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Nebula

Apollo

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Apollo
Apollo, Sweet Nothing, 2006
Eddie Glass Vocals, Drums, Keyboards & Guitar
Tom Davies Bass & Vocals
Ruben Romano Drums, Vocals, Guitar, Keyboards & Sitar
Produziert von: Daniel Rey & Nebula Länge: 37 Min 19 Sek Medium: CD
1. Orbit8. Trapezium Procession
2. Loose Canyon9. Controlled
3. Fever Frey10. The Eagle Has Landed
4. Light Bringer11. Fruit Of My Soul
5. Future Days12. Decadent Garden
6. Ghost Ride13. Wired
7. The Alchemist14. Opiate Float

Irgendwie meint man, NEBULA gäbe es schon ewig. Dabei ist "Apollo", der neueste Streich, "erst" das vierte Album des Power-Retro-Trios aus Los Angeles. Wahrscheinlich liegt es einfach an der zwar etwas staubigen (nicht verstaubten!), aber doch zeitlosen Musik, die die Jungs um Eddie Glass machen, einem Gebräu aus bluesiger Psychedelia, härterem Seventies Stoff und einem guten Schuss Space Rock.

Neu an Bord des Raumschiffs ist Bassist Tom Davies, und mit ihm kam ein frischerer Wind in die kalifornische Wüste, gleichzeitig wurde man ein gutes Stück Ballast aus vergangenen Stoner- und FU MANCHU-Tagen los. Hier regiert nicht mehr das tiefsumpfige Riff, es gibt schon eher Reminiszenzen an vergangene Punkrocktage oder straighte Garagensounds. Man höre nur mal in Fever Frey oder Ghost Ride. Ob man diese Verschlankung des Sounds mag oder nicht, man muss NEBULA ein stilsicheres Händchen bei ihrer Retro-Show bescheinigen, zumal es immer noch schön derbe Wüsten-Smasher wie Loose Canyon gibt. Und in den das Werk umrandenden Instrumentals Orbit und Opiate Float wird gar der Geist von HAWKWIND beschworen.

Unverzichtbare Spät-Sixties-Ingredienzen wie die Sitar sowie die Orgel (in Decadent Garden) dürfen auch nicht fehlen, so dass sich hier alles tummelt, was der Psychedeliker so schätzt. Aber, wie gesagt, Verschlankung und Effizienz in den Songstrukturen, die Vier-Minuten-Grenze wird eigentlich nicht überschritten und manchmal ist das ein Stückchen zu viel der Ökonomie, man wünscht sich, dass die Bremse losgelassen und ordentlich gejammt wird.
Nichtsdestotrotz sind NEBULA natürlich weit davon entfernt eine stromlinienförmige Band zu sein, und insbesondere auf der anstehenden Tour wird man wieder sehr viel Spass mit den drei Kaliforniern haben.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 12.04.2006

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