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| Soul, Koch Records, 2003 |
| Doug Phelps |
Vocals, Rhythm Guitar, Tambourine, Guerro, Cabasa |
| Richard Young |
Rhythm Guitar, Acoustic Guitar, Vocals |
| Anthony Kenney |
Bass, Harmony Vocals, Tambourine, Harmonica |
| Fred Young |
Drums, Congas, Tambourine |
| Greg Martin |
Lead Guitar, Rhythm Guitar, Acoustic Guitar |
| Gäste: |
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| Johnnie Johnson |
Piano (Have You Ever Loved A Woman) |
| Reese Wynans |
Hammond Organ, Electric Piano |
| Jimmy Hall |
Harp, Saxophone |
| Jim Horn |
Saxophones, Horn Arrangements |
| Chris Dunn |
Trombone |
| Steve Patrick |
Trumpet |
| Bobbie Bartlett |
Vocals (Everyday People) |
| Carl Perkins |
Bandleader (Last Night I Met Carl Perkins) |
| Produziert von: The Kentucky HeadHunters |
Länge: 48 Min 37 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Everyday People | 7. Last Night I Met Carl Perkins |
| 2. That's Alright | 8. I Still Wanna Be Your Man |
| 3. You Got It | 9. Lookin' For Mr. Perfect |
| 4. Lonely Nights | 10. Have You Ever Loved A Woman |
| 5. We All Need It | 11. What You See, Is What You Get (Give Me Some Skin - Kentucky Jam) |
| 6. My Sunny Days | |
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Ups, da muss ich die ollen HEADHUNTERS schwer um Verzeihung bitten. Hab die CD im Laden gehört, nach 5 Minuten zappen gelangweilt aufgegeben und auch beim dritten, vierten und fünften Hördurchgang zuhause - mit dem dann doch irgendwann und irgendwie eingetroffenen Original - hat sich daran nix geändert. Hört man im Alter schlechter? Oder lässt man sich einfach nur noch von ganz offensichtlich und brüllend dahergebrachten "Sensationen" beeindrucken? Sind wir Schreibfuzzis wirklich schon so abgestumpft? Auf jeden Fall hab ich es wieder und wieder versucht, schließlich können die KENTUCKY HEADHUNTERS doch eigentlich gar nicht wirklich schlecht sein. Dachte ich mir. Und siehe da, kaum eine Woche später hab ich es auch kapiert.
Diese Band gibt es in Form der Brüder Fred & Richard Young, Greg Martin und Anthony Kenney unter wechselnden Namen, und beginnend als Kinderband, seit 1968 (!). Nur gut zwanzig (!!) Jahre später hatten sie mit "Pickin' On Nashville" ihr Plattendebut. Und damit begann irgendwie das Verhängnis. War es Country, Rock, Southern (Rock), Rock & Roll oder was war es? Heute weiß ich es. Es ist ALLES! Good old (fashioned) contemporary American music eben.
Klar, mir persönlich gefielen sie immer am besten, wenn es straight gradeaus ging, southern Rock & Roll mit vielen Gitarren und ohne störende Fremdeinflüsse. Deswegen liebte ich den Vorgänger "Songs From The Grass String Ranch" von vor drei Jahren auch so heftig. Rumsbums und fertig. Aber die Herren können viel mehr!
"Soul" ist die sechste reguläre Veröffentlichung im knappen letzten Vierteljahrhundert und das Ding wächst und wächst und wächst.
Sonderlich arbeitsam sind die Landeier nicht und auch auf "Soul" fehlt es ihnen zunächst - wie auf allen vorherigen Alben - ein klein wenig am individuellen Wiedererkennungswert. An was liegt das? Am Sänger? Der hat nunmal diesen Country-Twang in der Stimme (der zwischenzeitliche Shouter Mark S. Orr gefiel mir persönlich besser). Am Hang der Songschreiber zum Leichtgängigen? Das führt oft zum "Rechts rein - links raus - Syndrom". Keine Ahnung, aber auch egal, denn auf "Soul" ist so viel Seele, dass es den einen oder anderen Ausrutscher locker vergessen lässt.
Man findet auf dieser Platte Rhythm & Blues, Shuffle, Soul, Rock & Roll, Southern Rock, Rockabilly (Last Night I Met Carl Perkins - nun ja, ich muss das nicht haben) - und schlussendlich einen wunderbaren Groove-Jam (What You See Is What You Get) und das ergibt in Summe so etwas wie eine neue Definition von Southern Rock. Haben wir auf der einen Seite nämlich die These, dass gewisse europäische Bands durchaus Southern Rock machen, ohne dass sie danach klingen bzw. diesen "ihren" Southern Rock perfekt auf zeitgerechte und dennoch klassische Rock-Bedürfnisse zuschneidern können, dann sind die KENTUCKY HEADHUNTERS die perfekte Antithese, beweisen sie doch, dass man als ur-amerikanische Band ohne Probleme den Spagat zwischen den oben genannten - durchweg altmodischen - Styles machen kann, aber dennoch frisch und "modern" klingen kann, auch wenn man aus Metcalfe County in Kentucky kommt und bei Eddie Hinton (I Still Wanna Be Your Man - cool) und Bluesern aus der Frühsteinzeit (Have You Ever Loved A Woman) klaut und sich hochkarätiger Gäste bedient.
Erfrischendst!
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