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CD-Review:
The Goshorn BrothersShades Of Blue 1 & 2 |
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Bluesfreunde aufgepaßt! Es gibt noch Sampler bzw. Zusammenstellungen die große musikalische Freude bereiten. So geschehen mit den CDs "Shades Of Blue 1" und "2" der GOSHORN BROTHERS. So startet "Shades Of Blue 1" aus dem Jahre 1998 mit dem Bluesklassiker Pack It Up. Drei Gitarristen packen im wahrsten Sinne des Wortes mit an. So entsteht eine ungemein druckvolle Nummer. Charlie Fletcher's geile Stimme setzt sich mit letzter Kraft gegen die Gitarren-Armada durch. Insgesamt 16 Nummern enthält "Shades Of Blue 1". Und es werden nicht nur die bekannten Blues-Klassiker neu aufgelegt. Auch unbekanntere Schätzchen erfreuen sich neuer Bearbeitung.
So klingt All Your Love von Otis Rush um Längen frischer als das wirklich nicht schlechte Original. All Your Love wird bestimmt von quirligen Jazz-Gitarren, fettem Piano und einer satten Hornsection, die auch auf Let Me Go Home Whiskey und Next Time You See Me ihr Unwesen treibt. Zwischendurch erklingt Double Bogey Man mit Larry Goshorn am Mikrofon
und Gitarre. Ein geiler Delta-Cajun Blues. Und der Song stammt aus der Feder von Larry.
Der Bogey Man klingt gegenüber den Klassikern absolut ebenbürtig. Willy Dixon's Backdoor Man spielen die Jungs in dem vom Meister gewollten Dirty-Blues-Sound. Larry's sprödes Gitarrenspiel fesselt vom Anfang bis zum Ende. Noah Hunt schreit sich währenddessen sehr effektvoll die Seele aus dem Leib. Wild About My Lovin' ist das zweite Traditional auf diesem Album.
Durch das frisch und frei groovende Arrangement könnte der Song auch ein PURE PRAIRIE Klassiker sein. "Shades Of Blue 2" aus dem Jahr 1999 beginnt mit dem lecker dargebotenen Mahal-Song She Caught Me Katy. Rick Marksberry und Larry Goshorn liefern sich ein gediegenes Gesangsduell. Fein perlende Gitarrenläufe und ein gut aufgelegter Phil Ledonne an den Drums komplettieren den gelungenen Gesamteindruck. CHICAGO ohne Bläser lassen grüßen bei Second Hand Love. Kein Wunder. Der Song stammt u.a. aus der Feder von Bill Champlin und Steve Miller's Drummer Gary Mallaber und wird als fantastischer Soulrocker dargeboten. Erstaunlich welche Stilvielfalt auf "Shades Of Blue 2" vertreten ist. Nach dem Funk
folgt ein wunderbar rhythmischer Cajun Boogie mit dem Gambling Man in der Version von den GRAVELBLANKERS. Diese Band sollte man sich merken. Ein Höhepunkt ist auch Freddy King's Tore Down. Das ist Rhythm and Blues im Big Band Sound. Chris Arduser spielt ein phantastisches Schlagzeug und Rick Powell bietet Beeindruckendes an den Vocals. Das gleiche Spielchen soll später bei dem vorzüglichen Big And Bold noch einmal folgen. No Good Rider wird von BIG IN IOWA gecovert. Würde ich nicht die Credits Schwarz auf Weiß vor Augen haben, auf BIG IN IOWA wäre ich nie im Leben gekommen, zumal Sänger Bob Burns verdächtig nach Delbert McClinton klingt. Eine tolle Nummer. "Shades Of Blue 1" und "2" sind zwei ausgesprochen gute Blues Compilations. Doch neben dem Blues gibt es auch jede Menge Funk, Soul, Boogie und eine gute Prise Rock zu bestaunen. Klang und Produktion sind sehr gut. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 17.05.2003
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