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CD-Review:
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Ganz ehrlich: Auf viele CDs kann ich mich gar nicht mehr richtig freuen. Grade im guten alten Southern Rock haben mich zu viele Bands zu oft enttäuscht und sinnlos lange auf mäßige Leistungen warten lassen. Von den eh nie passierenden Tourneen gar nicht gesprochen. Eine der schönsten Nebenerscheinungen eines Magazins wie dem Home of Rock ist, dass sich mehrere Verrückte treffen und jeder bringt seine "geheimen" Schätze ein, man tauscht sich aus und immer wieder ist eine echte Perle zu entdecken. So lief das auch mit REBEL STORM. Der Rest ist bekannt: Um eins von vornherein klarzustellen: "Stormin' South" war eine schöne CD, die bis heute oft in meinem Player landet. Aber was Rebel Storm mit "The Hard Way" abgeliefert haben, ist mehr als ein Quantensprung. Es ist Jahre her, dass ich von einer CD vom ersten bis zum letzten Ton so dermaßen begeistert war. Kurz gesagt haben wir es definitiv mit einer der besten Schallplatten des Genres Southern Rock überhaupt zu tun. Und zwar in jeder Beziehung. Die Songs, die Darbietung und der Sound sind schlichtweg perfekt. Kapiert? Feuerwerk pur bereits beim ersten Song. No Settled Man legt los wie die Feuerwehr und man wird von den Gitarren und dem mehr als lässigen Gesang einfach an die Wand geblasen. Härtegrad: LYNYRD SKYNYRD seit Medlocke dabei ist. Frischefaktor: Thunfischfilet 3 Minuten nach Fang. Es ist wie ein Penalty beim Eishockey. Nur stürmen hier 5 Angreifer gleichzeitig auf den Torwart/Hörer ein und ballern ihm den Puck kreuz und quer direkt ins Netz/Ohr. It's funky time! Livin' On The Tracks gab es bereits auf der Tour live zu bestaunen (oder täusche ich mich?) und was da für Gitarren im Mittelteil kommen, sollte alle Möchtegern-Funker abhalten etwas in dieser Richtung zu versuchen. Don't try this at home!. Aber das ist nur das Vorspiel zum vielleicht spannendsten Track der CD. Der Midnight Traveler ist ein Epos irgendwo zwischen POINT BLANK und MOLLY HATCHET. Man sieht förmlich die Kondensstreifen, die die Gitarren ziehen. Und dem empfindsamen Hörer stellen sich wieder alle Haare auf. Rebel Storm haben bekanntlich in Don Swensen und Billy Moss zwei hervorragende Lead Sänger. Wenn die sich zusammentun und ein Lied singen, dann kommt A Little Lovin' dabei heraus. Wer unbedingt einen Vergleich haben will: Die OUTLAWS haben in ihren allerbesten Momenten solche Songs hingekriegt. Und wieder diese Gitarren und Joe Turnbull's Piano. Einfach ein Traum... Der jäh unterbrochen wird von der Slideguitar in Firefly Lightnin'. Wieder leicht funky, eminent kraft- und druckvoll, so dass ein gewisser Mr. Charlie Daniels endlich seine Rentenansprüche geltend machen sollte und uns fürderhin mit seinen saudummen Sprüchen verschonen könnte. Wir sind erst bei der Halbzeit der CD! Und schon haben wir mehr Klassiker als auf ganzen CD-Jahrgängen. Doch Rebel Storm sind noch zu mehr fähig! Denn jetzt kommt die längste Nummer der Scheibe und die steigert sich in ihren 7 Minuten in einen monströsen Jam. Nach dem erfrischenden Gals From Mississippi stampft wieder ein klassischer Southern-Honky-Tonk daher (GRINDERSWITCH fallen mir entfernt als Referenz ein) und die Gitarren tun alles um die Hammond irgendwie im Zaum zu halten. Wenn es sein muss, dann erheben sie ihre Stimmen eben im Duett. Ich weiß nicht, wie oft die CD bisher gelaufen ist, aber mir steht jedes Mal wieder der Schweiß auf der Stirn. Man kommt bei dieser Scheibe nicht zur Ruhe. Dauernd zwingt dich irgend ein Rhythmus wieder zum grooven, mit den Beinen zu stampfen und mit dem Kopf zu wackeln. Zum Abschluss der Scheibe gibt es noch eine lange Nummer. Standin' In The Rain ist aber mitnichten ein weiterer Free Bird-Abklatsch. Es ist einfach ein wunderschönes Lied. Ja, wir haben es mit "The Hard Way" mit einem echten Southern Rock-Masterpiece zu tun. Nicht mehr und nicht weniger. Ganz ehrlich: Ich bin verdammt stolz darauf, das (erste) Review zu diesem Meisterwerk schreiben zu dürfen. Thank you boys, wir sehen uns im Herbst auf Tour! Die CD ist exklusiv bei Bärchen Records erhältlich. Bestellungen nehmen wir gerne entgegen und leiten sie an Jürgen, das Oberbärchen, weiter. Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 27.03.2003
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