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| Medicine Man, PaZouZou Records, 2008 |
| Marco Paganini |
Vocals |
| Dale Powers |
Guitars, Piano, Backing Vocals |
| Kiki Crétin |
Bass |
| Diego Rapacchietti |
Drums, Percussion |
| Gäste: |
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| Hens Grubenmann |
Acoustic Guitars |
| Gerhard Magin |
Keyboards (Stomping Grounds & Faith Healer) |
| ZouZouMamoux |
Organ Solo (Faith Healer) |
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Länge: 49 Min 14 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Medicine Man | 7. Easy Come, Easy Go |
| 2. The Secret | 8. Stomping Grounds |
| 3. End Of The Line | 9. I Don't Want Your Love |
| 4. Teardrops | 10. Faith Healer (Radio Edit) |
| 5. The Only One | 11. Faith Healer (Stone Cold Turkey Mix) |
| 6. Keeping It Real | |
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Mit der Rezension dieser CD tue ich mir so schwer, wie die Deutsche Nationalelf zumeist während der Fußball-Europameisterschaft 2008. Genauso ist dieses Werk: Das ist nicht gut genug, um den Pokal zu holen, aber auch nicht so schlecht, um in der Vorrunde schon abzudanken.
Paganini ist nicht der bekannte "Teufelsgeiger" aus dem 18. Jahrhundert und hat damit auch soviel zu tun wie unsere Nationalelf mit traumhaftem Fußball. Nein, es handelt sich hier um den Mann, der schon in den Achtziger Jahren Sänger bei der Hannoveraner Formation VIVA und bei den englischen Rockern von TYGERS OF PAN TANG war. Der Mann hat somit also einiges an Erfahrung auf dem Buckel, zumal in seiner Solokarriere auch schon einige Veröffentlichungen zu finden sind, so z. B. das wohl am bekannteste Machwerk "It's A Long Way To The Top".
Seit 2003 spaltet Paganini die Hörerschaft [mit neuen Soloalben; Red.], was am eindeutigsten an seinem sehr gewöhnungsbedürftigen Organ liegt. Vergleiche mit Tom Keifer von CINDERELLA drängen sich auf, können diesem aber nicht das Wasser reichen, da dieses Organ einfach nur einzigartig war und ist. Für mich macht die Stimme viel aus und hier bewegt sie meinen Finger zwanghaft dazu, die Skiptaste zu drücken.
Musikalisch will ich gar nicht so meckern, denn die Band zockt sich munter durch die fast 50 Minuten, kann allerdings nicht mit hohem Tempo aufwarten.
Der Reihe nach: Bereits der Opener Medicine Man schleppt sich zäh über die Runden, bevor er in der Belanglosigkeit verschwindet. Die Melodie bleibt zwar zunächst im Ohr hängen, ist aber mit dem zweiten Song The Secret schon wieder verschwunden. Der wiederum kann mit seinem an WHITECROSS erinnernden Riffing aus musikalischer Sicht punkten und rockt ganz gut nach vorne. Bei End Of The Line geht es mit einem tiefen Griff in die 80er Jahre Trickkiste weiter, bevor man mit Teardrops eine Ballade im Stile eines Dreamer von Ozzy auf den Hörer loslässt. Klebrig und ohne Überraschungen - videotechnisch würde ich da den Sänger ans Klavier setzen und das Ganze mit gaaaanz viel Weichzeichner aufnehmen.
The Only One stürmt wie die Nationalelf mal eben kurz nach vorne und man hofft, dass es so weitergeht. Allerdings geht mit der Halbballade Keeping It Real gleich wieder das Tempo runter und kickt sich im Mittelfeld fest. Easy Come Easy Go ist dann schon wie das berühmte Rückspiel auf den Torwart und kann mich gar nicht mehr überzeugen.
Bei einem Titel wie Stomping Grounds würde man jetzt einen Tanzflächenstampfer in bester Hardrockmanier erwarten. Stattdessen dürfen die Spieler nicht so richtig nach vorne stürmen und versuchen deshalb den Ball im Mittelfeld hin- und herzuspielen. Nicht ansehnlich, aber effektiv, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.
Bei I Don't Want Your Love versucht man dann des Gegners Abwehr noch mal zu überlisten, was auch zum Teil gelingt, aber eben nicht reicht, um das entscheidende Tor zu schießen. Über Faith Healer kann man dann wieder geteilter Meinung sein, aber das ist inzwischen schon so oft kopiert worden, dass es hier etwas mehr Ideen bedürft hätte, um eine nennenswerte Coverversion zu verewigen.
Alles in allem ein Spiel mit ein paar Höhen und Tiefen und einem großen unspannenden Gekicke im Mittelfeld.
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