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Broken Lands

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Broken Lands
Broken Lands, Vanguard Records, 2008
Mato Nanji Vocals & Lead Guitar
Kris Lager Rhythm Guitar
A.C. Wright Bass
Jeremiah Weir Keyboards
Kink Stallings, John Fairchild Drums
Länge: 54 Min 14 Sek Medium: CD
1. Should I Stay7. Just Can't Hide
2. Eyes Of A Child8. Make A Change
3. Place I Know9. It's Alright With Me
4. All I Want To See10. Let It Rain
5. I Can't Pretend11. Still Remember
6. All Night Long12. Waiting

Natürlich ist es absolut phantasielos, in einem Artikel über eine Band nativen Ursprungs Bilder aus Indianerfilmen zu verwenden. Fangen wir also an: Mato Nanji, seines Zeichens Sänger, Gitarrist, Gründungsmitglied und alleiniger Häuptling von INDIGENOUS befindet sich wieder auf dem Kriegspfad. Sein neuester Streich tragt den Titel "Broken Lands".
Schon das Coverartwork zeigt an, wo er herkommt und wo er mit seiner Musik hin will: Ein Präriekaktus wird von der hinter ihm glitzernden Sonne angestrahlt, während sechs Adler verspielt über das Firmament ziehen.

Insgesamt bietet Mato auf "Broken Lands" 12 mal den für ihn typischen Bluesrock-Sound, samt vorzüglicher Arbeit am Tomahawk und eindringlichem, kehligen Gesang. Bei den Backing-Vocals wird er von Jamie Candiloro und seiner Squaw Leah unterstützt, was den betroffenen Passagen einen zusätzlichen Reiz verleiht.
Das Songwriting stellt diesmal einen repräsentativen Treck aus Matos bisherigen Werken dar. Fluffige Songs wie Should I Stay, vertreten in dieser Art insbesondere auf dem Album "Circle", wechseln sich gekonnt ab mit rauen, primordialen Bluesrocknummern, wie sie für INDIGENOUS-CDs jüngeren Datums typisch waren.
Ein Deja-Vu erfährt der Musikfan bei All I Want To See. Dieses Meisterstück, flockig wie der Rauch einer Friedenspfeife, erinnert irgendwie an den INDIGENOUS-Superhit Rest Of My Days; zu hören auf den Alben "Circle" und "Long Way Home".
So von Mato noch nicht oft gehörten Blues in Country-Style mit fettiger Bottleneck-Giutar zelebriert der Chief auf All Night Long. Schöne offene Rockakkorde leiten das flottere Let It Rain ein. (Mato, komm endlich mal nach Deutschland, dann wirst du keinen Regentanz mehr aufführen wollen). Stringent verursacht der Song gute Laune, trotz des deprimierenden Titels.

Sicherlich erfindet Mato mit "Broken Lands" den nordamerikanischen Büffel nicht neu. Dieser Output reiht sich unspektakulär, aber hörenswert in den bisherigen Backkatalog INDIGENOUS' ein. Obwohl - an der einen oder anderen Stelle wünscht man sich schon die entscheidende Wendung, den überraschenden Akkord, den ausknockenden Hook. Das schmälert den sehr guten Gesamteindruck von "Broken Lands" jedoch nur marginal.
"Broken Lands" ist ein sauberes, gut produziertes Stück handgemachter Musik geworden. Neben Liebhabern feinsinnigen Bluesrocks mit für dieses Genre nicht all zu oft in den Zopf geflochtenen Strähnchen, sollten auch mal die Musikfans eine Hörprobe nehmen, welche von unreifem Metal die Nietenjacke voll, von Whiskey getränktem Southern Rock den Schädel dick und von überambitioniertem Progressiv Rock die Nerven blank haben.

Olli "Wahn" Wirtz, (Artikelliste), 29.11.2008


 
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