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Mustn't Grumble - The Steve Marriott Memorial Concert 2001

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Mustn't Grumble - The Steve Marriott Tribute Concert 2001
Mustn't Grumble - The Steve Marriott Tribute Concert 2001, Sanctuary Records, 2002 (aufgenommen am 20.04.2001, London, Astoria)
The House Band:
Bob Tench Guitar
Rick Wills Bass
Dave Colwell Guitar
Zak Starkey Drums
Rabbit Bundrick Keyboards
Billy Nichols, Tony Rivers, Antony Thompson Backing Vocals
The All Star Band:
Paul Weller Guitar, Keyboards
Noel Gallagher Guitar, Keyboards
Ian McLagan Keyboards
Kenney Jones Drums
Gem Archer Bass
Deborah Bonham Vocals
D2M feat. Mollie Marriott Vocals
Länge: 79 Min 17 Sek Medium: CD
1. STEVE ELLIS & THE MODS - Song Of A Baker12. HUMBLE PIE (Frampton, Ridley, Clempson, Shirley) - 4 Day Creep
2. STEVE ELLIS & THE MODS - Afterglow (Of Your Love)13. HUMBLE PIE - Natural Born Bugie
3. DENNIS GREAVES & THE HOUSEBAND - What'cha Gonna Do About It14. HUMBLE PIE - Shine On
4. DENNIS GREAVES & THE HOUSEBAND - Phone Call Away15. MIDGE URE - My Mind's Eye
5. SIMON 'HONEYBOY' HICKLING & THE HOUSEBAND - Big Train Stop At Memphis16. THE ALL STAR BAND - Become Like You (Lead Vocal Paul Weller)
6. DEBORAH BONHAM & THE HOUSEBAND - (If You Think You're) Groovy17. THE ALL STAR BAND - I'm Only Dreaming (Lead Vocal Paul Weller)
7. DEBORAH BONHAM & THE HOUSEBAND - Black Coffee18. THE ALL STAR BAND - Get Yourself Together (Lead Vocal Ian McLagan)
8. TONY RIVERS & THE HOUSEBAND - Itchycoo Park19. THE ALL STAR BAND - Here Comes The Nice (Lead Vocal Noel Gallagher)
9. STEVE ELLIS & THE HOUSEBAND - My Way Of Giving20. THE ALL STAR BAND - Tin Soldier (Lead Vocal Steve Ellis, Drums Jerry Shirley)
10. TOBY & MOLLIE MARRIOTT, MAX IRELAND & THE HOUSEBAND - 30 Days In A Hole21. THE ALL STAR BAND - All Or Nothing (Lead Vocal Ian McLagan & Paul Weller)
11. JOHN'S CHILDREN - Lazy Sunday

Exakt ein Jahr dauerte die Produktion dieser CD, vom unvergesslichen Gedächtniskonzert zu Ehren des zehn Jahre zuvor tragischerweise bei einem Brand ums Leben gekommenen Shouters, bis zur Veröffentlichung im April 2002.
Viele Leute mischten da mit, und es dauerte eben, bis alle Beteiligten - von Marriotts geschäftstüchtiger Witwe Toni über Co-Initiator und Fanzine-Macher John Hellier bis hin zu den MusikerInnen - sich auf die Auswahl der Stücke geeinigt hatten.
Wer im "Astoria" dabei war, wird den einen oder anderen Tribute-Beitrag zwar vermissen, doch insgesamt dürfte diese Live-Compilation gelungen sein. Es gibt hinsichtlich der einzelnen Songs keine Überschneidungen; das komplette Repertoire, von den SMALL FACES über HUMBLE PIE bis zu Marriotts wechselhafter Solokarriere ist repräsentativ vertreten. Schade nur, dass einige wichtige WegbegleiterInnen nicht mitmachten (wie z. B. Jim Leverton) bzw. verhindert waren (z.B. P.P. Arnold). Gleichwohl kann sich die Schar der sich vor Steves Lebenswerk verbeugenden KünstlerInnen und Bands sehen lassen.

Ex-LOVE AFFAIR-Sänger Steve Ellis eröffnete den Reigen, gefolgt von NINE BELOW ZERO-Frontmann Dennis Greaves und der grandiosen Deborah Bonham, ihres Zeichens Tochter des ZEP-Drummers John Bonham.
Als Backing Band fungierte im ersten Teil des Konzertes die sog. HOUSE BAND, die sich aus den beiden aktuellen HUMBLE PIE-Gitarristen Tench und Colwell, dem Ex-SMALL FACES Mark II- und FOREIGNER-Bassisten Rick Wills, WHO-Keyboarder Rabbit und Sessiondrummer Zak Starkey zusammensetzte. Die Truppe machte einen guten Job, begleitete auch die Marriott-Kids Toby (in den USA als Rockgitarrist aktiv) und Mollie (singt in der Girlieband D2M) und den Ex-DT Simon "Honeyboy" Hickling, der als Sänger und Blues Harper eine tolle Version von Big Train Stop At Memphis hinlegte.
Nicht so doll ist hingegen Tony Rivers' Fassung von Itchycoo Park.
Auch JOHN'S CHILDRENs Versuch mit Lazy Sunday als Postpunk-Nummer wirkt recht aufgesetzt. Dafür entschädigte HUMBLE PIE in einer Besetzung, die bis dato noch nie zusammengespielt hatte: mit Frampton und Clempson an den Gitarren. Was die PIE-Fans begeisterte, schien hingegen die Mod-Fraktion im Publikum zu langweilen. Doch die sollte später auf ihre Kosten kommen.
Überraschend einhellig gefeiert wurde Ex-ULTRAVOX-mastermind Midge Ure. Er interpretierte My Mind's Eye ganz spartanisch, nur zur akustischen Gitarre; sein Gesang ließ einen angesichts seines unverkennbar schottischen Akzentes schmunzeln.
Dann schließlich das von vielen langersehnte Finale: Allein wegen Paul Weller und Noel Gallagher nebst Gem Archer von OASIS schienen die meisten gekommen zu sein. Sie durften denn auch mit ihren Idolen Ian McLagan und Kenney Jones als ALL STAR BAND den längsten Set spielen. Und in der Tat hatte sich vor allem Weller bemüht, die Marriott/Lane-Songs nicht einfach nachzuspielen, sondern nach seinem Gusto umzuarrangieren. Spätestens bei All Or Nothing schien das "Astoria" abzuheben.

Alles in allem ist "Mustn't Grumble" ein würdiges Tribute-Album geworden. Steve Marriott hätte seinen Spaß gehabt. Nun darf man gespannt sein auf Video und DVD, die im nächsten Jahr das Konzert komplett dokumentieren sollen.

Roland Schmitt, (Artikelliste), 22.04.2002

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