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Liesegang/White

Visual Surveillance Of Extremities

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Visual Surveillance Of Extremities
Visual Surveillance Of Extremities, Escape Music, 2005
Doogie WhiteVocals
Bill LiesegangGuitars, Bass, Keybaords
PJ Phillipson, Si MulveyBass
Roger Scott Craig, Michael WolffKeyboards
Thomas Lang, Barry FitzgeraldDrums
Produziert von: Bill Liesegang Länge: 57 Min 54 Sek Medium: CD
1. A Prayer For The Dying6. Vivaldi
2. Snake Eyes7. The Gathering
3. Last Temptation8. Lost Horizons
4. Worlds Collide9. The Ballad Of Bible John
5. New Addiction10. Black Winter
11. Old Father Time

LIESEGANG/WHITE - "Visual Surveillance Of Extremities". Typische CD, der ich im Plattenladen, bei diesem Titel zumindest, keine weitere Sekunde Aufmerksamkeit schenken würde. Liesels Gang? Verwandt mit KOOL AND THE GANG?
Nee, ganz so schlimm ist es nicht. Hinter dem obskuren Titel verstecken sich Veteranen des Hard Rocks/Heavy Metals. Doogie White war seines Zeichens Sänger bei RAINBOW ("Stranger In Us All", 1995), Bill Liesegang schrubbte seine Gitarre schon für Leutchen wie Nina Hagen oder Rod Stewart und suchte einen Sänger für sein neues Projekt. Voila. Ein blöder Bandname war geboren.

Jetzt Scherz beiseite, auf der Platte befindet sich ein gutes Pfund Musik, das alle Freunde klassischen Hard Rocks befriedigen sollte. Schöne Keyboard Teppiche a la John Lord unterlegen alle Songs, die Ähnlichkeit zu RAINBOW lässt sich nicht verleugnen, wenn Doogie White auch nicht die stimmlichen Fähigkeiten eines Ronnie James Dio aufweisen kann. Aber wer kann das schon?
Bill Liesegangs Art die Gitarre zu bearbeiten, ähnelt der von Richie Blackmore. Der Opener A Prayer For The Dying ist da ein Paradebeispiel. Selbst doomig versucht man sich mit The Ballad Of Bible John, das nicht nur gesangstechnisch an Ozzy Osbourne erinnert.

Dummerweise hat die Platte auch ihre Schattenseiten. Nicht alle Stücke können überzeugen, New Addiction zum Beispiel ist grässlich, ellenlanges Gedudel mit blödem Text (der sich zum Überfluss auch noch ständig wiederholt). Auch überzeugen mich die beiden Instrumentals auf der Scheibe nicht wirklich. Vivaldi (Ratet mal wer da gecovert wird? Richtig!) kommt am Anfang ja noch ganz gut, aber dann wird's doch schnell langweilig. Gleiches gilt für den letzten Track Old Father Time, Fretboard Artisten, die AXEL RUDI PELL mögen, werden aber sicher ihren Spaß an den überdimensionalen Soli finden.

The Gathering, Snake Eyes, Lost Horizons oder das schon eingangs erwähnte A Prayer For The Dying werden RAINBOW-/DEEP PURPLE-/HUGHES&TURNER Fans allerdings äußerste Verzückung entlocken.
Freunde traditionellen-Hardrocks-mit-Liebe-zur-Verspieltheit sollten das Album unbedingt antesten.

Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2005

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