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Empty Faces
Empty Faces, AOR Heaven, 2008
Frank Breuninger Vocals
Steffen Doll Lead & Rhythm Guitar
Winny Zurek Bass
Claudio Nobile Keyboards
Uwe Mayer Drums
Produziert von: Markus Teske Länge: 52 Min 19 Sek Medium: CD
1. Hands Up7. Saints Beneath The Sky
2. Empty Faces8. Pleasure & Pain
3. Slave Of Time9. Believe It
4. Send Them To Hell10. Meaning Of Life
5. Chase Your DreamsHidden Track:
6. Maniac11. Final Day

DARK SKY muss man im Home of Rock glücklicherweise nicht mehr großartig vorstellen, habe ich festgestellt. Aber auch wenn die Band auf dieser Seite bekannt ist, war sie für mich doch eine Unbekannte.
Umso mehr war ich über mich erstaunt, dass ich sie bisher noch nirgendwo gehört hatte, entspricht doch das, was sie musikalisch abliefern, eigentlich dem, was ich gerne höre. Aber es macht sich mal wieder bemerkbar, dass man in der Flut der Veröffentlichungen nicht alles kennen kann.

Wer, wie ich, viel von BONFIRE, GOTTHARD, SHAKRA, PINK CREAM 69 und anderen Verdächtigen im Schrank stehen hat, sollte hier schleunigst mal ein Ohr riskieren. Was die fünf Jungs aus dem Süden der Republik durch die Boxen jagen ist feinster Hard Rock im Stile der genannten Bands und braucht sich keineswegs vor den Szenegrößen zu verstecken.
Mit "Empty Faces" legen sie ein fett produziertes und ausgereiftes Werk vor. Das macht von der ersten bis fast zur letzten Note Spaß zu hören. Fette, wuchtige Doublebass-Attacken, vereinigt mit messerscharfen Riffattacken von der Sechssaitigen, dazu ein schöner, runder, drückender Bass und ein unter allem schwebender Keyboardsound - ich behaupte mal ganz frech, dass so ein Album nicht jeden Tag den Weg auf die Ladentheken findet. Die Songs sind dazu noch abwechslungsreich komponiert, was für manche Überraschung sorgt, da nicht nach dem 08/15-Schema durchgebolzt wird. Herausragend für mich Chase Your Dreams, das in etwas über 6 Minuten schon ganz leichte progressive Züge annimmt. Sehr cool gelungen auch die Version von Michael Sembellos Maniac aus dem Film "Flashdance". Für den Film etwas ungeeignet, aber trotzdem extrem partytauglich!

Was mir nicht so gut gefällt (und deswegen auch der Einschub "Das macht von der ersten bis fast zur letzten Note Spaß zu hören"), ist das abschließende Meaning Of Life. Nicht, dass ich Balladen nicht mag, im Gegenteil. Diese aber ist so aufgesetzt, da hätte ich mir lieber noch einen auf die Ohren hauen lassen.
Aber das trübt den Hörgenuss nur leicht, denn im Gros liegt hier für mich das Power Rock-Album des Jahres vor. Wenn die Herren um Sänger und Bandkopf Frank Breuninger in etwas kürzeren Abständen neues Material an den dunklen Himmel werfen, sollten sie bald aus der 2. Liga in die 1. aufsteigen. Als Vorband der SCORPIONS haben sie es letztes Jahr schon in große Hallen geschafft.
Weiter so, die Herren, und für alle Freunde der genannte Bands absolute Kaufempfehlung!

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 09.09.2008

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