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| Quantum Jump, Intercord , 1976 |
| John G. Perry |
Vocals, Bass |
| Mark Warner |
Lead Guitar |
| Rupert Hine |
Vocals, Keyboards, Multielectras Varium |
| Trevor Morais |
Drums, Percussion |
| Ray Cooper |
Percussion |
| Morris Pert |
Percussion |
| Produzent: Rupert Hine |
Länge: 35 Min 36 Sek |
Medium: LP |
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| 1. Capt. Boogaloo | 7. Constant Forest |
| 2. Over Rio | 8. Something At The Bottom Of The Sea |
| 3. The Lone Ranger | 9. Part I: Stepping Stones |
| 4. No American Starship (Looking For The Next World) | 10. Part II: The Roving Finger |
| 5. Alta Loma Road | 11. Part III: Stepping Rocks |
| 6. Cocabana Havana | 12. Part IV |
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Quantum Jump bedeutet Quantensprung und dieser Name hat schon eine gewisse Eigendynamik. Hier geht es aber nicht um physikalische, sondern um musikalische Experimente.
Die Band um Rupert Hine (ja, der Tina-Turner-Multi-Platin-Produzent) experimentiert hier mit einer Mischung aus Jazz, Rock und Funk a’la Average White Band oder den frühen Cool and the Gang.
Lexika reden von jazzig-funkigen Pop Songs. AMG von Prog. und Art Rock. Ich sehe das etwas anders und habe diese LP eingeordnet als zappaeske-Average White Band-mit-teilweise-Ohrwurmqualität.
Ich muss nun etwas die Vergangenheit bemühen und kurz erzählen wie ich diese Platte kennen und lieben lernte.
Es war auf einer Party, einer Freak Party (keine Freak Show). Es lief eigentlich alles: von Commodores , Brainticket, Zappa, Gong bis hin zu eben Quantum Jump. Es war Hexennacht so Mitte der Achtziger, als ich in den Garten trat um der vorzüglichen Maibowle etwas frische Luft zu verschaffen. Aus dem Haus erklang eine Musik die dem Begriff Hexennacht mehr als gerecht wurde. Eine düstere, spannungeladene Atmosphäre – oder besser: ich fühlte mich wie im Kinoseesel – einen Gruselschocker schauend und darauf wartend, dass das Monster endlich erscheint, weil ich die Spannung nicht mehr ertrage.
Schnell ins Haus und geschaut was da läuft und es war „Something at the bottom of the sea“ von Quantum Jump. Genauer gesagt, Part IV des Songs. Wie der Titel, so kling auch die Musik. Da war es nun, mein Monster auf dem Grunde des Meeres. Zum Glück könnt Ihr bei http://www.cdnow.com oder auch bei http://www.jpc.de in diesen Song reinhören (aber den Part IV) anklicken um die Spannung am eigenen Leib zu erfahren. Ein ungeheurer Spannungsaufbau, hier und da mit passenden Gitarrentrillern unterlegt. Toll.
Klar, dass ich die LP nun einmal von vorne laufen ließ. Und plötzlich fing jemand an zu tanzen. Die erste Seite mit „Capt. Boogaloo“, „Over Rio“, „The Lone Ranger“ und „No American Starship“ bietet sich dafür auch sehr gut an. Gesang der irgendwo an Zappa erinnert und ein latent vorhandener Funkrhythmus machen es den Tanzbeinen leicht die richtigen Bewegungen zu finden. Die Plattenfirma erkannte das Hit Potential von „The Lone Ranger“ , bestand aber auf einer Änderung des Intros, was Rupert Hine dann einen Eintrag im Guiness Book of Records bescherte. Er sang als neues Intro dann das längste acapella Wort und die Single erreichte Platz 26 bevor die BBC den Titel dann wegen homosexuellen- und Drogeninhaltes auf den Index setzte.
Die zweite LP Seite widmet sich dann mehr einer Rock-Jazz Fusion und glänzt mit Improvisationen und aberwitzigen Rhythmuswechseln.
Keine leichte Platte und ich weiß nicht wie ich die Scheibe finden würde, hätte ich sie zu einem anderen Zeitpunkt kennengelernt. Das wird wohl auch der Grund sein, warum sie mir ein guter Freund schenkte, denn er hatte sie bei seinem Plattenspielerkauf als Zugabe bekommen und sie wohl nicht für wert gehalten Bestandteil seiner Sammlung zu werden. Mir war es recht und es bestärkt mich in meiner Auffassung, dass es bei manchen Platten darauf ankommt sie am richtigen Ort zur richtigen Zeit und in der richtigen Gesellschaft zu hören.
Etwas Maibowle kann natürlich auch nie schaden.
Ulli Heiser (Impressum, Artikelliste), 11.03.2001
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