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This Mortal Coil

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This Mortal Coil
This Mortal Coil, InsideOut Music, 2011
Ray Alder Vocals
Nick van Dyk Guitars, Keyboards
Bernie Versailles Guitars
Sean Andrew Bass
Chris Quirarte Drums
Produziert von: Neil Kernon Länge: 71 Min 54 Sek Medium: CD
1. Path Of The Whirlwind7. Focus
2. Blink Of An Eye8. Perfect
3. No Tickets To The Funeral9. Begin Again
4. Dreams From The Pit10. Stronger Than Death
5. Noonday Devil11. Departure Of The Pale Horse
6. Let It Rain

Alle zwei Jahre sind sie wieder da. REDEMPTION legen in schöner Regelmäßigkeit ihre musikalischen Erzeugnisse auf die Ladentheke. Nachdem die Kalifornier sich 2007 mit der Entstehung des Ruins beschäftigt hatten, folgte 2009 der Schneefall am Jüngsten Tag, dem jetzt mit dem aktuellen Dreher das Todesurteil folgt. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass sich die Herren aus dem Sonnenstaat mit dem Ende beschäftigen. Welchem Ende auch immer. Zu Ende scheint auf alle Fälle die Zeit des Tastendrückers Greg Hosharian zu sein. Das übernimmt jetzt Gitarrist und Bandgründer Nick van Dyk, der dankbar und glücklich ist, noch am Leben zu sein. Denn sein Leben stand nach der zufällig entdeckten Diagnose "Leukämie" auf der Kippe beziehungsweise hatte man ihm gesagt, dass er in fünf Jahren das Zeitliche segnen wird. Das erklärt den CD-Titel, auch wenn Nick darauf hinweist, dass es sich bei diesem Werk nicht um ein Konzeptalbum handelt. Lassen wir das mal so stehen, auch wenn Titel wie No Tickets To The Funeral, Noonday Devil, Path Of The Whirlwind oder Departure Of The Pale Horse einen anderen Eindruck erwecken.

Wie auch immer, offensichtlich legen die 5 Metaller hier ihr härtestes (vielleicht auch aggressivstes) Werk vor. Schon der Einstieg mit Path Oft The Whirlwind macht klar, dass man sich im Lager der Softrocker keine Freunde machen wird. REDEMPTION knallen die Riffs aus der Hüfte, dass es eine wahre Freude ist. Dabei wird der interessante Weg zwischen gesunder Härte, dramaturgischen Sololäufen und angenehmer Melodik sehr gut gegangen. Der Einstieg macht schon Spaß und macht gespannt auf die nachfolgenden Songs. Und die lassen an Spannung, Abwechslung und Geschwindigkeit nichts zu wünschen übrig. Vergleiche zu ANNIHILATOR liegen bei den ersten Songs wesentlich näher als die früher als Referenz genannten DREAM THEATER oder SYMPHONY X. Das ist hier doch schon von einem ganz anderen Kaliber. Bis der Wunsch nach Regen mit Let It Rain startet, einer ruhigen Nummer, die gleichzeitig eine Zäsur im Album vorlegt, denn danach wird das Aggressionspotential aus den Songs genommen, trotzdem wird's nicht langweiliger. Ab dann nimmt das Album die Formen an, die man von REDEMPTION schon immer kannte.

Ist das alles noch Progmetal? Darüber kann man sicher stundenlang debattieren, für mich ist das ein astreines Metalalbum im Stil von - ich erwähnte es bereits - ANNIHILATOR geworden und kann mit einer gesunden Härte punkten. Frickelig wird es eher weniger, hat aber eine Menge an Soloausflügen, was für mich nicht zwingend progressiv sein muss. Auf alle Fälle ein weiterer Höhepunkt in diesem an musikalischen Höhepunkten reich bescherten Jahr.
"This Mortal Coil" wird es neben der normalen Veröffentlichung noch in einer limitierten Digipack-Version geben, in der es noch eine zweite CD mit sechs Coversongs von Elton John, STARSHIP, TOTO, JOURNEY, UFO und Tori Amos gibt. Eine interessante Mischung.

Redemption

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 10.08.2011

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