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| Soul Mover, Frontiers Records, 2005 |
| Glenn Hughes |
Lead & Background Vocals, Bass, Black Fuss Guitar (High Road) |
| JJ Marsh |
Guitar |
| Chad Smith |
Drums, Percussion, Pots & Pans, Screamin' & Yellin' |
| Ed Roth |
Keyboards |
| Dave Navarro |
Lead Guitar (Soul Mover), Guitar Intro (She Moves Ghostly) |
| Produziert von: Glenn Hughes, Chad Smith & Fabrizio V.Zee Grossi |
Länge: 62 Min 00 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Soul Mover | 7. Dark Star |
| 2. She Moves Ghostly | 8. Land Of The Livin' (Wonderland) |
| 3. High Road | 9. Isolation |
| 4. Orion | 10. Miss Little Insane |
| 5. Change Yourself | 11. Last Mistake |
| 6. Let It Go | 12. Don't Let Me Bleed |
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Meine Güte, wie kann man nur so hyperaktiv sein? Der Mann produziert seine Platten schneller, als wir sie besprechen können. Flog er früher auf Drogen durch die Welt, wird er offenbar inzwischen von Arbeitssucht getrieben. Ob das ungesund ist?
Jedes Jahr mindestens ein Album, meist zwei, der Mann ist 53!
Wenn ein Künstler unter solchen Kreativitätsanfällen leidet, gibt es zwei Gefahrenquellen. 1. Das Publikum ist überfordert und kauft irgendwann wegen Reizüberflutung nicht mehr. Oder schlimmer: Die Qualität leidet durch den Dauerausstoß.
Es wäre despektierlich, Glenn Hughes der Fließbandproduktion unter Auslassung entsprechender Qualitätskontrolle zu bezichtigen, aber im Vergleich zu seinem 2003er Werk "Songs In The Key Of Rock" schneidet "Soul Mover" aufgrund der etwas durchschnittlicheren Songs nur als zweiter Sieger ab. Es ist irgendwie bezeichnend, wenn nach fünf, sechs Hördurchgängen ausgerechnet eine Ballade im Ohr hängen bleibt. Last Mistake ist allerdings ein großartiger Song, ganz tief in den Siebzigern, mit Hendrix-Gedächtnisgitarre und natürlich dem grandiosen Gesang von Hughes.
Es gibt einige weitere herausragende Nummern, zum Beispiel ist Don't Let Me Bleed ein schöner AOR-Treiber mit treffsicher eingesetzten Stimmungswechseln und wieder toller Gitarre. Oder der Titelsong, Heavyrock mit dem unverwechselbaren Soul, der Glenn Hughes seit Jahrzehnten auszeichnet. Hier spielt Dave Navarro (JANE'S ADDICTION, RED HOT CHILI PEPPERS) die Leadgitarre und das hat schon was besonderes. Ein anderer Chili Pepper, nämlich Chad Smith an den Trommeln, kann mich nicht so begeistern. Trotz jeder Menge Technik und Punch, irgendwie fehlt der Groove in seinem Tun.
Glenn Hughes spielt und kokettiert natürlich mit seiner Vergangenheit. Das ist legitim und nur zu verständlich, und einmal mehr gelingen ihm die Verweise "to the roots" stimmlich und instrumental vollkommen. Leider sind diesmal nicht alle Songs adäquat geraten. Zu oft schleicht sich eine gewisse Langeweile ein, die dem Album, vor allem im Mittelteil, etwas die Luft nehmen. Völlig aus der Lethargie reißt einen allerdings Dark Star. Ein Heavy-Funk mit Reminiszenzen an DEEP PURPLE.
Noch ein Wörtchen zur Band. JJ Marsh ist sicher ein hervorragender Gitarrist, aber aus irgend einem Grund bleibt von seiner Performance, außer Platitüden, viel zu wenig übrig. Gleiches gilt für Ed Roth an den Keyboards. Echte Überraschungseffekte bleiben aus, alles geht in den, mal mehr mal weniger, dahingaloppierenden Songs unter.
Trotzdem ist "Soul Mover" natürlich ein gutes Album, denn Glenn Hughes ist ein großer Künstler. Bei der nächsten CD würde ich mir allerdings etwas mehr Langmut beim Songwriting wünschen.
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