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| Pretty Shitty Day, Eigenvertrieb, 2004 |
| Harry Henikl |
Vocals, Rhythm Guitar |
| Armin Loferer |
Lead Guitar |
| George Rendl |
Bass |
| Hannes Jennewein |
Drums |
| Produziert von: Useless |
Länge: 49 Min 20 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Little Horny Green Frog | 9. Dirty Town |
| 2. Desire | 10. Feeling Free |
| 3. Shit Smelling Like Flowers | 11. Trash Cop |
| 4. A Penny For My Thoughts | 12. No. 18 |
| 5. Your Time | 13. Metropole |
| 6. Supermanmindroad | 14. Reasons |
| 7. Forboundings | 15. Pretty Shitty Day |
| 8. Le Funk | |
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Tiroler, oder? Diese CD hätten sicher zwei andere Kollegen auch gern besprochen. Aber nix gibt's! Erstens bin ich als Bayer der direkte Nachbar, zweitens haben die Jungs schon alleine wegen dem herrlichen CD-Titel "Pretty Shitty Day" gewonnen und drittens hat man nicht alle 14 Tage so einen Spaß mit einer selbstproduzierten Debutscheibe, die zu allem Überfluss auch noch aus NuRock-, Funk- und RotzRock'n'Roll-Kreuzüber besteht.
Im Info steht was von "teilweise etwas schräg" und das kann man so stehen lassen. Mal schrabbelt die Gitarre wild durch die Gegend, mal tönt der Gesang etwas grenzwertig (Desire), aber in Komplett klingt das stimmig, fetzig und in vielen Teilen spannend. Da hauen sie was Ska, was Reggae oder bisserl Hardrock in den Topf und dreimal umgerührt kommt ein astreines Tiroler Gröstl dabei heraus. Kross und knackig und trotzdem saftig.
Ganz grundsätzlich kann man USELESS allen Fans der alten RED HOT CHILI PEPPERS empfehlen, die über die Jahre nicht den Spaß an Neuentdeckungen verloren haben. Oder vielleicht allen Fans der HELLACOPTERS, denen der dauernde Vollgaskrach aus Schweden auf Dauer langweilig wird. Natürlich machen USELESS auch Vollgaskrach, aber eben anderen. Natürlich ist diese CD nicht für viel Geld von einem Starproduzenten glattpoliert, sondern im Übungsraum mehr oder weniger live eingespielt worden. Natürlich muss man dafür ein paar soundtechnische Abstriche machen. Aber es dröhnt trotzdem vollfett und vor allem hat niemand den Jungs eine Leine umgelegt. Die machen ganz offensichtlich weitestgehend genau das was ihnen selber gute Laune macht.
Dem aufmerksamen Leser mag es vielleicht seltsam vorkommen, dass ausgerechnet der Hüter des Traditionsrock a la AC/STATUS/DC eine solche Platte mag, aber getreu dem alten Leitspruch "wenn's ned rockt isses für'n Arsch" haben die vier Burschen richtig zugelangt und ein sauberes Brett abgeliefert. No Ballads! Ganze 15 Songs haben sie draufgepackt und darunter sind höchstens 2, 3 überflüssige. Extrapunkte gibt es für Le Funk, ein Dancefloor-Funk mit extremem Hüftschwung, für Little Horny Green Frog - wer Nummern über kleine geile grüne Frösche schreibt hat mindestens ein Jahresabo Playboy verdient - und für den Brachialrocker Dirty Town.
Dazu ist da noch ein Händchen für Ohrwürmer jenseits vom üblichen Pop-Mainstream vorhanden (No. 18), eines für Riffrocker (Reasons) und außer den angesprochenen gewollt schrägen Tönen beherrscht die Band ihr Handwerk.
Das hat was, das kann was und so manches Indie-Festival wäre mit USELESS mächtig aufgewertet.
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