| Misdemeanours, Escape Music, 2006 |
| Rick Chase | Vocals |
| AJ Mills | Guitars |
| Vince O'Reagan | Guitars |
| Andy Mills | Bass |
| James Wright | Drums |
| Produziert von: Vince O'Regan |
Länge: 62 Min 47 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Get ready | 8. Yesterday's news |
| 2. Masquerade | 9. Nothing changes |
| 3. No reason | 10. Lost on the inside |
| 4. Gabrielle | 11. Why |
| 5. By your side | 12. Rocking in the free world |
| 6. Out of love | 13. Promises |
| 7. Who's foolin who | |
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Das Vereinigte Königreich bot seit jeher guten Nährboden für Melodic Rock Bands. In der jüngeren Vergangenheit erweist
sich vor allem das Umfeld von Bob Catley als
fruchtbarer Acker für Musiker, die sich in seiner Band erste Sporen verdienen, um dann mit ihren eigenen Projekten so
richtig durchzustarten.
Paul Hodson zum Beispiel, avancierte mit Fug und Recht in den letzten Jahren zu dem Shootingstar der Melodic
Rock-Szene. Wo Paul Hodson ist, da ist auch Vince O'Regan nicht weit. Die beiden lernten sich bei Bob Catley kennen
und sorgten 2004 mit dem HODSON-Debüt für ein
echtes Highlight.
Vince O'Regan hat mittlerweile Paul Hodson als Bob Catleys Hauptsongwriter abgelöst und startet nun mit seiner eigenen
Band ALIBI unter Mitwirkung von Sänger Rick Chase, ehemals MAMA'S BOYS durch.
Stellt sich die Frage, was Paul Hodson und Vince O'Reagan - und damit HODSON und ALIBI - unterscheidet. Bei Vince
O'Reagan bleibt der bekannte und durchaus beliebte 'Hodson-Bombast' komplett außen vor. ALIBI geben sich statt dessen
urwüchsiger und bodenständiger, aber geradezu zwangsläufig auch etwas unspektaklulärer.
"Misdemeanours" klingt ganz gewaltig nach den späten Achtzigern. Dabei erinnern ALIBI an ihre Landsleute SHY
hinsichtlich der Frische und Unbekümmertheit mit der zu Werke gegangen wird, ohne jedoch permanent in deren Härtegrade
vorzustoßen. In dieser Hinsicht bewegt man sich dann doch eher auf dem Level von
HOUSE OF LORDS, oder wenn man mit dem
Namedropping nicht gleich ganz so in die Vollen gehen möchte, dann landet man bei STRANGEWAYS, TREAT oder AFTER
HOURS.
ALIBI rocken kernig, aber niemals metallisch und das Songwriting ist vor allem von griffigen Melodien und eingängigen
Hooklines geprägt. Lediglich die fast schon rohe Coverversion von
Neil Youngs Rockin' in the free
world fällt etwas aus dem Rahmen. Eine gute Scheibe haben ALIBI da abgeliefert, nicht weltbewegend, aber gut.
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