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Sonic Extasy
Sonic Extasy, Fastball Music, 2009
Marucs Jürgens Vocals
Aki Reissmann Guitar
Stef Bertola Guitar
Micha Vetter Bass
Andy Minnich Drums
Produziert von: Uwe Lulis & Pump Länge: 54 Min 36 Sek Medium: CD
1. Ready, Aim & Fire7. Don't Get Mad Get Even
2. Testify8. Burning Light
3. Low Life In The Fast Lane9. Ain't Got Enough
4. Never10. All I Could Bleed
5. Couldn't Care Less11. Long Road To Nowhere
6. Kiss Of Voodoo12. Cry For The Moon

Die fünf Baden-Württemberger haben sich stationär eingenistet im Hard Rock/Metal-Dschungel des deutschen Undergrounds. Das ist die gute Nachricht, die es dieses Jahr von PUMP zu vermelden gibt. Die schlechte Nachricht ist, dass der bemerkenswert unsägliche Landsmann Engler mit seiner Kapelle PUR letzte Woche zum neunten Mal auf Platz 1 der Media Control CD-Hitparade gelandet ist. Tja, Herr Jürgens, der Hartmut schreibt halt die Hits, während PUMPs "Sonic Extasy" noch immer mehr oder weniger altmodischer Krawumm ist (alleine für das Wort 'Krawumm' muss man Wilhelm Busch lieben). Bei der Gelegenheit sei noch gesagt, dass das neue Album von GOTTHARD aktuell auf Platz 8 rangiert. Ganz klar: bei PUMP läuft was falsch.

Drei Alben in knapp sechs Jahren sind für eine Band ohne massive Industrieunterstützung ein gutes Ergebnis, auch wenn es für die Hitparade nicht diesmal und nie reichen wird, aber die auf drei Planstellen neu besetzte Band kriegt auch auf "Sonic Extasy" wieder die Kurve und sollte all jene begeistern, die nicht auf pure GOTTHARD oder (bitte, Lieber Gott, steh uns in dieser harden Zeit bei) PUR ejakulieren, aaah, reflektieren. [Mama mia, wie kommt man aus dieser peinlichen PUR-Nummer wieder raus? Lass mich nicht hängen und schenk diesem Ganzen den Sinn!]

Im Gegensatz zum Vorgänger "Breakdown To Breakthrough" liegt das Augenmerk diesmal nicht auf den Ohrwürmern, PUMP kommt deutlich kantiger als zuletzt über die Rampe. TESLA ist näher denn je, allerdings hat "Sonic Extasy" nicht den Anspruch eines "modernen Hard Rock" wie zuletzt TESLAs "Forever More". "Sonic Extasy" knallt von Anfang bis Ende, hat aber auch keinen völligen Überflieger im Programm (das stand so übrigens schon vor über fünf Jahren in der Besprechung des Debuts). Das ist die Kritik. Kiss Of Voodoo kommt dem Killersong am nächsten, hat neben den mächtigen Chorgesängen auch schön vertrackte Momente und einen tollen Tribal-Part mitsamt Plant-Seufzer zu bieten, bleibt aber dann doch irgendwie im konventionellen Hard Rock der melodischen Sorte stecken. Das wäre eine Chance auf ein ganz besonderes Lied gewesen, so ist sie nur zu 70% genutzt. Aber egal, insgesamt ist das Album überzeugend, hat keine Schwachstelle und ist eine Messlatte für die Hannoveraner VICTORY, die demnächst ein weiteres Comeback-Album veröffentlichen werden.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 12.09.2009

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