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| The Hemulic Voluntary Band, Tempus Fugit/InsideOut Music/SPV, 2007 |
| Jon Gamble | Keyboards, Mundharmonika |
| Fredrik Lindqvist | Bass, Bouzouki, Mandoline, Tin Whistles, Gesang |
| Patrik Lundström | Gesang, Gitarren |
| Johan Nordgren | Schlagzeug, Percussions |
| Produziert von: Ritual & Hans Fredriksson |
Länge: 52 Min 56 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Hemulic Voluntary Band | 4. The groke |
| 2. In the wild | 5. Waiting by the bridge |
| 3. Late in November | 6. A dangerous journey |
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Um die schwedischen Proggies RITUAL wirklich schätzen zu können muss man schon das Faible der Band für die Anfänge
progressiver Rockmusik in den frühen Siebzigern teilen. Ohne eine gewisse Affinität zu Bands wie
GENESIS, GENTLE GIANT oder BEGGAR'S OPERA kann man
sich eigentlich die Mühe ersparen sich ein Album wie "The hemulic voluntary band" erschließen zu wollen.
Gerade in Skandinavien genießt Retro-Prog immer noch ein erstaunlich hohes Ansehen und nicht von ungefähr kommen abgesehen
von den Amerikanern SPOCK'S BEARD die derzeit
führenden Bands wie THE FLOWER KINGS,
KAIPA oder eben RITUAL aus dem Reich der Elche und
Trolle.
Wie schon in den Siebzigern greifen alle diese Bands zwar stilistisch auf die selben Wurzeln zu und klingen doch sehr
individuell, weil eben jeder seine ganz eigenen musikalische Visionen verfolgt. Im Falle von RITUAL ist es die Verschmelzung
progressiver Rockmusik mit skandinavischer Folklore und damit verbunden die Verwendung des entsprechenden
Instrumentariums.
Auf ihrem vierten Studioalbum "The hemulic voluntary band" reichen RITUAL dem Hörer die Hand und entführen ihn in die
phantastische Welt der Kinderbuchautorin Tove Jansson und der von ihr geschaffenen Wesen wie Mumins und Hemulins.
RITUAL erschaffen mit ihren Stücken in erster Linie Stimmungen, die den Charakteren oder gar kompletten Geschichten
Janssons entsprechen. Als Beleg dafür mögen die Swingelemente und polyrhyrthmischen Strukturen der Hemulic voluntary
band dienen, oder aber die getragene, düstere Atmosphäre in The groke, mit der die einsame Außenseiterin Marran
ihre akustische Charakterisierung erfährt.
In den Instrumentalpassagen sind RITUAL extrem verspielt, komplex und anspruchsvoll, ja gar etwas widerborstig, während
eingängige Gesangslinien dafür sorgen, dass der Hörer sich nicht vollkommen im Tal der Mumins verirrt.
Letztendlich stimmt einfach die Mischung: "The hemulic voluntary band" fordert seine Hörer ohne sie jedoch permanent zu
überfordern. Ach, würden sich nur in diesem Punkt das Gros der Retro-Progger an RITUAL ein Beispiel nehmen.
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