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JJ Cale

In Session

Featuring Leon Russell
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In Session
In Session, Warner MusicVision, 2006
JJ Cale Vocals, Guitar
Jimmy Karstein Drums
Christine Lakeland Acoustic Guitar, Backing Vocals
Leon Russell Hammond Organ, Piano
u.a.
Länge: ca. 79 Min Medium: DVD
1. Intro15. Boilin' Pot
2. T-Bone Shuffle16. After Midnight
3. Nowhere To Run17. T-Bone Shuffle
4. Cocaine18. T-Bone Backwards
5. Ten Easy Lessons19. Same Ole Blues
6. Sensitive Kind20. Don't Cry Sister
7. Hands Off Her21. Set Your Soul Free
8. Lou-Easy-Ann22. T-Bone Backwards
9. Going Down23. Ten Easy Lessons
10. Corina, Corina24. Call Me The Breeze (Bonus)
11. Roll On25. Ever Lovin' Woman (Bonus)
12. No Sweat26. Katy Kool Lady (Bonus)
13. Crazy Mama27. Lies (Bonus)
14. Fate Of A Fool28. Don't Wait (Bonus)

Herrschaftszeiten, ich bin fassungslos. Führen wir doch in unserem erlesenen, kleinen Webzine keinen Artikel über Mr. JJ Cale.
Das soll sich nun schleunigst mit der vorliegenden DVD "In Session", die 1979 in den Paradise Studios in Los Angeles aufgezeichnet wurde und lange Zeit gar nicht erhältlich war, weil sie bis 2001 in irgendwelchen Archiven schlummerte, ändern.
2002 wurde dieses kleine Juwel dann von 'Classic Pictures' erstmalig veröffentlicht, um jetzt durch Warner Music Vision eine Renaissance zu erleben. Ein ähnliches Procedere wie letzthin bei der PROCOL HARUM-DVD.

Was bietet uns dieses Relikt der Vergangenheit nun?
Einen supercoolen JJ natürlich, wie sollte es anders sein. Wer Cale mag, wird hier durchaus sehr glücklich werden, weil Cale mit absolut kompetenter Band aufspielt und einen schönen Querschnitt durch sein bisheriges Schaffen (plus einiger Coverversionen) zum Besten gibt.
Allen voran, der bekannteste innerhalb der illustren Runde, Leon Russell, den die meisten zumindest seit seinen 'Musical Director'-Zeiten der Cocker'schen "Mad Dogs And Englishmen"-Tour kennen dürften. JJ's weitere Begleiter sind u.a. niemand geringeres als seine 'longtime companions' Jimmy Karstein und Christine Lakeland, die ja auch in der hoch interessanten, filmischen Dokumentation "To Tulsa And Back" Gehör finden. Multiinstrumentalist Marty Grebb sollte einigen Hörern auch noch bekannt sein.
Jedenfalls leben sämtliche Musiker diesen unnachahmlichen JJ Cale Swamp-Groove, spielen zutiefst entspannt und laid-back, haben mit Gimmicks und Firlefanz natürlich gar nichts am Hut. Groove-Stoiker in Reinkultur. Man muss sich aber auf dieses relaxte, unaufgeregte Feeling einlassen können, ansonsten verbreitet dieser Studio-Gig womöglich ein wenig den Hauch von Tristesse.

JJ's individueller Gesangsstil ('Untertriebeneres Singen geht nicht, denn danach kommt das Sprechen' - so las man einst irgendwo) und sein niemals protziger Gitarrenstil prägen das Gesamtbild, das zwischenzeitlich von einigen hübschen Hammond-Orgel- bzw. Piano- oder auch Saxophon-Soli aufgelockert wird. Im Gesamtmix erscheint mir JJ's Singstimme zwar etwas zu leise und Christine Lakelands Backing Vocals mitunter kaum hörbar, doch das bleibt das einzige kleine Manko in einem ansonsten recht unterhaltsamen Konzert, wobei man auf aktionsgeladene Gestik und Mimik der Musiker vergeblich wartet. Da steckt sich der langmähnige Graukopf Leon Russell höchstens mal eine Zigarre an und pafft mit verschleiertem Blick in die Kameras. Übrig bleibt Musik und Groove pur. JJ Cale eben...

Frank Ipach, (Impressum, Artikelliste), 03.11.2006

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