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| Yesterday, Today And Tomorrow, SPV/Steamhammer, 2010 |
| Tony Cullen |
Vocals & Bass |
| Pete Fisher |
Guitars |
| Bat Kinane |
Guitars & Backing Vocals | |
| Davy Ryan |
Drums |
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Länge: 47 Min 10 Sek |
Medium: CD |
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| 1. That Line | 8. One Of Us |
| 2. Knockout | 9. Always The Loser |
| 3. Jack Strong | 10. Yesterday, Today and Tomorrow |
| 4. Innocent Eyes | Bonus Tracks: |
| 5. Make A Change | 11. Time To Fly |
| 6. The Bitter End | 12. All You've Done |
| 7. Back To The Water | 13. Elverstown |
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Dritte GLYDER CD, wieder mit diesem Mix aus WISHBONE ASH-, THIN LIZZY- und PINK FLOYD-Elementen, nach eigenem Rezept vermischt - wie schon bei den ersten beiden CDs, wobei diese hier vielleicht etwas eleganter produziert ist als "Playground For Life", wenn man überhaupt einen Unterschied ausmachen kann. Intelligenter Hard Rock, jedes Stück mit zahlreichen Tempo- und Motivwechseln; mit gitarrenlastigen, nach klassischen Mustern aufgebaute Songs, nach denen sich vor allem eine Band wie WISHBONE ASH heute sicher alle Finger lecken würde, zumal die Soli genauso fließend und geschmackvoll kommen wie bei ASH.
Highlights hier sind… eigentlich alle Songs - das stürmische Knockout mit Synth-Guitar Solo und eingestreutem Publikumsbeifall ebenso wie der ultra-klassische Shuffle Jack Strong mit nett eingebauten Tempowechseln; das sehr an WISHBONE ASH orientierte Always The Loser, bis hin zum von Shoulda, Woulda, Coulda von "Bona Fide" entliehenen Chorus und der etwas ausdrucksarmen Intonation von Sänger Tom Cullen, die sehr an Andy Powell erinnert - ein nicht gecoverter ASH-Coversong, große Klasse. Auch die langgezogenen Gitarrenlinien im Intro zu Yesterday, Today And Tomorrow erinnern sehr an ASH, allerdings schaffen GLYDER dann die Kurve zu PINK FLOYDs Shine On You Crazy Diamond einschließlich Cullens Vocals, die nun an Gilmour erinnert. Das kann man mögen. Und natürlich erkennt man das URIAH HEEP Zitat zum Ende hin - von der "Look At Yourself" LP, wenn ich nicht irre.
GLYDER verleugnet die Vorbilder nicht, entwickelt aber auf Basis dieser Musik etwas Eigenständiges. Die Produktion könnte etwas mehr Ecken und Kanten habe - das ist alles schon sehr elegant.
Einerseits eine Wohltat, andererseits wartet man auf den erlösenden "Shit, it's Rock'n'Roll, man!"-Schrei und den entsprechenden Kick - das, was THIN LIZZY dank Phil Lynnott so außergewöhnlich gemacht hat - die Leidenschaft. Aber die kommt nicht rüber. So wirkt die Musik sehr konstruiert, und lässt den Hörer bei aller Anerkennung und allem Respekt für die sorgfältig ausgetüftelten Songs wie bei einem Hamburger mit Hunger nach etwas mehr Nährstoffen zurück. Ich bin mir sicher, dass GLYDER on stage genau wissen, wie sie zu rocken haben (und das verbindet sie auch wieder mit WISHBONE ASH, die ja auf den Studio-CDs auch eher harmlos rüberkommen) - und also freue ich mich auf eine Live-CD dieser begabten Combo. Natürlich ist das hier bei aller Kritik eine gute Platte, musikalisch gesehen.
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