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| Big Face, Ozéta Productions, 2011 |
| Stephane Desbiens |
Lead Vocals, Keyboards, Guitars |
| Mathieu Gosselin |
Bass,Chapman Stick, Double Bass |
| Jean Gosselin |
Drums |
| Sandra Poulin, William Foy |
Violins |
| Myriam Boutin |
Cello |
| Francis Foy, Claire Vezina, Sabelle Renaud |
Backing Vocals |
| Gäste: |
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| Tony Levin |
Bass on They |
| Bartek Kossowicz |
Lead Vocal on Big face |
| Claire Vézina |
Lead Vocal on Poussiére De Lumière |
| Lalle Larson |
Keyboard Solo Poussiére De Lumière |
| Jack Lavoie |
Lead Vocal on Macondo |
| Giovany Artega |
Saxophone on Conspiracy And They |
| Produziert von: Francis Foy and Stéphane Desbiens |
Länge: 51 Min 01 Sek |
Medium: CD |
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| 1. They | 6. Don't Tell The Kids |
| 2. So Low | 7. Macondo |
| 3. Anger I & II | 8. Copiracy |
| 4. Big Face | 9. Poussiére De Lumière |
| 5. Anger III |
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Das D Projekt, die Band des Kanadiers Stéphane Desbiens, meldet sich mit einem sehr gelungenen Werk zurück - gelungen deshalb, weil es eminent musikalisch ist, wunderbare Classic Rock Lead Guitar Solos in sehr stimmungsvollen Songs enthält, und außerdem ein wunderbares Cover sein Eigen nennt. Die Lyrics allerdings verbreiten eine pessimistische Weltuntergangsstimmung; angesichts der aktuellen Lage vielleicht noch nicht einmal zu Unrecht.
Die Songs, die sich mal an COLOSSEUM anlehnen (They - nicht zuletzt wegen des Saxophon Solos), mal an KANSAS (Anger III mit seinen raffinierten rhythmischen Verschiebungen und Kerry Livgren-mäßigen rockigen Gitarrenspiel; könnte von "Point Of Know Return" genommen sein), mal an PINK FLOYD (Big Face mit seinen Snyth-Schwaden) und auch mal an die gute, alte MMEB (Conspiracy), sind sehr melodisch, ohne die Tatsache, dass es letztlich die instrumentalen Leistungen sind, die den Hörer vom Hocker reißen wenn er Rockmusik hört, aus den Augen und Ohren zu lassen.
Ein jazziges Solo, wie es Stéphane auf They spielt, gefällt sehr; das rockige auf Anger I&II geht ohne weiteres in die Annalen der Rockgitarre ein, und zwar unter: "So baut man ein Solo spannungsreich und interessant auf!" (erinnert an die Solos bei den frühen IF Platten); und damit nicht genug - das bei der Mini Oper Big Face - übrigens ein gutes Beispiel auch dafür, wie man lange Stücke abwechslungsreich gestaltet und den Hörer bei der Stange hält - kann man auch in diese Kategorie rechnen. Zusammen mit dem Keyboards-Violinen Interludium kann man diesen Track zu den Highlights der CD zählen.
Macondo beginnt mit einem schon fast Modern Rock-mäßig anmutenden Riffbau, um völlig unerwartet in einen wunderbaren Refrain zu münden, der jedem Southern Rock Track Ehre machen würde; die Radiostimme erinnert an MEAT LOAFS Paradise By The Dashboard Light. Und dann endet das ganze nach einem sehr schönen (muss man das jetzt noch erwähnen?) Gitarrensolo mit einer souligen female Solo Vocal Performance, die dann wieder roh von der Gitarre unterbrochen wird - Soul Prog. Und wirklich anhörenswert.
Conspiracy beginnt mit einem Spanish Guitar Intro, um sich dann zu einem irischen folkrockig Track zu mausern, zwischendrin ein fettes Sax Solo á la Mel "All Horns" Collins, - und obwohl die MMEB eher selten irisch anmutende Songs im Programm hatte, erinnert das hier doch an die Art und Weise, wie El Manfredo's Mannen so eine Track aufgebaut hätten - besonders das jazzige Mittelteil.
Noch ein Stil gefällig? Poussiére De Lumière beginnt als Chanson ?
Ich geb's ja zu - das ist ein bisschen viel Stilmischmasch. Aber eben auch verdammt kompetent gespielt, zu jeder Zeit melodisch UND spannend, voller wirklich gute Gitarren- und Keyboard Darbietungen - man kann wirklich nicht mehr wollen!
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