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| Now, DreamWorks Nashville Records, 2003 |
| Jessica Andrews |
Lead Vocals |
| Michael Landau, Brent Mason, Kenny Greenberg, Pat Buchanan, Byron Gallimore |
Electric Guitar |
| Brent Mason, B. James Lowry, Byron Gallimore, Billy Mann, Kenny Greenberg |
Acoustic Guitar |
| Glenn Worf, Mike Brignardello |
Bass |
| Shannon Forrest, Lonnie Wilson, Vinnie Colaiuta |
Drums |
| Steve Nathan |
B-3 Organ |
| Steve Nathan, Tony Harrell |
Piano, Keyboards |
| Byron Gallimore |
Synthesizer |
| Paul Franklin, Russ Pahl |
Steel Guitar |
| Aubrey Haynie, Stuart Duncan |
Fiddle |
| Bekka Bramlett, Lonnie Wilson |
Tambourine |
| Aubrey Haynie, Stuart Duncan |
Mandolin |
| Russ Pahl, Mark Casstevens, John Willis |
Banjo |
| Jonathan Yudkin |
Cello, Viola |
| Frank Macek, Julian Brunetta |
Programming |
| Paul Franklin |
Dobro |
| Gene Miller, Lisa Cochran, Bekka Bramlett, Mica Roberts, Jessica Andrews, Lisa McNeal Gregg |
Background Vocals |
| Produziert von: Byron Gallimore, James Stroud & Billy Mann |
Länge: 66 Min 10 Sek |
Medium: CD |
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| 1. There's More To Me Than You (3:46) | 9. You're The Man (That Brings The Woman Out Of Me) (4:11) |
| 2. When Gentry Plays Guitar (3:45) | 10. Cowboy Guarantee (5:01) |
| 3. I Wish For You (4:08) | 11. Now (4:47) |
| 4. To Love You Once (3:55) | 12. Second Sunday (3:32) x |
| 5. Bring It To You (3:33) | 13. Windows On A Train (3:55) |
| 6. Never Be Forgotten (3:47) | 14. God Don't Give Up On Us (4:07) |
| 7. They Are Roses (4:11) | 15. Good Time (4:02) |
| 8. Sunshine And Love (4:11) | |
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Da klimpert man sich jetzt schon über zwei Jahre für das HoR die Finger wund, und was ist bisher dabei raus gekommen?
Ein paar nette CDs, Konzerte, mal anerkennende Worte vielleicht der Leser, die sich für New-Country interessieren und einen guten Tipp erhielten, meist eher aber die Spitzen der einen mitleidig belächelnden Kollegen.
Wann rückt dieser Fred mal endlich die Kohle raus und kauft wenigstens für unsere Redaktion eine stattliche Südstaatenvilla mit allem Drum und Dran, damit man auch das entsprechende Ambiente für seine Berichte genießen kann.
Vorbei wäre es mit den trockenen Recherchen im Internet oder sonst wo, dem rastlosen Durchhören der CDs nach geleisteter Büroarbeit, die einen immer noch am Leben hält. Ich könnte meine Helden mit Stil einladen, um brandheiße Infos aus nächster Quelle zu erhalten, wie zum Beispiel beim lockeren Plausch während eines Barbeques - oder was die ganzen Countrymiezen angeht, per Interview am (oder im...) Pool, bei auflockernden kühlen Cocktails. Wäre doch viel besser, oder?
Und was macht unser Fred?
Er investiert die Millionen weiterhin Tag für Tag in Biergärten und Kneipen zum Wohle der Wirte und Brauereibesitzer innerhalb und außerhalb seines Freistaates.
Naja, so sind die Bayern halt. Ohne ihr Weißbier läuft erst mal gar nichts.
Eine interessante Kandidatin wäre mit Sicherheit Jessica Andrews, eine der Entdeckungen des Jahres 2003 für mich persönlich, denn die Gute hat mit "Now" schon ihr bereits drittes Album veröffentlicht, und das gerade mal mit 19 Jahren.
Äußerlich einer natürlichen Ausgabe von Ex-Spice-Girl Victoria Beckham ein wenig ähnelnd, bringt das in Huntington, Tennessee, geborene Mädel eine Gesangsleistung der Spitzenklasse.
Eine satte, moderne und energiegeladene Produktion, durch Byron Gallimore, der für Jessica auch den erlesenen Kreis der Studiomusiker seines Steckenpferdes Tim McGraw mit ins Boot nahm.
Beste Unterhaltung mit viel Abwechslung und Überraschungen, wobei der kommerzielle Bereich weder nervig noch zu künstlich daherkommt.
