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Mojo Filter

Mrs. Love Revolution

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Mrs. Love Revolution
Mrs. Love Revolution, Club De Musique Records, 2012
Alessandro Battistini Vocal, Guitars
Carlo Lancini Guitars
Daniele Togni Bass
Jennifer Longo Drums
Gäste:
Giuseppe Favia Drums on hat I've Got, Las Vegas, Liar, Water Gun
Fidel Fogaroli Hammond, Rhodes, Piano on Liar, Ragged Companion, Water Gun
Produziert von: Mojo Filter and Jono Mason Medium: CD
1. Just Like a Soldier6. Lick Me Up
2. No Comment Please7. Liar
3. What I've Got 8. Give Me More
4. The River9. Ragged Companion
5. Las Vegas10. Water Gun

Das Cover lässt die Ahnung aufkommen, dass es sihc hier um Leute handeln muss, die der Hippie Zeit in den späten 60ern einiges abgewinnen können - so fast täuschend echt ist es den Konzertplakaten von damals nachempfunden. Bis hin zu der Tatsache, dass die Tracklist uaf der Rückseite vor lauter Schwüngen und Kurven kaum zu lesen ist. Aber wer will denn auch lesen, hören ist angesagt.

Es beginnt relativ unspektakulär mit No Comment Please, einem standardmäßigen late 60ies Heavy Blues Rock Riff - so á la STEAMHAMMER'S Junior's Wailing, einschließlich wunderbar klassischer Gitarrenlinien. Schön knorziger Sound, trocken und kräftig, kein Bisschen auf moderne Powersounds getrimmt - wo soll das hinführen?
What I've Got verrät uns dann mehr über die Idole der FILTERS - da wird das WHO Riff vom Summertime Blues, courtesy Eddie Chochran, gecovert. Und während man denkt, aha, daher weht der Wind, late 60ies Power Pop, bietet The River dann Dale Hawkins' Suzie Q Riff in der Gestalt der CCR Version - und genauso klingen die MOJOs - wie sehr frühe CCR, zu Zeiten von deren erste, maximal zweit Platte - und das waren die Zeiten des Nachhalls von Woodstock. Anything goes, war die Losung der Zeit damals, und so konnte eine wie Fogerty Rock'n'Roll neben Voodoo Sounds, Bayou Musik und Country Wohlklang stellen - Hauptsache, es klang gut. Die Gitarre wird wohl durch einen ähnlichen Verstärker gejagt wie er das seinerzeit tat - ist es vielleicht die- und derselbe?

Doch die MOJOs bieten dann auch noch mehr, variieren die Tracks so, wie Fogerty das bei seinen langen Meisterstücken (Suzie Q, Heard It On The Grapevine, Run Through The Jungle und Pagan Baby) etwa tat, nehmen das Tempo etwas zurück, der Song wird samten, bevor sie sich wieder um die Gitarren winden, oder diese sich um sie. Country gibt es dann tatsächlich auch in Las Vegas, das Riff von Lick Me Up ist dann nicht von den WHO, könnte aber sein. Rockt gut und zünftig das, die Annäherung an den late 60ies Musikstil bleibt, der Sound auch. Knochentrocken die Drums, funky der Bass - und prima das Songwriting. Hier kann man nicht von übel sprechen. Etwas relaxte West Coast, in etwa frühe JEFFERSON AIRPLANE, mag auch noch reinspielen. Liar ist wunderbarer Southern Pop inklusive 'lalala'-Refrain, und wieder greifen die Gitarren erst sanft, und dann zupackend zu.

Das ist gut, mehr muss man da nicht sagen. Die vielen Gitarrenlicks und Solos, der Sound, der überall spürbare Blues - das alles ist authentisch und - kommt eben aus Italien. Und so erstaunlich das ist, so gut ist es auch. Und es ist wirklich authentisch - man glaubt ihnen jede Note, dass sie in den USA aufgewachsen sind. Manche haben es eben, manche nicht. Die hier haben es. Empfehlenswert

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 2012

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