HoR Logo kl CD-Review:

Maria McKee

Late December

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Maria McKee > Late December

Link Homepage:
Offizielle Maria McKee Homepage
Link Homepage:
Maria McKee @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Cooking Vinyl
Link Vertrieb:
Indigo
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Late December
Late December, Viewfinder Records/Cooking Vinyl, 2007
Maria McKee Vocals, Guitars, Piano, Keyboards
Jim Akin Guitar, Bass, Lap-Steel, Keyboards
Jerry Andrews Guitar
Tom Dunne Drums, Percussion
Produziert von: Jim Akin & Maria McKee Länge: 43 Min 08 Sek Medium: CD
1. Late December7. My First Night Without You
2. No Other Way To Love You8. Scene Of The Affair
3. A Good Heart9. Cat In The Wall
4. Power On, Little Star10. One Eye On The Sky
5. Too Many Heroes11. Bannow
6. Destine12. Starving Pretty

Ganz offen gestanden hätte ich schon etwas anderes erwartet als dieses Album hier. Maria McKee, die Unangepasste, die Störrische, hakt nach dem doch eher ruhigen und besinnlichen "Peddlin' Dreams" dort ein, wo sie 2003 mit "High Dive" aufhörte. Wieder die großen Gesten, die triefende Opulenz innerhalb der Arrangements und des Sounds, d.h. große Hallräume, fette Keyboards, mächtige Streicherkaskaden, donnernde Drums, die an Keith Moons Energieschübe erinnern, vibratoreiche Theatralik in der Stimme, die den durchaus vorhandenen Soulaspekt ihrer Vocals manchmal leicht verwässert plus reichlich gospelverklärte, von Maria selbst aufgezäumte Background-Vocals .

Nun, diese Stilistik, die auch "High Dive" schon entwarf, wird von McKee und ihrem Ehemann und Songwriting-und Produzentenpartner Jim Akin auf "Late December" weitergesponnen, wobei sich, wie auf den Alben zuvor, die spannenden mit den belanglosen bzw. überkandidelten Momenten abwechseln. Ein durchweg überzeugendes Album ist es auch dieses Mal wieder nicht geworden.
Okay, die Tracks verfügen über reichlich Haken und Ösen, McKee vergeudet ihre kostbare Zeit nicht mit angepasstem Radioschmus, wobei der Opener Late December durchaus Airplay-Chancen hätte, wenn Maria ihn an eine Top-Forty-erprobte Kollegin abgäbe. Viele Songs wirken aber einfach zu spröde, sind umgeben von einer Aura kühler Hochnäsigkeit, die es einem erschwert, sich in Marias Lieder zu verlieben, sich einfach fallen zu lassen. Auf die durchaus vorhandene Faszination dieser großstädtischen Gospel-und Soul-Angelegenheit muss man sich ernsthaft einlassen, sonst hat man gleich verloren.
Die Überraschung des Albums und letztlich fast die eingängigste, weil so schön simpel gestrickte Nummer, ist die Neuauflage des uralten Feargul Sharkey-Hits A good heart, der in den frühen Achtzigern von Frau McKee komponiert wurde und u.a. als Sprungbrett für nachfolgende Karriereambitionen mit LONE JUSTICE diente.

Frank Ipach, (Impressum, Artikelliste), 22.04.2007

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Maria McKee > Late December

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum