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| Sharks, Steamhammer/SPV, 2002 |
| Phil Mogg |
Vocals |
| Michael Schenker |
Guitar |
| Pete Way |
Bass |
| Aynsley Dunbar |
Drums |
| Gäste: |
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| Kevin Carlson |
Keyboards |
| Jesse Bradman & Luis Maldonado |
Background Vocals |
| Mike Varney |
Guitar (Fighting Man) |
| Produziert von: Mike Varney & Steve Fontano |
Länge: 49 Min 33 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Outlaw Man [Mogg/Way] | 7. Sea Of Faith [Schenker/Mogg/Fontano] |
| 2. Quicksilver Rider [Schenker/Mogg] | 8. Fighting Man [Mogg/Way] |
| 3. Serenity (Do What!) [Schenker/Mogg] | 9. Perfect View [Schenker/Mogg/Fontano] |
| 4. Deadman Walking [Schenker/Mogg] | 10. Crossing Over [Schenker/Mogg] |
| 5. Shadow Dancer [Schenker/Mogg/Fontano] | 11. Hawaii [Schenker] |
| 6. Someone's Gonna Have To Pay [Mogg/Way] | |
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Phil Mogg weiß es, Pete Way auch (und trinkt kräftig einen drauf), die Fans wissen es und selbst Michael Schenker scheint es zu ahnen (obwohl er im Booklet lieber seinem "Creator" als seinem Sänger dankt): Nur als UFO sind sie wirklich gut.
Natürlich war die eine oder andere MSG-Platte auch nicht ganz übel. Natürlich waren die Mogg/Way-CDs ebenfalls ordentlich und Way's WAYSTED waren eine nette Band. Natürlich gibt es genügend Gitarristen, die eine UFO-Scheibe mit guten Soli füllen können.
Aber nur in der klassischen Besetzung Mogg/Schenker/Way wird ein Schuh draus. Nur so entstehen Songs, die einem die Schauer über den Rücken treiben. Nur so entsteht die Magie eines klassischen UFO-Hard Rock-Albums.
Und so sind sie verdammt, bis in alle Ewigkeit zusammen auf die Bühne und ins Studio zu gehen. Sie werden sich noch im hohen Alter gegenseitig auf die Lippe hauen, sich die Gitarren und Mikros vor die Füße werfen, die Bühne unter Protest verlassen, sich schwören, nie mehr zusammen aufzutreten und 6 Monate später doch wieder gemeinsam Songs schreiben.
Nie haben UFO eine schlechte Platte abgeliefert. Das geht auch gar nicht, denn wo immer Phil Mogg seine Stimme erhebt, klingt es angenehm, wo immer Schenker ein Solo ablässt, ist Zauber in der Luft.
Die Unkenrufe, dass UFO nicht mehr in der Lage sind, eine Götterscheibe wie beispielsweise "Lights Out" zu produzieren sind Makulatur. Seit dem sind 25 Jahre vergangen und neben den unsterblichen Klassikern findet der kritische Hörer heute auch auf diesen Alben Lückenfüller. So war das bei UFO immer und neben den persönlichen Problemen der Musiker ist das einer der Gründe warum UFO nie ganz nach oben in den Olymp kamen.
1995 begann das "Comeback" der Band mit "Walk On Water" (um das es einige Veröffentlichungswirren gab - erst nur Japan, dann auch Europa, dann mit abweichender Tracklist etc.), vor zwei Jahren folgte "Covenant" und nun eben "Sharks".
Eindeutig ist "Sharks" die stärkste der neuen Platten.
Slide Guitar, Donner-Drums, "I am a rocker, I am a rocker, I am a rolling stone". In diesem Moment hat man verloren und ist der Anziehungskraft des UFOs erlegen. Natürlich zitiert sich die Band in diesem Stück selbst. Klassischer Hard Rock ist nun mal bereits erfunden. Unter anderem eben von UFO. Outlaw Man wird sicher einer der künftigen Live-Klassiker werden.
Dann kommen in Quicksilver Rider die berühmten Schenker-Läufe. Allmächtiger, was dieser Mann kann, spottet jeder Beschreibung. 47 ist er jetzt, sieht dieses Jahr aus wie Rübezahl, und man kann über ihn denken was man will. Wenn er seine Flying-V in die Hand nimmt, ist alles vergessen.
Die Lückenfüller der CD sind schnell aufgezählt. Serenity (Do What!), Deadman Walking, Sea Of Faith (trotzdem eine tricky Nummer) und Crossing Over (weil etwas langweilig).
Trotzdem stehen diese 4 Songs meilenweit über dem Einheitsbrei anderer Hardrocker. Das liegt an der unverwechselbaren Stimme Moggs, Schenkers Licks und Riffs und an der Gabe der Herren, eigentlich immer eine schöne Melodie einzubauen.
Dagegen stehen Songs wie die erwähnten beiden Opener, Shadow Dancer mit einem süchtig machenden Chorus und schönen Keyboards, das genial böse und abgründig rockende Someone's Gonna Have To Pay (Schenkers Gitarren-Mittelteil erinnert leicht an The Zoo von den Scorpions), das abwechslungsreiche Perfect View und natürlich mein absoluter Favorit Fighting Man. Alles Gute, das UFO seit Urzeiten prägt, ist hier vereint.
Ich lüge nicht, bei Fighting Man bekomme ich auch noch beim 25ten Durchlauf eine Gänsehaut.
34 Jahre gibt es UFO jetzt. Von mir aus können sie noch weitere 150 durch das Weltall geistern. Aber sie dürfen nie vergessen, wer auf der Kommandobrücke stehen muss.
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