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| Third world genocide, Steamhammer/SPV, 2005 |
| Erik Burke | Guitars |
| John Conelly | Guitars, Vocals |
| Glenn Evans | Drums |
| Danny Lilker | Bass, Vocals |
| Produzent: ??? |
Länge: 40 Min 31 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Third world genocide | 8. Discharged reason |
| 2. Price of freedom | 9. Fractured minds |
| 3. Human wreckage | 10. The hockey song |
| 4. Living hell | 11. Eroded liberty |
| 5. Whine and cheese | 12. Long haired asshole |
| 6. Defiled innocence | 13. Glenn's song |
| 7. Exoskeletal | |
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Ach ja, irgendwie sind sie doch alle nicht totzukriegen. So kommen wir nach zehn Jahren Pause sogar wieder in den Genuss
eines neuen Studio-Albums von NUCLEAR ASSAULT.
Wir erinnern uns: Danny Lilker war bis Mitte der Achtziger bei
ANTHRAX, wirkte dann auch bei dem legendären
Hardcoreproject S.O.D. (STORMTROOPERS OF DEATH) von ANTHRAX mit ihrem Roadie Billy Millano mit und entdeckte dabei seine
Liebe zu wüsterem Gekloppe.
Die logische Folge war sein Ausstieg bei den New Yorker Mosh-Königen und die Gründung von NUCLEAR ASSAULT, mit denen er
Thrash mit wütendem Hardcore kombinierte. Diese Mischung sorgte doch für einiges Aufsehen und fand mit dem 89er-Album
"Handle with care", von dem NUCLEAR ASSAULT lasche 150.000 Exemplare verticken konnte ihren Höhepunkt.
Nun also "Third world genocide" und die alten Fans dürften NUCLEAR ASSAULT wieder zu Füßen liegen, immer vorausgesetzt, sie
stehen auch heute noch auf diese Art von Musik.
Irgendwie scheint die Zeit für NUCLEAR ASSAULT still gestanden zu sein. Stilistisch kloppt man sich immer noch trockenen
Thrash mit deutlicher Hardcoreschlagseite. Man verbeugt sich bei Whine and cheese auch einmmal ganz leicht in
Richtung der RAMONES und sorgt mit der
Bluegrass-Parodie Long haired asshole für leichtes Schmunzeln. Dazu gibt es die typischen bissigen sozialkritischen
Texte mit dem einen oder anderen augenzwinkernden humoristischen Ausflug. So weit so gut.
Geteilter Meinung kann und darf man allerdings hinsichtlich der Produktion sein.
Seien wir ehrlich: Einer ambitionierten Newcomerband würden wir heute ein Demo in dieser Qualität gehörig um die Löffel
hauen und sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken. Schepperndes Schlagzeug, drucklose Gitarren, der Sound ist
insgesamt eher ein laues Lüftchen, als ein mächtiger Orkan... Das klingt zwar - wohl bewusst - mächtig nach Underground und
'old school', entspricht aber in keinster Weise mehr heutigen Hörgewohnheiten.
Nostalgiker und eingefleischte Fans werden NUCLEAR ASSALUT wohl dafür vergöttern, aber vielen, unter anderem auch mir,
klingt das Geschredder dadurch sicher einfach zu harmlos und blutleer.
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