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Julie Miller:

Broken Things

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Cover Broken Things
Broken Things, Hightone Records, 1999
Julie Miller Acoustic Guitar (1, 9, 10), Guitar (12)
Buddy Miller Electric Guitar (nicht 10 + 12), Melodica (1), Vocal (1, 3, 5, 8), Bass(3, 10, 11), Mandoguitar (4, 9), Acoustic Guitar (7), Baritone Guitar (10), Harmonium (12)
Brady Blade Drums (1, 2, 3, 5, 6, 8, 9, 11)
Allison Prestwood Bass (1, 6)
Phil Madeira B3 (1, 5, 8), Accordion (4, 9, 10), Harmonium (8), Organ (11)
Jo Stampinato Bass (2, 9)
Steve Hindalong Percussion (2, 4, 6, 7, 9, 10)
Adrian Thompson Vocal (2)
Larry Campbell Acoustic Guitar (4), Bouzuki (6), Mandolin (10)
John Andrew Schreiner Piano (4, 7), Accordion (7)
John Catchings Cello (4, 7)
Byron House Bass (4, 6, 7)
Patty Griffin Vocal (4)
Ed Foote Hurdy Gurdy (6, 9)
Victoria Williams Vocal (6)
Emmylou Harris Vocal (7, 9)
Steve Earl Mandolin (8), Vocal (11)
Teresa Williams Vocal (10)
Produzenten: Buddy & Julie Miller at Dogtown Studios im Februar/Mai 1999 Länge: 46 Min 08 Sek Medium: CD
1. Ride the Wind to Me
[Julie Miller] (4:05)
7. Broken Things
[Julie Miller] (3:26)
2. I Know Why the River Runs
[Julie Miller] (4:35)
8. All My Tears
[Julie Miller] (3:33)
3. I Need You
[Julie Miller] (4:36)
9. Two Soldiers
[Traditional] (3:47)
4. I Still Cry
[Julie Miller] (4:39)
10. Maggie
[Julie Miller] (4:06)
5. Out in the Rain
[Julie Miller] (4:19)
11. Strange Lover
[Julie Miller] (5:00)
6. Orphan Train
[Julie Miller] (4:01)
12. The Speed of Light
[Julie Miller] (2:13)

Zwei Jahre nach "Blue Pony" erschien 1999 Julie Millers "Broken Things". Elf der Songs sind wieder aus ihrer Feder und nur ein Traditional (also Volkslied) kommt hinzu. Julie Miller schrieb die Mehrzahl der Songs für die drei Alben Buddys und und bis auf je einen, auch alle für ihre eigenen CDs. Ihr Talent, musikalisch und poetisch, ist mehr als beeindruckend. Mit Buddy hat sie einen Musiker an ihrer Seite, dessen Stärke es ist, für die/den Interpretin/en zu arbeiten und sich selbst in den Hintergrund zu stellen.

So auch auf diesem Album, das insgesamt rockiger ist, als "Blue Pony", wobei "rockiger" nicht schneller meint. Es gibt immer noch keine wirklich harten Gitarrensoli, aber bei diesem Musikstil, bei dem auch der Allmusicguide so seine Probleme hat (Adult Alternative Pop/Rock - warum Adult, warum Alternative und warum Pop???), wären sie fehl am Platz.

Und doch, eine etwas härtere Gitarre gibt es schon zu hören.

  • So bei "I need You", das durchaus auch Jagger/Richards als Autoren haben könnte, und bei dem Buddy so etwas wie eine Keith Richards-Gitarre spielt, allerdings sauber im Ton. :-). Das Solo ist dann sehr minimalistisch, ein gezirpter Ton, aber trotzdem passt es. Rev. Brady Blades Drums kommen sehr straight und knackig.
  • Auch "Orphan Train" geht in diese Richtung, auch wenn es im Tempo verhaltener ist, beinahe schon Ballade ist. Hier besticht der Gesang, die zweite Stimme Victoria Williams passt perfekt.
  • "All My Tears" ist ein Gegenstück zu "All the Pieces of Mary" von "Blue Pony". Nach einem langsamen Intro geht es in meinem Lieblingsrhythmus weiter, Buddy spielt eine Superbegleitung, beim Solo kommen ein paar Töne mehr und er singt eine geile zweite Stimme. Steve Earls Mandoline ergänzt den tollen Sound.

Der Opener, "Ride the Wind to Me" kommt mittelschnell mit schönen Gitarren, Melodie und einem Ohrwurmrefrain, den ich auch länger hören könnte. Inzwischen bin ich sicher beim fünfzigsten Durchgang angelangt, und der Song hat absolut nichts von seiner Faszination verloren. Im Gegenteil. Am Ende muss ich den Griff zur Fernsteuerung bewusst unterdrücken, denn es geht ja nicht schlechter weiter, wenn auch langsamer.
"I Know Why the Rivers Run" schaltet einen Gang zurück und präsentiert sich als wunderschöne Ballade mit, ja mit was?, Ohrwurmrefrain.

Die Mischung macht's, einmal schnell/er, einmal langsam/er, oder Ballade. Eine schöner als die andere. Und immer wieder kommt eine neue Stimme hinzu, um Julie Millers mit einer zweiten im Ohrwurmrefrain ......... Wie Patty Griffin da die Oberstimme singt, ist ergreifend schön, obwohl es doch heisst "I Still Cry", eine Ballade, wie sie besser nicht zu schaffen ist.
Und dieses Niveau finden wir genauso bei dem sehr ruhigen "Broken Things", bei "Two Soldiers", diesesmal mit Emmylou Harris und voller Besetzung und bei "Maggie", das mit Accordion fast hypnotisch untermalt ist.

Den Abschluss bildet "The Speed of Light" mit Julie an der Akustik und Buddy am Harmonium. Dieses nachdenkliche Lied schließt im wahrsten Sinne des Wortes die CD. Ende.

Der Song, mit dem ich nichts anfangen kann, ist "Strange Lover". Er ist mir zu "schräg" und trifft mich nicht. Nun, einen, der mir nicht gefällt, kann ich pro CD verkraften. Denn der Rest ist allererste Klasse.

Werner Saumweber, (Impressum, Artikelliste), 24.11.2001

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