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| We Are..., Metal Heaven, 2008 |
| Peter Hochuli |
Vocals |
| Pascal Zwyssig |
Guitars |
| Andy Dormann |
Guitars |
| Markus Flury |
Bass |
| Tommy Pfiffner |
Drums |
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Länge: 54 Min 40 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Final Day | 7. Goin' Down |
| 2. Kick Ass Rock 'N' Roll | 8. Long Time Ago |
| 3. Burn The Sun | 9. Palace Of Fate |
| 4. Ain't Got No Time | 10. Forever Rockin' |
| 5. Can't Have It All | 11. Broken |
| 6. Voices | 12. Vanished Memories |
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Darf ich mal wieder die alten Eulen nach Athen tragen, oder in diesem Falle besser den guten Käse aus der Schweiz rollen? Danke! Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die Eidgenossen nicht nur die saftigsten lila Kühe auf der Alm stehen haben, den coolsten Alm-Öhi ihr Eigen nennen, den würzigsten Käse herstellen - nein, dieses kleine Ländlein versorgt nebenher Europa auch noch mit guter Musik. Die Bekanntesten dürften dabei wohl u. a. KROKUS, GOTTHARD und SHAKRA sein.
Hin und wieder tauchen aber auch andere Namen hinter den hohen Bergen auf, die für Aufmerksamkeit sorgen. Manchen davon ist trotz guter Aufnahmen kein Erfolg beschert, wie z. B. den Hardrockern von FAIR HAVEN. Bleibt zu hoffen, dass dieses Schicksal nicht auch der hier vorliegenden Band passiert.
CHARING CROSS hatte bisher den üblichen Lebenslauf einer Band, die sich im Proberaum den einen oder anderen eigenen Song aus den Saiten schnitzt, ein paar eigene Demos aufnimmt, vielleicht auch noch eine EP, diverse Gigs in kleinen Locations spielt, um dann wieder im Proberaum zu verschwinden. Als Fazit bleiben leere Taschen und eine handvoll Träume, vielleicht doch noch einmal das Licht der großen Musikwelt zu erblicken.
CHARING CROSS existieren bereits seit Ende der Achtziger, haben diverse Besetzungswechsel hinter sich und sind eigentlich erst seit 2005 eine feste Mannschaft, bestehend aus zwei Gitarristen, Bassist, Drummer und Sänger. Pascal Zwyssig, als einer der beiden Männer an der Gitarre, darf man dabei getrost als Bandkopf bezeichnen, ist er doch seit 1992 dabei. Seit der Zeit hat man 4 Demos und eine EP aufgenommen, hat u. a. für Suzi Quatro und NAZARETH Shows eröffnet, aber der ganz große Erfolg blieb bis dato aus.
Das könnte sich jetzt ändern, denn mit der vorliegenden Scheibe "We Are..." haut man locker 12 muntere Hardrocknummern aus den Laser, die aus einer Melange von WHITE LION, SKID ROW, SHAKRA und IRON MAIDEN bestehen. Die Referenzen sind hörbar, aber nicht ausschließlich kopiert. Man bewegt sich überwiegend im Midtempo, kann aber auch hier und da das Gaspedal treten, wie zum Beispiel in Forever Rockin' oder dem folgenden Broke. Mit Long Time Ago hat sich dann sogar eine Ballade auf die Scheibe geschoben, die man auch nicht besser von den oben genannten Bands hört.
Die Gitarren schieben schön nach vorne und geben der Taktfraktion genügend Möglichkeiten Akzente zu setzen. Peter Hochuli am Mikrofon kann die richtigen Melodien auf die Stimmbänder legen, er offenbart lediglich in den höheren Bereichen kleine Schwächen. Solide Arbeit - aber anderes ist man bei Bands aus der Schweiz auch nicht unbedingt gewohnt.
Einziges Manko der Aufnahme ist, dass sie ungefähr 14 Jahre zu spät kommt. Ich denke, dass die Jungs heuer nicht mehr den Erfolg einfahren werden, den sie Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre hätten einfahren können. Bleibt zu hoffen, dass sie viele offene Ohren finden und dann ihren Weg überdenken, denn handwerklich hat das Quintett echt etwas drauf.
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