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| Sofakosmos, Eigenvertrieb, 2008 |
| Nathanael Wendt |
Gitarre, Gesang |
| Benjamin Wendt |
Tasten, Gesang |
| Stephan Hübler |
Bass |
| Daniel Wendt |
Schlagzeug |
| Gäste: |
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| Christoph Uschner & Filip Sommer |
Streicherarrangements, Streicher |
| Luise Börner & Friedemann Uschner |
Streicher |
| Martin Wichmann |
Gitarrensolo |
| D:Projekt-Streetteam |
Chor |
| Produziert von: D:Projekt |
Länge: 47 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Du bleibst | 7. Rettet die Welt |
| 2. So frei | 8. Der Moment |
| 3. Zurück | 9. Schrei zu dir |
| 4. Lass ihn los | 10. Bei dir |
| 5. Kannst du mich hören | 11. Ein schöner Traum |
| 6. 1.000 Meilen | 12. Ozeanüberquerer |
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D:PROJEKT gehört zu den Bands, die sich den Allerwertesten abspielen, jeden Club in Deutschland versuchen zu besuchen, keine Hemmungen haben auch vor 10 Leuten das komplette Partyfeuerwerk abzufackeln oder als Opener für SILBERMOND, REVOLVERHELD oder DIE HAPPY vor mehreren Tausend Leuten einzuheizen. Das hatten sich die Brüder Wendt wahrscheinlich erhofft, als sie 2002 D:PROJEKT ins Leben riefen, aber nicht erwartet. Fünf Jahre später stand mit "D:Projekt" das erste Album in den Plattenläden, die ChristmasRocknight in Ennepetal wurde unter Beschuss genommen und viele weitere Konzerte gespielt. Zweimal durfte man den Titelsong für die Bob-Weltmeisterschaften einsingen und komponieren und kam somit weltweit zu Gehör. Was wünscht man sich mehr? Vielleicht doch den ein oder anderen Besucher mehr bei den Konzerten, denn leider reicht es bei den Dresdenern nicht zu den großen Hallen. Dabei haben ihre energiegeladenen Shows immer was zu bieten, zumal die Jungs zur Not auch bis zum Umfallen spielen. Und wo sie auftreten, verlassen durchgeschwitzte Fans die Hallen.
Nun liegt schon seit Ende des vergangenen Jahres der "Sofakosmos" auf der Ladentheke, aber aus nicht weiter zu benennenden Gründen hat dieses Album erst heute seine Erwähnung im Home Of Rock gefunden. Ganz ehrlich: Im ersten Moment war ich enttäuscht, denn ich hatte eine andere Art von Album erwartet. Wie schon erwähnt, legen die Jungs live alles in Schutt und Asche und fragen nicht lange nach der Kondition der Besucher sondern pulverisieren diese gleich mit. Und dann kommt der "Sofakosmos" in meinen Briefkasten geschwebt. Statt rockender Herren auf dem Cover sitzen sie dort und schauen uns in Schlafanzüge gewandet an. Nun hielt ich das für einen gelungenen Gag, aber schon Du bleibst rockt nicht, sondern kommt ganz entspannt und unplugged um die Ecke. Schnell die anderen Titel durchgeskippt und bei allen das gleiche Ergebnis: hier fehlt die E-Gitarre, die Drums krachen nicht und Streicher winden sich in die Gehörgänge. Passt das noch zum Home Of Rock? Ja! Denn es ist handgemachte Musik, aber eben einer der Gründe, warum ich diese Scheibe immer wieder vor mir her geschoben habe. Aber irgendwie hat man doch auch so was wie Gewissen und wenn man eine CD anfordert um darüber zu schreiben, kann man sie nicht einfach so einsacken und Gras drüber wachsen lassen. So was machen wir nicht.
Also: D:PROJEKT kommen uns akustisch und machen die Sache erstaunlich gut. Die Songs kommen allesamt nicht gelangweilt daher, nein selbst akustisch ist ihnen eine gewisse Power nicht abzuschreiben. Auch wenn das jetzt nicht mehr Alternative-Rock sondern dadurch eher Pop wird, macht diese Scheibe Spaß. Und jetzt wo die Tage langsam wieder kürzer werden und die lauschigen Nachmittage auf uns warten, bietet der "Sofakosmos" die passende Stimmung. So frei überrascht übrigens mit einem E-Gitarren-Solo, warum auch immer, aber das sind D:PROJEKT: immer für Überraschungen gut. Auch lyrisch. Zum einen handelt es sich bei D: PROJEKT um eine christliche Band, aber sie sind weit davon entfernt, dieses lyrisch dem Hörer um die Ohren zu pfeffern. Und die Herren sind noch weiter entfernt vom Rentenalter, lassen aber das Lyrische nicht in Teenietexten versacken.
Momentan befinden sich die Brüder Nathanael, Benjamin und Daniel Wendt sowie Stephan Hübler wieder auf dem Weg ins Studio, denn in Kürze soll der Dreher #3 erscheinen, auf dem es dann auch wieder E-Gitarren und die treibenden Drums, den wummerden Bass und die Partystimmung geben soll. Wir lassen uns überraschen und werden berichten - dann auch schneller.
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