance On Stilts15. Lips In The Hills
6. Harvester Of Eyes16. Godzilla
7. Buck's Boogie17. Don't Fear The Reaper
8. Quicklime Girl18. Dominance And Submission
9. Flaming Telepaths19. The Red And The Black
10. Harvest Moon

Wertiges Paket! Zwar wurde "A Long Day's Night" 2002 bzw. 2003 bereits als Einzel-DVD, Audio-DVD und CD veröffentlicht, aber im jetzt neu aufgelegten CD & DVD Doppelpack zum absolut korrekten Sparpreis von unter 15 Europäern bringt die Sache richtig gute Laune ins Haus. Man darf sich fragen, warum die Plattenfirmen das nicht gleich so machen, der Kunde würde es (ganz sicher auch zu einem höheren Anfangspreis) goutieren, grade wenn es sich um so genannte Classic Bands handelt, deren alte Platten man eh hat und die neuen in der Regel nicht mehr unbedingt sofort, zu jedem Preis und in jedem verfügbaren Format in die Sammlung müssen. Der kluge Fan wartet doch die paar Jahre und holt sich dann so einen Doppeldecker. Aufgemerkt, Plattenfirmen: Rocker sind klug! Ihr macht euch eure Absatzmisere wirklich selbst.

Zur History von BLUE ÖYSTER CULT ist im Home of Rock vieles gesagt (was Herr Ruland durchaus als Aufforderung zum Verfassen einer seiner großartigen Bandhistories verstehen darf). Zur näheren Vergangenheit ebenfalls, und da halten sich Jubel und Enttäuschung etwa die Waage.
B.Ö.C. haben in einem Jahr 4 Jahrzehnte Rock & Roll auf dem Buckel und mit Donald Roeser, Allen Lanier und Eric Bloom noch drei aus den ganz alten Zeiten am Start. Dafür schlagen sich die Herren bis heute achtbar und taten das auch im Juni 2002 in Chicago. Zwar ganz sicher nicht ganz so bravourös wie wir es auf dieser CD und DVD hören - will sagen: hier wurde genau wie bei allen offiziellen früheren Livemitschnitten der Band im Studio nachgebessert, die paar belassenen Fehlerchen stechen gegenüber dem ultraperfekten Rest viel zu deutlich ins Auge/Ohr -, der Heimhörer bekommt dennoch zwei hervorragende Stunden Hard Rock geboten, der schon immer meilenweit vom Durchschnitt entfernt war.

Die Songauswahl ist erwartungsgemäß konservativ. Die Siebziger überwiegen, 80er-Perlen aus Alben wie "Club Ninja", "Cultosaurus Erectus" oder "Fire Of Unknown Origin" werden dezent dazwischen gestreut und neueres Material von "Heaven Forbid" (1998) und "The Curse Of The Hidden Mirror" (2001) wird pflichtschuldig auch mit je einem Song abgehandelt. Schade, denn diese beiden CDs wären für sich ein ganzes Konzert wert. Dafür gibt es allerdings mit Quicklime Girl eine offensichtlich neue Nummer. [Sollte der Rezensent hier irren, wird Aufklärung von Leserseite gerne angenommen.] *
Beeindruckend sind nach wie vor die mächtigen Gitarrenwände, die 'Buck Dharma' Roeser - trotz hässlicher "Emmentaler-Gitarre" - mit Bloom und/oder Lanier aufbaut, der leichtfüßige Wechsel zwischen dunkel-bedrohlichen und hüpfend-rock'n'roll'esken Boogietönen und vor allem die virtuose Vielfalt innerhalb der Kompositionen. Wenn überhaupt, kamen nach B.Ö.C. nur zwei Bands kurzzeitig an diese songwriterische Qualität heran: SAVATAGE und QUEENSRYCHE.

Neben älteren Männern auf der Bühne bietet die DVD ein paar optische Schmunzler. So wird zum Beispiel ein asiatischer Fan beim Mitgrölen von Godzilla gefilmt: "Oh no, they say he's got to go - go go Godzilla - oh no, there goes Tokyo - go go Godzilla". Die Band bemüht sich um eindrucksvolles Posing, erreicht damit allerdings manchmal echtes Bierzeltkapellenniveau, und Bobby Rondinelli, ansonsten selbstverständlich ein gewaltig eindrucksvoller Schlagzeuger, verschusselt einmal leichtfertig seinen linken Drumstick.
Nopody's perfect, aber BLUE ÖYSTER CULT haben mit "A Long Day's Night" ein angemessenes Altersstatement abgelegt. Am fürchterlichen DTS-Sound auf der DVD werden sie wohl nicht schuld sein, 2.0 Stereo und vor allem 5.1 Surround sind allerdings vorbildlich und die Kameraführung ist für ans Testbild noch gewohnte Spätteenager geradezu vorbildlich unhektisch.

Und zum Abschluss noch eine Aufgabe für unsere Leser. Wer uns erklären kann, woher, von wem und warum die Idee zum Logo von BLUE ÖYSTER CULT kam, wird von uns mit einem kleinen Präsent bedacht (Postadresse bitte angeben). Dies ist kein Preisausschreiben, sondern echte Neugier!

Logo Blue Öyster Cult

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 25.07.2006

Peng. Das hat gesessen. Quicklime Girl ist natürlich identisch mit Mistress Of The Solmon Salt von "Tyranny and Mutation" - man sollte seine alten Platten tatsächlich ab und an hören.
Danke an Stefan aus Köln, Stefan aus Herzogenrath, Walter aus Rüdenburg und Torben (was bistn du fürn völlig kaputtes Rocklexikon?) aus - man traut es sich kaum zu sagen - Quackenbrück.

Zum Logo gab es dankenswerterweise auch erhellende Zuschriften. Hier die beiden wichtigsten:
"Entworfen wurde es vom Grafiker Bill Gawlick (Quelle: Beiheft der remasterten Ausgabe der CD "Blue Öyster Cult"). Es soll vom Symbol des Planeten Saturn beeinflußt sein, das wie ein kleines h mit Querbalken aussieht. Gawlick könnte also dieses Symbol einen Viertelkreis mit der Uhr gedreht, in der Mitte einen Punkt angeordnet und ein paar kleinere Stilisierungen durchgeführt haben."
sowie
"Created by artist Bill Gawlick for the band's first album, the symbol is patterned after the astrological symbol of Saturn/Cronos, in the shape of a sickle. (it is the image of the God of time with his sickle that gives us the modern concept of the Grim reaper). It is not a question mark, an upside down cross, or a Satanic symbol. Contrary to Urban Legend and tract writers, there is no corresponding "anti-Christian" symbol."
Die kamen von Stefan aus Herzogenrath und Nadia Galliani aus München. Unfassbar, die Frau ist 1978 geboren, kennt diese Musik und malt dazu noch wie der Teufel.

Home of Rock schickt Euch ein kleines Dankeschön auf CD zu. Danke & habt Spaß!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 01.08.2006

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