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| Asshole, Abandon Records/Phoenix Records, 2006 |
| Offel |
Vocals, Guitars |
| Sven |
Bass |
| Jan |
Drums |
| Produziert von: Outlaw Media Production |
Länge: 44 Min 01 Sek |
Medium: CD |
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| 1. I'm A Man | 8. For Your Love |
| 2. Asshole | 9. My Dog |
| 3. Roll With The Devil | 10. Don't Know |
| 4. Next Train | 11. Baby Girl |
| 5. Not The Killing Kind | 12. I'm Alive |
| 6. Elevatorman | 13. Blind |
| 7. Car | |
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Rengldengl, da kommen neue Straßenköter aus Hamburg! Kongo Schädel, Totenköpfe gar? Nu ja, Hamburger halt, womöglich ehemalige Hausbesetzer und bestimmt Jahreskarteninhaber. Beim FC St. Pauli natürlich. Trio, gut abgehangen und in genügend Drecksclubs geräuchert, auf allerhöchstem philosophischen Niveau sowieso. "I was born in an elevator".
Anlässlich der wundervollen OHRENFEINDT konntet ihr kleinen Leseratten ja schon über das Phänomen "Hamburg = Roggnroll-City" nachdenken, ab den KONGO SKULLS wird das Thema wieder relevant. Es muss etwas mit dem sozialen Umfeld zu tun haben, Genealogen vermuten gar einen Zusammenhang mit Pfeffersäcken, Teebeuteln, Kaffeerösterresten und Hans Albers. Wobei letzterer in Oberbayern lebte und starb, was trotz Marlene Dietrich kein gutes Licht auf Mitteldeutschland wirft, jedoch wiedereinmal die These vom Weltpokalsiegerbesieger und dem Retter aus Bayern bekräftigt. Doch das spielt hier keine Rolle.
Ernst jetzt, Rezensent. In Roll With The Devil singt Offel "I like pissing in the pool", wenn man es recht verstanden hat. Das ist Geschmackssache, dem Bademeister wird es nicht gefallen, aber im übertragenen Sinne passt es schon auf die Einstellung der Herren: bloß nicht konformistisch nölen, immer brav rumrebellen und das eigene Arschlochtum betonen. "I drink a lot of whiskey and I got a lot of beer, come on Baby...", irgendwas mit fuck kommt dann. Das ist schon Hardcore-Klischee, funktioniert aber dennoch aus mehreren Gründen. Erstens grölt Herr Offelmann ausgesprochen lässig, zweitens spielt er dazu noch eine überaus knallige Gitarre und drittens hat er mit Sven Berger und Jan Polter zwei kompetente Mucker neben und hinter sich. "Asshole" ist Drecksrock mit Style. Dass er nur stylisch wäre und nicht wirklich echt, glaubt man eigentlich nicht. Die KONGO SKULLS haben also einen Glaubwürdigkeitsbonus.
Gedanken an DANKO JONES passen ins Bild, die im Info erwähnten MONSTER MAGNET wohl eher nur als Inspirationsquelle, ansonsten rumpumpeln sich die Kiezianer ziemlich rabiat durch die Rock'n'Roll-Tattoo-Boogie-Laube - und die Herren Gibbons, Hill, Beard grinsen dabei gartenzwergisch aus dem Stonergarten hervor. Nur einmal, im Schlusssong Blind, flattert die Stimmung bedenklich entspannt, beinahe wie ein Zeppelin..., über den Hügel und weit weg, Richtung Himmelstreppe. Fast schon zu seriös für die SKULLS, allerdings sehr stilvoll im aufrechten Gang.
"Asshole" ist Futter für Menschen, die den Weltnichtrauchertag mit einem Extrajoint beginnen; für FCB-Fans mit Hang zum Millerntor; für die die den Managementbastarden bei Siemens/BenQ ein Restleben mit Hartz IV wünschen; für gestandene Rocker. Hisst die Totenkopfflagge!
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