Ich denke, so ungefähr könnte ein Album klingen, wenn Stevie Nicks eine New Country-Platte machen würde. They Are Roses beispielsweise klingt ihr zum verwechseln ähnlich und zeigt, welch reife Stimme die junge Jessica bereits jetzt vorzuweisen hat.
Tolle Songs unter vielen (15 + Hidden Track):
When Gentry Plays Guitar müsste eigentlich heißen, "When Michael Landau and Brent Mason Play Guitar". Gerade das akustische Spiel vom letztgenannten ist absolute Weltklasse. Oder Cowboy Guarantee. Eine entspannte Ballade mit Lagerfeuerflair, die runter geht, wie ein eisgekühltes Königs-Pils.
Das Honkytonkstück Good Time in bester Bonnie Raitt-Manier, traditionell gehalten, aber unglaublich knackig und schwungvoll arrangiert. Übrigens einer der beiden Songs, bei denen die Künstlerin auch am Songwriting beteiligt war. Wie auch beim Opener There's More To Me Than You, das zum einen als fetziger Anheizer für den Rest des Albums fungiert, zum anderen als Hidden Track, bei dem Mrs. Andrews einzig zur Pianobegleitung des überragend aufgelegten Steve Nathan balladesk und besinnlich den Abschluss dieses genialen Gesamtwerks findet.
Ein toller Song mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern, stark gemacht. Endlich mal ein Hidden Track, der mir Spaß macht.
Unterm Strich: Wer mal Lust auf knackigen und gut gemachten New Country-Pop auf höchstem Niveau (Richtung Alecia Elliott, She Daisy, aber besser) von einer variablen jungen Sängerin hat, sollte hier schnell zugreifen.
Um es mal in Freds Sprache auszudrücken:
Für gute vier Maß Bier (18,90 Euro) bei Bärchen Records erhältlich...
Die Maß ist voll! Noch ein Ton und ich heb Dich aus dem Sattel, Cowboy!
Zwei Jahre tut man alles für die Blagen, sozusagen ein Resozialisierungsprogramm für gescheiterte Rot-Weiß Essen Fans, und dann so was.
Südstaatenvilla will er haben... Na klar. Jetzt rechne ich mal vor, was mich der Unterhalt dieses verwöhnten Gör kostet.
Monatlich mindestens 2 CDs anstatt, wie früher, 4 Printmagazine (Playboy, Penthouse, Hustler und den Kicker). Macht 35 Euro plus Porto.
Fitnessstudio für den abgeschlafften Niederrhein-Cowboy, damit er irgendwann mal seinen Schnuckelchen unters Auge treten kann. 75 Euro monatlich.
Brusthaartoupet: 150 Euro. Natürlich eine einmalige Anschaffung.
Claqueure: Das sind die, die ihm ab und an mal ein Wort des Lobes zukommen lassen. Kostet mich monatlich 4 Kasten Freibier und viel Überredungskunst.
Technischer Support: Ein ganzes CallCenter wird beschäftigt, damit Herr Daus Tag und Nacht anrufen kann, um sich erklären zu lassen, wo auf der Tastatur das scharfe s ist. Er kennt ja nur scharfe Kurven. Durchschnittlich 80 Euro pro Monat (je nach Anrufen).
Schwimmkurs: Nachdem das erste Pool-Interview total in die Hose ging (die schöne Shania hat ihn unter "save the whales"-Rufen zurück ins Wasser gerollt) und unser Mr. Obercool beinahe ertrunken wäre (dank der üppigen Eigen-Schwimmreifen dann aber doch nicht), kriegt er seitdem von Franzi Van A. Unterricht. Da Frau Van A. einkommensteuerpflichtig ist, bleibt das Salär geheim.
Das sind nur die fixen Kosten. Unerwähnt bleiben die sporadischen Aufwendungen wie Baldrian für den gestressten Schreiber dieser Zeilen.
Leser, ich frage Euch! Ist es nicht mehr als gerecht, dass ich mir ab und an ein frisches Weißbier in einem Münchner Lokal oder Biergarten genehmige? Angesichts dieser verschrobenen Forderungen unseres New Country-Schreiberlings denke ich schon. Oder?
P.S.: Eines muss man ihm aber lassen. Diese Jessica Andrews sieht nicht nur phantastisch aus, sie kann auch singen!
Das Interview werde ich selbst führen. Zwei Astralkörper im innigen "Gespräch" am Pool meiner Villa bei New Orleans. Daniel-Boy, bring uns noch 2 Cocktails!
Fred Schmidtlein, 20.05.2003
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