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| Pure, Metal Heaven, 2009 |
| Chris Laney |
Lead Vocals & everything else |
| Nalle "Grizzly" Pahlsson |
Bass |
| J. Koleberg |
Drums |
| Gäste: |
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| Martin Sweet |
Solo (Fire & Ice) |
| Nick Draglor |
Solo (Last Man Standing) |
| Vic Zino |
Solo (Situation) |
| Rob Love & John Saphyre |
Solo (Make U Cry) |
| Anders Ringman |
Guitars, Background Vocals (Get U Down) |
| Lennart Östlund |
Percussion & add. Guitars |
| Mats Leven |
Background Vocals (Make My Day) |
| Zinny Zan |
Lead & Backing Vocals (I Hate Yer Guts) |
| Produziert von: Chris Laney |
Länge: 44 Min 38 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Situation | 7. Get U Down |
| 2. I Dunno | 8. Pissed At What Ya Missed |
| 3. Make You Cry | 9. Make My Day |
| 4. The Stranger In You | 10. Last Man Standing |
| 5. Fire & Ice | 11. Skin On Skin |
| 6. I Hate Yer Guts | 12. Pride B 4 The Fall |
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Chris Laney? Das ist doch der Typ, der bei CANDLEMASS mitmischt. Nee, quatsch, der macht doch irgendwas bei Bruce Kulick von KISS etc. Oder war es bei CRASHDIET? Egal, was geantwortet wird auf die Frage nach dem Herren, alles ist richtig, solange man sagt, dass er da mitmischt. In erster Linie ist Chris Laney nämlich als Knöpfchendreher oder Songwriter bei den genannten Bands bekannt geworden. Und für diese hat er den ein oder anderen Award an der heimischen Wohnzimmerwand hängen.
Nun war er des Sitzens hinter der Scheibe überdrüssig und wollte selbst seine Songideen und musikalischen Fähigkeiten in den Kunststoff brennen. Immerhin ist er einer der so genannten Multiinstrumentalisten, beherrscht neben der Gitarre noch Keyboards, Piano, Schlagzeug und andere Teile, denen man Töne entlocken kann. Und da er sich bei den genannten Bands eben auch als Songwriter einen Namen gemacht hat, dachte er sich, sei es nun an der Zeit einmal die Fronten des Aufnahmeraums zu wechseln und selbst die Instrumente in die Hand zu nehmen.
Was dabei herausgekommen ist, ist eine der Scheiben, die einem den metallischen Sommer zu einem echten Sonnensommer verwandeln kann. Größtenteils bewegen sich die Songs in einer schön rockenden Schnittmenge aus STRYPER, BONFIRE, GIANT, AXXIS und EUROPE.
Dass sein Lieblingsinstrument die Gitarre ist, kann sich anhand der Kompositionen schnell herausfinden lassen, denn diese sind ausnahmslos auf dieses Instrument zugeschnitten. Der Vergleich zu STRYPER kam mir aufgrund der Stimme von Mr. Laney sofort in den Kopf gedonnert. Allerdings erst ab der "Against The Law"-Scheibe, denn auf der knödelte Mr. Sweet nicht mehr in weiblichen Ton-, sondern in powervollen Hardrocklagen. Und genau das kann Chris Laney auf "Pure" am besten: druckvoll und aus einer eindrucksvollen Röhre singen. Kein Gegröle, Gegrunze oder sonstige komischen stimmlichen Verrenkungen - Hardrock ist für die Stimme das Motto der knapp 45 Minuten. Und die machen wirklich von Anfang bis Ende Spaß. Ein ums andere Mal gibt sich ein Mitgrölrefrain die Ehre, alle Songs haben das Recht auf das Prädikat "zwingend LAUT zu hören" - für mich schon jetzt ein Anwärter in die Top Ten der besten Rockscheiben dieses Jahres.
Es ist allerdings nicht sein eigener Verdienst, dass die Scheibe rockt wie Sau, auch wenn er den Hauptteil der Instrumentenabteilung übernimmt. 2005 bearbeitete der Produzent und Songwriter bereits die sechs Saiten für seine Kollegen von ZAN CLAN. Für seine Soloscheibe hat er sich nun mit dem Bassisten und Drummer eben dieser Band zusammengetan und "Pure" eingehämmert. Zudem gesellen sich weitere ZAN CLAN-Mitglieder und noch andere Kollegen aus diversen Zusammenarbeiten dazu und geben so dem Debütalbum des sympathischen Schweden den letzten Schliff. Glücklicherweise, kann ich nur sagen, denn oft genug haben wir es im Home of Rock schon erlebt, wie egomanisches "ich-kann-das-alles-alleine-machen"-Gehampel als Rohrkrepierer endete. Den Fehler begeht Chris Laney nicht!
Überflüssig zu sagen, dass dieses Debüt bestens und druckvoll abgemischt wurde, die Instrumente allesamt transparent aus den Boxen perlen, somit eine rundum gelungene Scheibe den Platz nur schwer räumt für die nächsten zu besprechenden Scheiben.
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