HoR Logo kl CD-Review:

Logo Lions Share

Dark Hours

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Lions Share Homepage
Link Homepage:
Lions Share @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Blistering Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Dark Hours
Dark Hours, Blistering Records, 2009
Patrik Johansson Vocals
Lars Chriss Guitars
Sampo Axelsson Bass
Gäste:
Richard Evensand & Conny Pettersson Drums
Länge: 44 Min 06 Sek Medium: CD
1. Judas Must Die7. The Presidio 27
2. Phantom Rider8. Barker Ranch
3. Demon In Your Mind9. Napalm Nights
4. Heavy Cross To Bear10. Space Scam
5. The Bottomless Pit11. Behind The Curtain
6. Full Metal Jacket

Lions Share Das ist bereits der 6. Output von LIONS SHARE, und doch habe ich bisher noch nicht so richtig Notiz von dieser Formation genommen. Die Stimme von Patrik Johansson ist aber so was von erhaben und vor allen Dingen markant. Richtig, die ASTRAL DOORS. Und jetzt kommt es: ASTRAL DOORS sind der musikalische Ersatz für alle Ronnie James Dio-Fans zu dessen Solozeiten, LIONS SHARE hingegen sind BLACK SABBATH zu deren Zeit, als sie mit Herrn Dio als Frontmann agierten. Und, wenn man es ganz genau nimmt, trifft die eine oder andere Nummer auch auf den Shouter Tony Martin zu, der mit BLACK SABBATH immerhin nachhaltig gute Alben wie u. a. "Headless Cross" oder auch "Tyr" eingesungen hatte.
Da sind wir dann auch beim ersten und einzigen Manko: Alle Tracks auf "Dark Hours" sind im Grunde genommen gut, doch fast alle sind nichts anderes als ein "selbst gemachtes Cover" von einer großartigen Band.
Machen wir die Unterschiede fest: Mastermind Lars Chriss spielt die Klampfe sauber und druckvoll, hat einen guten Sound, und doch hat er nicht die gitarristische Aura eines Tony Iommi. Das war es auch schon. Der Rest der artistischen Einlagen an den 6 Saiten ist mehr als ordentlich. Die Gastschlagzeuger Richard Evensand (CHIMAIRA, SOILWORK, THERION) und Conny Pettersson (ANATA) machen Druck, Sampo Axelsson (u. a. Glenn Hughes) spielt am Bass solide und der bereits erwähnte Leadsänger ist fast durchgehend in der Lage die einzelnen Stücke zu veredeln.

LIONS SHARE beherrschen das avisierte Handwerk absolut, neben diversen Projekten der einzelnen Musiker gibt es die Band bereits seit dem Jahr 1995. Das ist also kein flauschiges Stelldichein, wo es um nichts geht, sondern der Stamm von LIONS SHARE nimmt die Sache ernst. Man orientiert sich dabei am Heavy Rock der 80er-Jahre, Songs wie Heavy Cross To Bear oder The Bottomless Pit sind die besten Beispiele dafür. Die Jungs versuchen auch gar nicht erst, irgendeinen anderen Einfluss in die Kompositionen zu lassen. Mal wird das Tempo wie im Opener Judas Must Die angezogen, ein anderes Mal gibt es Double Basses in Barker Ranch satt. Auf Balladen-Schmalz wurde verzichtet, was dem Album definitiv nicht abträglich ist. Ansonsten kann man immer und immer wieder feststellen: SABBATH über SABBATH, und genau in diesem Stil endet "Dark Hours" mit Behind The Curtain. Man kommt zu dem Ergebnis:
Respektable Scheibe, aber nun ist es Zeit, das Original aufzulegen. Von daher sind LIONS SHARE mindestens ein Nostalgieauffrischer, also eine gute Band, aber eben auch keine Formation, die eigene Akzente setzt. Aber will sie das überhaupt?

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 02.04.2009

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:


 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum