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| Love Like A Mule, Shadowdog Records, 2006 |
| Stoll Vaughan |
Vocals, Acoustic Guitars |
| Carl Broemel |
Electric Guitars, Lap Steel |
| Jake Smith |
Bass |
| Devon Ashley, Dane Clark |
Drums |
| Bo Koster, Mo Z |
Wurlitzer Piano, Hammond B-3 |
| Andy York |
Guitars |
| Produziert von: Mike Wanchic |
Länge: 40 Min 54 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Alright | 7. Fade Away |
| 2. No Stopping | 8. Lonesome |
| 3. Savior | 9. Seen Moments |
| 4. Man That Cares | 10. Love Like A Mule |
| 5. Complain | 11. Head Above The Wheel |
| | 6. Between You And I |
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Nicht immer, aber immer wieder mal gelingt es dem erfahrenen Betrachter von Album-Liner-Notes, anhand der ausgewiesenen Eckdaten ein Album schon vor dem ersten Hören in eine bestimmte Kategorie einzuordnen und auch schon eine mehr als vage Vorstellung der Musik zu antizipieren. Bei Stoll Vaughan aus Kentucky, dessen Name mir zuvor nun überhaupt nichts sagte, und seinem zweitem Album "Love Like A Mule" liessen zumindest die beteiligten Musiker und der Produzent darauf hoffen, es mit einem ausgereiften, gut abgehangenen Stück 'Heartland-Rock' zu tun zu haben. Glücklicherweise lag ich damit gar nicht so falsch.
Aufgenommen wurde "Love Like A Mule" in den Echo Park Studios zu Bloomington/Indianapolis, von niemand geringerem als dem alten John Mellencamp-Kumpel und Mitstreiter Mike Wanchic, der sein Produzentengeschick schon Leuten wie James McMurtry, John Mellencamp, Sue Medley, COWBOY MOUTH, WHY STORE und auch unseren fast vergessenen deutschen Nordlichtern von der NATIONALGALERIE zur Verfügung stellte. Den Album-Mix besorgte Paul Mahern, der oft und gerne mit Wanchic gemeinsame Sache macht, sich seine Reputation aber auch durch Arbeiten mit Lisa Germano und Jeff Black verdiente. Kommen dann noch gestandene und angesagte Szene-Größen wie Carl Broemel und Bo Koster von MY MORNING JACKET und als gelegentlicher Gitarrist Andy York (Mellencamp-Band) hinzu, erwartet man einfach kein schnödes 08/15-Album. Zumal Vaughan auch schon als Support-Act von John Fogerty und Mellencamp geordert wurde.
Stoll Vaughan, erfreulicherweise mit einer leicht raspeligen und ausdrucksstarken Stimme gesegnet, irgendwo im Spannungsfeld zwischen McMurtry, Bruce Springsteen, Bill Malonee und Jakob Dylan, überzeugt durch feine akustische Fingerpickings und vor allen Dingen mit reifen und stimmigen Songs, die erwartungsgemäß als Quersumme aller zuvor erwähnten Musikanten daherkommen. "Love Like A Mule" erinnert dann mitunter an Mellencamps Sturm- und Drangphase, an McMurtrys lakonische Lässigkeit, an Springsteens fabulierende Ideen und an Jakob Dylans verblassende Roots-Pop-Glanzleistungen aus den Tagen der "Bringing Down The Horse"-Platinära.
Das Album sorgt zum einen für reichlich Abwechslung, weil es gekonnt Stimmungen, Dynamik und Tempo variiert und schmeichelt den Ohren durch einen fabelhaft erdigen, unverfälschten, direkten Sound, der insbesondere bei den E-Gitarren und bei den Drums für glückselige Momente sorgt. Die sicherlich vorhandenen, allerdings wenigen, schwächeren Momente können den gelungenen Gesamteindruck dieser handfesten Produktion kaum trüben. Stoll Vaughan besitzt unbestritten genügend Talent, um in Zukunft einen festen Platz im Roots-Rock-Zirkus zu behaupten. Wer solche Songs wie Savior zum Besten gibt, genießt meine volle Sympathie.
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