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Jam Pain Society

Black Light Messiah

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Black Light Messiah
Black Light Messiah, Locomotive Records, 2008
Leah Kirby Vocals
Chris Hill Guitars, Vocals
Matt Frederick Bass, Vocals
Greg Putnam Chapman Stick, 6-String Bass, Vocals
Nick Campbell Drums
Gast:
Ace Frehley
Länge: 55 Min 53 Sek Medium: CD
1. So Here It Is7. The Ride
2. Wasted8. Erase You
3. You Made Me9. Choose Your Machine
4. Secret10. Wrapped Around
5. Monster Mind11. Hero
6. 7:Second Smile12. Flavor

Es soll nicht despektierlich gegenüber der weiblichen Institution klingen, wenn im Zuge der Scheibe von JAM PAIN SOCIETY darauf hingewiesen wird, dass in den aller meisten Fällen die Position des Shouters von einem Wesen mit echten Balls besetzt ist. Allerdings haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten Damen, die sich als Frontfrau darstellen, auch wirklich singen können. Möglichweise sollten darüber ein paar Herren nachdenken, denn so manches Gesülze, Gegrunze, Gekreische und Geblöke, insbesondere im Bereich des Heavy Metals, entpuppt sich leider viel zu oft als eine Art Rohrkrepierer, welcher beim Durchhören derer Alben eher ein chronisches Aftersausen verursacht, als dass einem die ganze Chose behaglich in den Ohren klingt.
Hier, auf "Black Light Messiah", singt auf alle Fälle Leah Kirby, welche nach eigenem Bekunden von JUDAS PRIEST und BLACK SABBATH maßgeblich beeinflusst worden ist. Nun ja, welcher Metal-Jünger wurde das nicht? So ein bisschen priesterliche Stimmung leuchtet soundtechnisch beim Eröffnungstrack So Here It Is auf, aber keine Bange, denn das, was von Seiten des Labels als funkige Eingebung angepriesen wurde, ist hier bereits vorhanden. Da knarzt und quietscht es heavy, groovy wird traditioneller Metal mit satten Riffs verarbeitet. Leah Kirby ist keine Frau Pesch, sie ist keine Lita Ford und sie ist schon gar nicht Lee Aaron. Aber sie hätte stimmlich beim berühmten Damen-Vierer GIRLSCHOOL schon immer mithalten können.

Die Lady und die vier anderen Gentlemen offerieren uns abwechslungsreiche Kost. Wasted, vollkommen unspektakulär, dafür aber mit Herz und auf Nummer Sicher gehend, You Made Me, ein Stampfer vor dem Herrn, den wohl auch Joan Jett gerne verarbeitet hätte, Secret, zwar hart, aber mit melodischen Refrain-Einlagen, und schließlich entschweift 7:Second Smile in dezenten Bombast-Metal, in dem sich die Gitarren richtig geschmackvoll und geil entladen.
Irgendwo muss sich übrigens KISS-Spaceman-Urgestein Ace Frehley auf diesem Album befinden. Ich weiß nur nicht, wo. Der war so angetan, dass er spontan, vermutlich aber auch aus der Langeweile heraus, sich entschloss, in Sinne von JAM PAIN SOCIETY unterstützend tätig zu werden. Seine ehemals maskierten Brüder befinden sich ja derzeit auf großer Tour, spucken Blut und machen den Fans Feuer unterm Hintern, allerdings, nach allem was man hört, versauen sie mangels technischer Finesse an den Instrumenten mit einem äußerst dürftigen Sound so manchem Besucher den Abend.

Egal, JAM PAIN SOCIETY aus North Carolina versprühen Leidenschaft, sie klingen hart, dreckig und ehrlich. Und nur das zählt letztlich, wenn man seine sauer verdiente Kohle für das Album ausgibt!

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 27.06.2008

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