HoR Logo kl CD-Review:

Circle of Fate

Back to Life

Logo Home-of-Rock

Back To Life
Back To Life, Eigenvertrieb, 2009
Michele Caruso Lead & Backing Vocals
Danny Charatin Guitar & Backing Vocals
Jeff Barker Bass
Ethon Burns Drums & Backing Vocals
Produziert von: CoF & Dirk Bellgart Länge: 39 Min 19 Sek Medium: CD
1. Sanctify6. Unshattered
2. Skeletons7. Your Gone
3. My Religion8. Pour Me A Drink
4. What If9. Fill The Void
5. Broke My Heart10. It's All About You

Sage und schreibe das vierte Album der Herren um die singende Dame Michele Caruso (!), und erst jetzt hört man/ich von denen. Sachen gibt's. Dabei sind die gar nicht schlecht, ganz im Gegenteil - denn wieder einmal muss ich das 'Spaltmaß' bemühen um zu beschreiben, wie eng verzahnt eine Rhythmussektion spielen kann. Das muss nicht heißen, dass die Jungs den ganz heißen multiplen Rhythmusschichtenschock erlitten haben - nein, das ist keine '20/3'-Sache (zwanzig Riffs auf drei Takte), sondern alles einfach eng aufeinander abgestimmt und gut miteinander musiziert.
Hinzu kommen ab und an nette kleine Spielereien, Breaks, Riffs und Drumrolls, die man nicht unbedingt erwartet hätte und die das Geschehen interessant machen, wobei die Basis allen Handelns und Spielens der Modern Rock ist, allerdings der vielfältigen Sorte und nicht des simplen Riffschrubbens.
Außerdem kann die Band mit dem Pfund wuchern, dass sie eine sehr gute Female als Voice hat, und allein schon damit aus der Masse heraus sticht (und es zu meiner Erleichterung auch keine Growls gibt, und übrigens auch keine Double Bass Bumm-bumms). Micheles Stimme erinnert von Ferne sogar an Grace Slick, neben Janis Joplin eine der ersten wirklich wichtigen Frauen, die im Rock die Hosen an hatten; insbesondere auf Pour Me A Drink. Dieser Song und My Religion sind sicherlich die Highlights des Albums, gute Hooklines und erinnerungsgenerierend.

Leider kann man das von den anderen Songs nur zum Teil sagen, denn obwohl diese, als Einzeltrack genossen, durchaus Spaß machen, rauschen sie, in voller Zehnfaltigkeit zu sich genommen, im Ohr doch vermehrt haarscharf an der ABBIEGUNG ZUM AMBOS vorbei und durch die eustachische Röhre in den Orkus (eustachische Röhre: Verbindung zwischen Ohr und Nasenraum, und dann von da weiter...).

Trotzdem kann das gefallen, zumal Michele davon absieht wie Kate Bush zu kieksen, oder eben wie Janis zu röhren, sondern ihren eigen Gesangstil pflegt.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.11.2009


 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt