| Polaroid of truth, Free Records, 2005 |
| Kat | Vocals |
| Produzent: Christian Schneider & Kat |
Länge: 58 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The moment | 10. Still here |
| 2. Love is truth | 11. Whom should I fear |
| 3. The choice | 12. Let me love you more (live) |
| 4. Hunter of illusions | Bonus disc: |
| 5. Love is the greatest | 1. Love is the message (Radio edit) |
| 6. Princess of god | 2. Love is the message (Album version) |
| 7. Stranded | 3. Kat's message |
| 8. Beyond a smile | 4. Leave your message |
| 9. Don't call me sweet | |
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Bevor jemand in Panik verfällt. Kat! Nicht THE GREAT KAT, die völlig durchgeknallte amerikanische Gitarristin, die sich
für die Reinkarnation des Ludwig van Beethoven hält, die Weltherrschaft anstrebt und die Menschheit in der Vergangenheit
mit Krachorgien wie "Worship me or die" und "Beethoven on speed" beglückte.
Die kleine Kat aus Frankfurt könnte jedoch bei unseren Lesern ähnlich kontrovers aufgenommen werden, wenn ich
durchsickern lasse, dass die Dame 'Star search'-Teilnehmerin war, allerdings mit eher mäßigem Erfolg.
Entweder war die direkte Konkurrenz bärenstark, oder was ich viel eher für wahrscheinlich halte, dieses Casting-System mit
Koryphäen wie Biedermann und Bohlen in den 'Fachjuries' in Verbindung mit einem vom oberflächlichen Zeitgeist
beeinflussten Publikumsvoting stinkt!
Kat verfügt über eine tolle Stimme. Der Vergleich im Presseinfo mit Kate Bush mag zwar etwas arg hinken, aber von Amy Lee
(EVANESENCE) ist Kat gar nicht so furchtbar weit entfernt.
Auch musikalisch könnte eine Nummer wie das überzeugende Love is truth durchaus von den amerikanischen
Chartsstürmern stammen. Don't call me sweet dagegen dürfte keinen
Melissa Etheridge-Fan enttäuschen.
Dagegen erinnern Stücke wie Behind a smile an die Popveröffentlichungen von New-Country-Häschen wie
Shania Twain oder
Faith Hill.
"Polaroid of truth", das inhaltlich überdeutlich von den christlichen Glaubens- und Moralvorstellungen der Künstlerin
geprägt ist, ist ein angenehmes Album in der Grauzone zwischen Rock und Pop. Angenehm, weil es trotz aller unüberhörbaren
kommerziellen Ausrichtung auf den Massenmarkt nicht völlig auf anspruchsvolle Kompositionen verzichtet, die auch den
qualitätsbewussten Rockfan überzeugen können.
Allein aufgrund der in Verbindung mit den richtigen Songs überzeugenden Stimme sollte man Kat nicht ausschließlich dem
'Fernsehgarten'- oder 'The Dome'-Publikum überlassen.
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