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| Call To Arms, UDR Records / Soulfood, 2011 |
| Biff Byford |
Vocals |
| Timothy Carter |
Bass |
| Nigel Glockler |
Drums |
| Paul Quinn |
Guitar |
| Doug Scarratt |
Guitar |
| Gast: |
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| Don Airey |
Keyboards |
| Produziert von: Biff Byford and Toby Jepson |
Länge: CD 1: 43 Min 35 Sek CD 2: 32 Min 14 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: |
| 1. Hammer Of The Gods | 7. Afterburner |
| 2. Back In 79 | 8. When Doomsday Comes (Hybrid Theory) |
| 3. Surviving Against The Odds | 9. No Rest For The Wicked |
| 4. Mists Of Avalon | 10. Ballad Of The Working Man |
| 5. Call To Arms | 11. Call To Arms (Orchestral Version) |
| 6. Chasing The Bullet |
| CD 2: |
| 1. Motorcycle Man | 5. Wheels Of Steel |
| 2. Still Fit To Boogie | 6. Bap Shu Ap |
| 3. Freeway Mad | 7. 747 (Stranger In The Night) |
| 4. Backs To The Wall |
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Wenn SAXON ein neues Album ankündigen, sind die Reaktionen dreigeteilt: die einen bekommen die Freudentränen gar nicht mehr aus den Augen, wieder andere werden gelangweilt stöhnen und denken: nicht schon wieder und wieder andere werden die Schultern zucken und fragen: Was ist SAXON?
Ganz einfach! SAXON ist das heimische Wohnzimmer für den gealterten Heavymetal-Hörer. Und der will von SAXON nichts anderes hören, als man von SAXON gewohnt ist. Nämlich: SAXON! Volle Breitseite, ohne Spielereien, geradeaus und wie immer. Seit nunmehr 35 Jahren reisen die Botschafter und Gründer der New Wave Of British Heavy Metal um den Globus und verkünden ihre Message mit den immer gleichen Trademarks. Was langweilig klingt, muss nicht langweilig sein, auch wenn es in der Band-Diskographie sicherlich den einen oder anderen Hänger gegeben hat. Das darf bei nun 19 Studioalben aber auch mal passieren.
"Call To Arms" heißt das neuste Baby der Metalikonen und ich bin gespannt, was mich erwartet. Zum einen wurde nach den letzten drei Alben Charlie Bauerfeind vom Produzentenstuhl gestoßen, zum anderen bin ich gespannt, ob die Briten es schaffen, den superben Vorgänger "Inner Sanctum" zu toppen. Hammer Of The Gods legt dann auch gleich los wie die Feuerwehr. Mit Back In 79 wird ein Rückblick auf den Start von SAXON geworfen. Schleppend und donnernd wird der Hörer aufgefordert "die Hände zum Himmel zu recken". Wer wissen möchte, wie sowas auf Metal- und nicht auf Schlagerart geht, sollte sich diese 3,5 Minuten zu Gemüte führen. Surviving Against The Odds nimmt dann wieder Fahrt auf. Mists Of Avalon klingt dann wieder ganz nach den Ursprüngen den britischen Helden, birgt aber doch ein kleines Geheimnis, denn zum ersten Mal in der Bandgeschichte kommt ein Moog-Synthisizer zum Einsatz. Gespielt von keinem Geringerem als Don Airey. Call To Arms bringt die Band wieder zurück auf das Wesentliche: furztrockener Sound, ein typischer SAXON-Song ohne großartige Schnörkel. Überhaupt furztrockener Sound! Jeder der mit "Inner Sanctum" seine Probleme gehabt haben sollte, weil die Scheibe vielleicht zu aufgeblasen klang, wird mit "Call To Arms" wieder versöhnt. Hier gibt's nur auf die 12 - ganz ohne Bombast, ganz ohne Höchstleistungen der technischen Helfer. Chasing The Bullet klingt wie von GOTTHARDs erster oder zweiter Scheibe. Wer jetzt wem hier seine Honorationen überbringt, schwer zu sagen …! Afterburner, wer dabei nicht an das Brennen am Endproduktausscheidungsorgan nach zu vielen Pepperroni denkt, dem kann auch nicht mehr geholfen werden. Und genauso wie das Brennen zwiebelt, zwiebelt dieser Song durch die Boxen. Schnell, hart, kompromisslos. When Doomsday Comes, No Rest For The Wicked und Ballad Of The Working Man beschließen das offizielle Album stilgerecht und dürften jeden Fan der ersten SAXON-Stunde zutiefst erfreuen. Der Bonustrack Call To Arms in der orchestralen Version ist ganz nett, aber nicht so nett wie die Bonus-CD. Die dokumentiert SAXON bei ihrem ersten Auftritt in Donington. Roh, ungeschliffen und derbe hämmern sich da die aufstrebenden Götter des Heavy-Metals durch ihren Set. Interessant, was die Jungspunde da schon an Klassikern im Programm hatten mit Motorcycle Man, Wheels Of Steel und 747 (Stranger In The Night).
Insgesamt eine überragende neue Scheibe der Angelsachsen, die sowohl zu Hause unterm Kopfhörer als auch live in der Halle funktioniert. Zugreifen ist hier angesagt.
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