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| Not 4 Sale, Cabo Wabo Music, 2002 |
| Sammy Hagar |
Vocals, Guitar |
| Jesse Harms |
Keyboards, Vocals |
| Vic Johnson |
Guitar, Vocals |
| Mona |
Bass |
| David Lauser |
Drums, Vocals |
| Produziert von: Bob Despit & The Waboritas |
Länge: 42 Min 06 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Stand Up | 6. The Big Nail |
| 2. Halleluja | 7. Make It Alright |
| 3. Halfway To Memphis | 8. Not 4 Sale |
| 4. Things've Changed | 9. The Big Square Inch |
| 5. Whole Lotta Zep | 10. Karma Wheel |
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Trendhopserei ist nicht das Geschäft von Sammy Hagar. Ungefähr Soloalbum Nummer 15 seit 1976, dazu einige Kooperationen (u. a. "Through The Fire" mit Kenny Aaronson, Michael Shrieve und Neil Schon), die geldbringende Mitgliedschaft bei VAN HALEN und natürlich sein göttliches Frühwerk mit MONTROSE. Letztendlich macht der Red Rocker seit 30 Jahren immer das gleiche: Satten Hardrock!
Ganz im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen gelingt ihm das auch 2002 ohne Peinlichkeiten, ohne krampfhafte Kommerzbemühungen und trotzdem mit absolut radiotauglichem (nur die Sender fehlen bei uns...), ohrwurmkompatiblem, zeitlosem Rock.
Diese, dritte, Zusammenarbeit mit seinen WABORITAS beweist es einmal mehr. Hagar hat eine der besten Stimmen der Szene, er kann Songs zwischen Charts und Monsterrock schreiben, ist ein sehr guter Gitarrist und er kann in Würde ein klein wenig älter werden.
Die WABORITAS: Langzeitdrummer David Lauser (seit gut 20 Jahren mit Sammy unterwegs), Bassistin Mona (produziert wieder mächtigen Tieftondruck), Keyboarder Jesse Harms (taucht ebenfalls seit 2 Jahrzehnten immer wieder bei Sammy auf) und Gitarrist Vic Johnson. Zu Johnson gibt es eine kleine Geschichtsstunde: Er begann Anfang der 80er als Gitarrist der afro-amerikanischen Rock & Roll-, Rhythm & Blues-, Funkrock-Band THE BUS BOYS. Unbekannt? Nicht ganz! Wer den Film "48 Stunden" mit Nick Nolte und Eddie Murphy kennt, hat auch die BUS BOYS schon gehört. Mir hat der dort gespielte Song besser gefallen als der Film und ein Freund brachte mir damals die LP "Minimum Wage Rock & Roll" aus den Staaten mit. Die LP ist auch heute noch hörenswert!
"Not 4 Sale" sollte in den U.S.A. und in einschlägigen Kreisen in unseren Breiten durchaus ganz ordentlich verkäuflich sein. Größenordnungen wie seinerzeit mit VAN HALEN wird man natürlich nicht mehr erreichen und die Zeit der Footballstadien ist (Gott sei Dank) auch vorbei. Heute kann man ihn leichter in seinem CABO WABO Club in Mexico auf der Bühne antreffen. Es ist zwar alles etwas kleiner geworden, die Songs und die Produktion glücklicherweise nicht.
10 Songs zwischen krachend rockig und mächtig eingängig groovend. Things've Changed beispielsweise hätte auch als eine der halbakustischen Nummern auf "Street Machine" von 1979 gepasst (vergleichbar mit Plain Jane), Stand Up ist einer der typischen Hagar-Opener, heavy, bohrend, dem Bartl den Weg zum Most zeigend. Es gibt keine Komposition, die thumb ist. Immer wird ein kleines Schmankerl eingebaut, mal eine fette Hammond, mal ein klassisches Rock & Roll-Solo, mal ein ganz verzwicktes Break. Die Töne aus Harms' Keyboard auf Hallelujah könnten auch direkt der Orgel von Ray Manzarek entsprungen sein. Aber darüber rockt ein deftiger Powersong.
Wie bei allen Mainstreamrockern bestand auch bei Sammy in den 80ern die Gefahr, etwas zu glatt zu klingen. Das ist heute nicht mehr so. Selbst eine Ballade wie Halfway To Memphis kann man sich ohne Ausrutschgefahr anhören. Richtig schön. Auch Blues kann mächtig nach Hardrock klingen. Oder Hardrock nach Blues? "Southern cross, the Big Nail, southern man, gotta have some fun...".
Im Titelsong beteuert Sammy rockend, dass kein Geld der Welt ihn ändern würde. Sagt sich ja relativ leicht, wenn man genug hat. Bleibt die Frage, was passieren würde, wenn man ihm seine Kohle wegnähme? Ob sein UFO-Glaube dann immer noch da wäre? Wir wissen es nicht und solange er so feine Platten abliefert, wird ihm auch keiner an den Geldbeutel gehen.
Zum Schluss noch meine zwei persönlichen Lieblingssongs der CD. The Big Square Inch fetzt wie der Teufel, vom Tempo gesehen fast schon punkig, aber natürlich auf allerhöchstem Niveau. Ein Partyknüller analog beispielsweise I Can't Drive 55. Und am Schluss trommelt David Lauser eindeutig Bonhams Rock And Roll-Intro. Was ein eleganter Übergang zu Lieblingslied #2 ist. Eines der wenigen Cover, das Sammy macht. Er nennt es Whole Lotta Zep und es ist natürlich eine Hagarsche Behandlung des Themas Whole Lotta Love, Black Dog und Kashmir.
Klasse gemacht, das Original nicht verschandelt und trotzdem die eigene Note eingebracht. Super!
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