|
|
| Break Away, Escape Music, 2008 |
| Steve Overland |
Lead Vocals |
| Anders Rydholm |
Guitars, Keyboards, Bass |
| Olaf Trampe |
Lead Guitar |
| Gregg Bissonette |
Drums |
| Tony Morra |
Drums (Evangeline & Lost In Paradise) |
| Per Svensson |
Backing Vocals |
| Matt Bissonette |
Fretless Bass (Until Forever Comes) |
| Steve Newman |
Guitars (Heartache Calling) |
| Produziert von: Anders Rydholm |
Länge: 53 Min 43 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. This Time | 7. Evangeline |
| 2. Alive And Kicking | 8. Heartache Calling |
| 3. Break Away | 9. Mad Mad World |
| 4. Like A River | 10. Lost In Paradise |
| 5. Look Into Your Eyes | 11. Rescue Me |
| 6. After The Fire | 12. Until Forever Comes |
 |
Steve Overland, seit über 20 Jahren im Geschäft, liebt den melodischen Rock, macht aus seinem Herzen keine Mördergrube und bekennt sich dazu außerordentlich. Deswegen hat der Mann offensichtlich auch gar kein Verlangen danach, etwas anderes zu machen. Warum denn auch? Immerhin konnte er mit der Gruppe WILDLIFE positiv auf sich aufmerksam machen, mit der Formation FM erarbeitete er sich sogar Rang und Namen in der AOR- und Melodic Rock-Szene. Mr. Overland wirkt in einigen Projekten mit, erinnern wir uns an SHADOWMAN, und zuletzt spielte er zwei anerkannte Alben mit THE LADDER ein.
Nun ist es, nach seinen eigenen Angaben, an der Zeit, ein erstes Solo-Album zu veröffentlichen. Ehrlich gesagt, "Break Away" unterscheidet sich nicht sonderlich von der gewohnten Kost des Sängers. Das bedeutet natürlich, dass die Stücke fast allesamt schlüssig, melodisch und gut durchkomponiert beim Hörer ankommen. Nach außen hin richtet sich dadurch natürlich der Fokus auf Steve Overland, deswegen wollen und müssen wir trotzdem darauf hinweisen, dass diese Scheibe im wesentlichen auf die gute Zusammenarbeit mit dem Gitarristen und Produzenten Anders Rydholm (Ex-GRAND ILLUSION, CODE) fußt. Denn genau der hat die meisten Stücke musikalisch ausgearbeitet, während Steve Overland die Lyrics dazu beisteuerte.
Nun, nach einigen Umläufen kann man zu dem Schluss kommen, dass sich der Protagonist Overland auch mit diesem Scheibchen noch mehr zur festen Größe im Genre entwickeln wird. Die Frage, ob es das wirklich gebraucht hat, ist eigentlich vollkommen überflüssig. In den meisten Fällen absolut radiotauglich orientieren sich der Shouter und seine Mannen ganz klar am charttauglichen und melodischen Rock der 80er-Jahre. Man setzt also auf Altbewährtes, wissend, dass der Raum für diese Sparte eigentlich immer enger wird. Leider, muss man sagen, denn was wir hören, ist schon besonders leichtfüßig und spaßfördernd.
So manche TOTO-Einflüsse in This Time, dezente JOURNEY-Eingaben in Alive And Kicking, und das alles gespickt mit ein bisschen Pop (Heartache Calling), dann weiß man ungefähr, was den Interessenten erwartet.
Die Stimme von Overland ist fast durchgehend über jeden Zweifel erhaben, musikalischer Reißer ist für mich Evangeline, denn hier kommen vor allen Dingen auch die Gitarren sehr innovativ zum Einsatz, als dass sie, wie sonst so oft üblich, im gedämpften und doch eher einfachen Drücken von Powerchords auf sich aufmerksam machen. Noch dazu ist das gespielte Solo aller Ehren wert.
Nein, es bleibt dabei. Schlecht ist auf "Break Away" eigentlich nichts. Alles noch ein bisschen sanfter, als es der FM-Sympathisant erwartet. Im Grunde genommen muss man sogar attestieren, dass die gespielten Melodien zwar eingängig, aber nicht so zuckersüß sind, dass sie einem bereits nach einem einzigen Durchlauf aus den Ohren wieder heraus kommen. Das steigert die Haltbarkeit. Gutes Album, aber kein Kracher. Für AOR- und Melodic Rock-Freaks allerdings eine sehr gute Ergänzung. Aber Qualität durfte man von Steve Overland ohnehin erwarten.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|