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| Justice For All: Die Wahrheit über METALLICA, Bosworth Music GmbH, 2009 |
| ISBN: |
978-3-86543-368-8 |
| Umfang: |
532 Seiten, (Broschiert) |
| Preis: |
14,95 Euro |
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"Das ist schwähre Koost!" würde wahrscheinlich unser aller Lieblingsboxer für Deutschland sagen, der, der aus der Ukraine kommt. Die Aussage betrifft allerdings nicht das geschriebene Wort als solches, sondern eher die Menge der Wörter, die das Gewicht ergeben: 588 gr.! Das ist also kein Buch, das man mal eben so in seine Handtasche (bei Frauen) oder Hosentasche (bei den Herren) stopft. Auf Grund seines Umfangs lässt es sich auch nicht so einfach heimlich unter der Schulbank oder in lässiger Haltung in der S-Bahn lesen. Aber lesenswert ist es auf alle Fälle, solange man an METALLICA oder an Metal überhaupt interessiert ist.
Joel McIver veröffentlicht mit The Many Lives Of Tom Waits (so der Originaltitel, der irgendwie lustiger ist) eine sehr umfassende Biografie über das Phänomen METLLICA. Er beginnt bei den Anfangstagen, spinnt die Fäden von allen Ecken zusammen, so lange, bis man ein umfangreiches Bild der Metal-Legende aus den Staaten erhält. Nostalgisch geht es bei den Anfängen zu, liest man doch einige Namen, die man nicht mehr oder noch nie auf dem Schirm hatte. Dass er dabei nicht nur auf die Eigenrecherche zurückgreift, sondern auch Weggefährten der Baytrasher zu Wort kommen zeigt, dass der Schreiber scheinbar reichlich Kontakte in der Szene besitzt. Und er kennt sich aus! Nicht nur in der Szene selbst, sondern auch was seine Informationen zu und über METALLICA angeht. Da schreibt ein echter Fan, der es allerdings geschickt versteht, nicht in Heldenverehrung zu verfallen. Nein, hier und da gibt es auch Seitenhiebe für misslungene Alben oder Songs. Sowohl textlich als auch musikalisch hat sich Mr. McIver intensiv mit den einzelnen Songs auseinandergesetzt und ich war sehr oft geneigt, die entsprechende Scheibe der Thrasher in den Player zu schieben und das zu hören, was er geschrieben hat. Es hat sich gelohnt.
Bereits 2004 hatte er dieses Buch geschrieben, scheinbar als Schwanengesang auf eine der damals besten Bands des Universums. Für ihn war die Band abgeschrieben und auf dem Sinkflug, bis Death Magnetic auf der Erde erschien. Das war Grund genug, das Buch einem Update zu unterziehen und zu erweitern. Lassen wir deshalb den Schreiber zum Ende selbst zu Wort kommen: "Als die erste Auflage dieses Buches auf den Markt kam, standen die Chancen für eine derartige Kehrtwende ziemlich schlecht … [gemeint ist die Wende zurück zur Spitze der Heavy-Metal-Szene] … Aufgrund der Gegebenheiten ist eine aktualisierte Ausgabe von Justice For All: The Truth About METALLICA notwendig. Hätte sich der Abwärtstrend der Band nach der ursprünglichen Veröffentlichung einfach fortgesetzt, hätte nichts für ein Update gesprochen. Niemand liest gern von Künstlern auf Talfahrt."
Bums, das sitzt und zeigt das bereits Erwähnte: in dem Buch werden die Metal-Millionäre nicht geschönt dargestellt, sondern in einem realistischen Licht, was das Buch umso interessanter macht. Reichlich Bilder gibt's auch noch zu begucken. Also, was hindert daran, sich den Schmöker anzuschaffen? Nichts! Eben!
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