|
|
| Stuff, Avena Music, 2006 (2005) |
| Steven Gaertner |
Vocals, Guitar |
| Frank Stephan |
Guitar, Backing Vocals |
| Martin Mueller |
Bass, Backing Vocals |
| Roger Dietrich |
Drums |
| Gast: |
|
| Markus Hamp |
Guitar & Piano |
| Produziert von: U. Richter & T-Rocks |
Länge: 49 Min 15 Sek |
Medium: CD |
|
 |  |
| 1. Rocksong | 9. Not Reality |
| 2. Otherside | 10. That's Life |
| 3. Away From Here | 11. Dear Snow |
| 4. Nick's Song | 12. Lucky Guy |
| 5. Loser | 13. Chicks |
| 6. Breakin' Down | 14. You Are The One |
| 7. Please Believe Me | Bonus Tracks: |
| 8. Far Away | Breakin' Down (Video) & Studio Outtakes |
 |
Dem Schreibknecht kann man es nun gar nicht passend machen. Bei den Labelkollegen CHAX meckert er über die Kürze, und bei den Sachsen T-ROCKS ist's fast zu lang. Wat nu?
Fangen wir mal so an: Die heutigen T-ROCKS haben sich über einen Zeitraum von 13, 14 Jahren in zig verschiedenen Besetzungen gefunden. Aus der Anfangsphase ist nur noch Sänger und Songschreiber Steven Gärtner dabei, sie haben mit "Stuff" ihr fünftes Album am Start und offensichtlich nicht nur viele Musiker verschlissen, sondern eben auch den einen und anderen Stilwechsel vollzogen. Ganz am Anfang war es Country...
So, und genau da liegt der Hund (im Erzgebirge) begraben. Irgendwie versuchen T-Rocks es allen - na gut, außer den Countryfans - irgendwie recht zu machen. "Stuff" ist nicht ein Stoff, sondern drei, vier verschiedene. Es fehlt die Konsequenz, oder vielleicht ist es auch der Mut, ein paar Nörglern so richtig vor den Latz zu hauen. Oder ich täusche mich elendiglich und die Band steht tatsächlich hinter dem Hin und Her zwischen fetter Gitarrenmusik und zeitweise arg Radio-verdächtigem Schubidu. Ich meine, nichts gegen Balladen, aber wenn selbst Mama aus der Küche kommt und nach dem Titel der neuen CD von Matze Reim fragt...
Nein, so schlimm ist es nicht. Höchstens ein, zwei Nummern glitschen einem aus den Fingern (ausdrücklich nicht Nick's Song, der offensichtlich für einen Zwerg des Sängers geschrieben wurde), die meisten der verhalteneren Songs sind richtig fein gemachter Melodie-Stoff (sic) für die BEATLES-Erbengeneration. Aber T-ROCKS können anders. Ganz anders.
Da kommen leicht tiefergestimmte Granaten wie Rocksong daher, da werden dunkle Soundwolken zu ausgewachsenen Gewittern mit Gitarren- und Rhythmushagel, da überraschen höchst kluge Arrangements. Und vor allem: Die Band überzeugt als handwerklich astreines Kollektiv, weit jenseits britischer Stümperkapellen der Neuzeit. Gut produziert ist die Scheibe außerdem.
Den letzten Pluspunkt ergattert der Vierer mit seinen allzeit ohrwurmtauglichen Harmonien, die auch den vermeintlich schrägen Nummern noch eine positive Stimmung verpassen. Ums besonders blöd auszudrücken: Sonniger Stoner-Pop der auch mal richtig fetzig nach vorne gehen kann.
Ob T-ROCKS am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind, oder ob sich da noch immer etwas tut - die Songs stammen aus den Jahren 2002 bis 2004 und die Aufnahme des Albums liegt auch schon etwas zurück - wissen wir nicht. "Stuff" ist auf jeden Fall ein überwiegend gut gelungenes Werk alternativer Rockmusik von und für Erwachsene.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|