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| Songs From The Sparkle Lounge, Bludgeon Riffola Ltd./Universal Music, 2008 |
| Joe Elliott |
Vocals |
| Rick Savage |
Bass, Backing Vocals, Guitars |
| Rick Allen |
Drums, Backing Vocals |
| Phil Collen |
Guitars, Backing Vocals |
| Vivian Campbell |
Guitars, Backing Vocals |
| Produziert von: Def Leppard & Ronan McHugh |
Länge: 39 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Go | 7. Hallucinate |
| 2. Nine Lives | 8. Only The Good Die Young |
| 3. C'mon C'mon | 9. Bad Actress |
| 4. Love | 10. Come Undone |
| 5. Tomorrow | 11. Gotta Let It Go |
| 6. Cruise Control | |
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Auch so ein Fall, wo ich eigentlich keinen Pfifferling mehr auf die Band gewettet hätte. DEF LEPPARD, 1977 in Sheffield gegründet (man nannte sich anfangs ATOMIC MASS), entwickelten ihre Musik zunächst in Richtung eines richtig kernigen, satten, kraftvollen und kompakten Hard Rock. Das Ergebnis lag uns spätestens mit der zweiten Scheibe "High 'N' Dry" in beeindruckender Form vor, noch heute eine geile Scheibe, was allerdings auch daran liegen könnte, dass Robert "Mutt" Lange sie produzierte. Etwas kommerzieller wurde es mit dem Nachfolger "Pyromania", doch waren die Kompositionen zu diesem Zeitpunkt schon so ausgereift, eine leichte Überproduktion mit viel Melodie, was schließlich auch den Erfolg in den USA erklären dürfte.
DEF LEPPARD sind insofern auch etwas besonderes, da sie Schlagzeuger Rick Allen in der Band ließen, als dieser am Sylvestertag 1984 bei einem Verkehrsunfall seinen linken Arm verlor. Zukünftig gab es seine Sounds aus einem Fairlight Computer und einem modifizierten Simmons Drumset, welches an einem SD-57-Computer angeschlossen wurde. Über das 1987 erschienene Album "Hysteria" muss man nicht mehr viele Worte verlieren. DEF LEPPARD wurden zur Superlative, bauten ihre Bühne live in die Mitte der Konzerthallen und konnten sich darüber freuen, dass fast jede Nummer auf diesem Album auch in den Charts landete.
Aber: Seit dem Erscheinen von "Adrenalize" vollzogen DEF LEPPARD in meiner Gunst einen Sinkflug, der sich gewaschen hat und der seinen negativen Höhepunkt in Alben wie z.B. "Slang" und "Euphoria" fand. Und ganz ehrlich: Auch das neuere "Yeah!" mit seinen Covernummern langweilt mich von der ersten bis zur letzen Minute. Doch jetzt dreht sich "Songs From The Sparkle Lounge". Eigene Kompositionen in einem typischen Sound. Genau das wollen wir hören.
Es gibt zu Beginn von Go wirklich sehr vertraute Gitarrensounds. DEF LEPPARD rocken wieder, kommen mit Druck und Power. Immer inbegriffen sind die zahlreichen und intensiven Chorgesänge.
Bei Nine Lives macht die Band im Stile von "Yeah!" weiter, so dass man zu dem Schluss kommen kann, dass sich die Formation jetzt, wie übrigens beim späteren Hallucinate auch, selbst covert. C'mon C'mon ist dann der Schritt in die alte Richtung. Ein echter Mitgröler und ich frage mich, warum die Jungs davon nicht mehr im Gepäck haben. Und dass Joe Elliott eine außergewöhnlich gute Stimme hat, beweist er im Schmachtbolzen Love. Im Uptempo gibt es in Tomorrow einiges auf die Ohren und die grollenden Basstöne in Cruise Control machen Spaß.
Die stärkste Nummer ist Bad Actress, denn da stampfen und rocken die Briten in bester Glamrock-Qualität. Der Rest ist immerhin Durchschnitt und im Ergebnis haben uns DEF LEPPARD nach langer Zeit endlich mal wieder ein ansprechendes Scheibchen vorgelegt. Wäre schön, wenn es weiter aufwärts geht!
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