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Popa Chubby

Stealing The Devil's Guitar

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DixieFrog Records
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All Music Guide (englisch)

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Stealing The Devil's Guitar
Stealing The Devil's Guitar, DixieFrog Records, 2006
Popa Chubby Electric & Acoustic Guitars, Lead & Background Vocals, Keyboards, Electric Sitar, Percussion, Rap, Drums, Bass, Harmonica, Dobro, Mandolin
Steve Holley Drums
Nicholas D'Amato Electric & Upright Bass
Gäste:
Mike Lattrell Piano
Chris Reddan Drums (Bold As Love), Conga (Virgil And Smokey)
Produziert von: Popa Chubby Länge: 62 Min 09 Sek Medium: CD
1. Slide Devil Man Slide9. Buffalo Chips
2. Smuggler's Game10. Bold As Love
3. Why I Can't Have You11. Long Deep Hard And Wide
4. Right On12. Virgil And Smokey
5. In This World13. Preacher Man
6. Walking With Amar14. The Devil's Guitar
7. Stoned AgainBonus:
8. Young GunsSmuggler's Game (Video Clip)

Was läuft schief, Herr Horowitz? Interviewtermin kurzfristig abgesagt, Bitte nach Beantwortung der Fragen per Mail ignoriert und dann wortlos eine vorgefertigte Interview-CD angeboten. Aber doch nicht mit uns, Herr H., wir hätten schon gerne gewusst, was denn zum Beispiel "Yah wichser in Germany..." im schönen Lied Right On zu bedeuten hat.
Den Schreiber überfällt eine gewisse Lustlosigkeit angesichts so vieler ungeklärter Fragen und plakativ zur Schau gestellter Böser Bube- und Arschleck-Attitüde. Auch wenn der New Yorker scheinbar per se über Allem und Jedem steht und ein begnadeter Blues'n'Dreck-Wühler ist, sollte er nicht vergessen, dass Europa ihm immer die Stange gehalten hat, ganz im Gegensatz zur nicht existierenden Szene zuhause. Dass Popa durchaus Humor hat, kann man seit Jahren zwischen vielen seiner Zeilen lesen, auch die Bilder in der neuen CD sind witzig, aber warum geriert sich der Mann immer so übellaunig? Auch das wollte ich ihn eigentlich fragen, mein Gespräch von vor zwei Jahren ist durchaus noch im Hinterkopf präsent, da hatte er sich auch schon als spaßfreie Zone präsentiert und keinen besonders umgänglichen Eindruck hinterlassen.
Außerdem wäre interessant gewesen, warum die bisherige und auf "Stealing The Devil's Guitar" noch vertretene Band inzwischen ausgewechselt wurde. Aber gut, wo kein Wille, da kein Weg.

Dann lasst uns mal kurz über die neue CD sprechen. Irgend jemand bei der Plattenfirma meint, es sei die wichtigste seiner bisherigen Platten. Der Grund wird offen gelassen, direkt erkennbar ist er auch nicht. Man könnte unreflektiert besehen behaupten, "Stealing..." ist nur ein weiteres P.C.-Erzeugnis, nicht wesentlich anders als die bisherigen. Etwas reflektierter betrachtet stimmt das sogar. Schlimm ist das nicht, denn der Popa Chubby'sche Blues-Kosmos ist so breit angelegt, dass für Langeweile wenig Zeit bleibt. Erst beim dritten, vierten Hördurchgang fällt auf, dass diesmal kein einziger richtig heftig rockender Track vertreten ist. Nicht schlimm, dafür experimentiert Popa mit Country und Blues in der großstädtischen Version, Funk, Sitar, Sixties-Sound, Lounge-Jazz und, mal wieder, mit Jimi Hendrix. Außerdem wird ein Song der zweiundsiebzigjährigen Blues-Chanteuse Jessie Mae Hemphill interpretiert. Abwechslung genug also.
Ebenfalls abwechslungsreich sind seine Darbietungen auf den x verschiedenen Gitarren. Man muss zweifelsfrei konstatieren, dass Popa sich in den Jahren technisch gewaltig verbessert hat, manche Angestrengtheit früherer Zeit ist einem völlig natürlichen Flow gewichen - was natürlich bereits seit etlichen Jahren feststellbar ist.

Gute Platte, tolle Geschichten, schwieriger Typ.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 07.03.2006

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