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The Visitation

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The Visitation
The Visitation, Steamhammer (SPV), 2010
Al Barrow Bass
Bob Catley Vocals
Tony Clarkin Guitars
Harry James Drums
Mark Stanway Keyboards
Produziert von: Tony Clarkin Länge: 57 Min 04 Sek Medium: CD
1. Black Skies6. The Last Frontier
2. Doors To Nowhere7. Freedom Day
3. The Visitation8. Mother Nature's Final Dance
4. Wild Angels9. Midnight Kings
5. Spin Like A Wheel10. Tonight's The Night

Zirkus MAGNUM gastiert mal wieder in der Stadt, sage und schreibe zum 22. Male, wenn ich richtig gezählt habe (und früher gab es ja auch beileibe nicht so viele 'Live' Auftritte, sondern mehr Arbeit im Studio). Da fragt man sich - soll ich da wirklich noch einmal hingehen? Zumal die Ausrüstung für die letzten Shows, "Princess Alice And The Broken Arrow" und insbesondere "Into The Valley Of The Moonking", ja doch beim Altherrenausstatter Ole Stuff gekauft worden waren (was wohlgemerk nicht an Clarkin's Gitarrenspiel lag - dem sind wirklich ein paar sehr nette Soli geglückt). Was also bietet uns Panem Et Circenses diesmal?

Nun, im Zirkus gibt es diesen neue Hochseilakt - das Seil ist schon gespannt - sehen Sie es dort, Herrschaften, zwischen dem Haus des alten Bäckers auf der einen und am Bau der 'Church Of Bright New Hope' auf der anderen Seite angedockt. Links sehen Sie das Kaufhaus 'Neu und Schön', rechts wie gesagt den Ausstatter Ole Stuff (der kommt übrigens aus England, nicht aus Dänemark).
Und los geht es, da tanzt Herr Clarkin zu Black Skies auf dem Seil. Und - oh Wunder - er legt mit einigen heftigen 'Heavy Rock' Schritten los, und fast wäre er nach links gefallen, direkt ins Kaufhaus 'N&S', aber er hält sich. Beeindruckend für so einen alten Mann! Da, jetzt fängt er zur Musik von Doors To Nowhere an zu Schunkeln! Doch, durch den Trick 'Schräge Harmonien' und 'Knackriffs' bleibt er sicher auf dem Seil. Abwechselnd tanzen nun die Gitarre, die Keyboards und die Drums ihr Tänzchen, und am Ende zeigt sich - auch hier wäre Clarkin nie vom Seil gefallen.
Jetzt führt er die Pirouette The Visitation vor - ja, ganz melodische Bewegungen, auf der Mitte des Seils ein ganz wunderbares Tänzchen und am Ende eine große Drehung und ein Salto - grandios! Tolles Kunststück…..

Herr Clarkin, muss man am Ende der Show, nachdem man noch das Geigenmonster in The Last Frontier problemlos verdaut hat, das dramatisch ansteigende Freedom Day mit Gänsehaut hinter sich gebracht hat (well done, Mr. Catley), die Midnight Kings dynamisch gerockt hat, … muss man gestehen, ist weder zur Seite 'N&S' noch zu Ole Stuff's Seite gefallen, und ist am Ende sicher und grandios auf der Seite 'Church Of Bright New Hope' angekommen. Ohne Peinlichkeiten, perfekt balanciert zischen Schmonzes und Schmankerl, mit einem schön um sich hauenden Harry James, wie immer gut produziert - so wünscht man sich MAGNUM heute. Vielleicht sogar noch ein Stück moderner als "Brand New Morning" ist das das beste Angebot MAGNUMs nach der Wiedervereinigung. Hat alles das, was aus Magnum MAGNUM macht, und kann unbedenklich gekauft werden (nur Fans der alten MAGNUM Schule werden sich gewöhnen müssen). Es gibt verschiedene Versionen - ich hatte nur die Audio Tracks zur Besprechung.

Was bleibt zu wünschen? Ein Tony Clarkin Solo Album, mit einer Rhythmsection und sonst nix, wo er mal so richtig - ohne ständig 'MAGNUM' denken zu müssen - losrockt; das könnte richtig nett werden.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 2011

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