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Serenity

Fallen Sanctuary

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Fallen Sanctuary
Fallen Sanctuary, Napalm Records, 2008
Georg Neuhauser Vocals
Thomas Buchberger Guitars
Simon Holzknecht Bass
Mario Hirzinger Keyboards, Backing Vocals
Andreas Schipflinger Drums, Backing Vocals
Gast:
Sandra Schlerent Vocals
Länge: 50 Min 00 Sek Medium: CD
1. All Lights Reversed6. The Heartblood Symphony
2. Rust Of Coming Ages7. Velatum
3. Coldness Kills8. Derelict
4. To Stone She Turned9. Sheltered (By The Obscure)
5. Fairytales10. Oceans Of Ruby

Wenn im Oktober und November 2009 die "Essence Of Progression"-Tour durch Europa reist, werden neben den Hauptakteuren von THRESHOLD auch noch SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE aus Frankreich und SERENITY aus Österreich dem Publikum einheizen. Letztgenannte dürften einem Gros der THRESHOLD-Fans ein Begriff sein, waren diese doch schon mit den Briten auf Tour. Uns im Home of Rock waren sie bisher unbekannt, da wir aber bei der genannten Tour vor Ort sein werden, wollen und müssen wir uns natürlich auch mit den Einheizern beschäftigen. Leider hat uns das Label der Franzosen kein Unterrichtsmaterial zukommen lassen, was für die Damen und Herren von Napalm Records aber kein Thema war.
Auch wenn "Fallen Sanctuary" schon im letzten Jahr das Licht des Laserabtasters erblicken durfte, es ist an uns komplett vorbeigerauscht, was eigentlich schade ist. Die Österreicher liefern mit ihrer vierten CD besten Power Metal meets Symphonic Metal ab, der sich keinesfalls hinter ihren Landsleuten von EDENBRIDGE oder den Szenengrößen KAMELOT (als Beispiel) zu verstecken braucht. Treibende Riffs, eine hohe Melodiedichte, mehrstimmiger Gesang und Drums die nach vorne wollen - "Fallen Sanctuary" begeistert von der ersten Note an. Selbst wenn das Orchester aus den Keyboards einsetzt, wird es nicht kitschig, sondern einfach nur bombastisch - ganz nach dem Geschmack aller EDENBRIDGE Fans. Wobei der Vergleich etwas hinkt, denn im Gegensatz zu EDENBRIDGE setzt das Quintett auf einen Sänger. Und der klingt wie eine Mischung aus Tony Hadley (SPANDAU BALLETT) und Bernhard Weiss (AXXIS) in den mittleren Tonlagen.

Sicherlich liegt ein Grund dieser gelungenen Produktion bei denen, die im Hintergrund dem ganzen Werk den richtigen Schliff verpasst haben. Zum einen wäre da Oliver Philipps - normalerweise bei EVERON als Denker und Mikrofonbefeuchter bekannt - zu nennen, der die sehr schönen Orchesterparts arrangiert hat. Und mit Lanvall konnte man sogar den Gitarristen von EDENBRIDGE für die Harmonisierung der Chöre beauftragen. Das zeugt von Qualität und die zieht sich von vorne bis hinten durch die ganzen 50 Minuten. Ich würde sagen: nur Knaller, keine (Hin-)Faller!
Besonders hervorzuheben ist Fairytales. Ein wunderschönes Duett zwischen Sandra Schlerent von ELIS und Georg Neuhauser. Wer mit bombastischen Arrangements nichts anfangen kann, mag geneigt sein zu sagen, dass gerade das Stück vor Pathos trieft - sei's drum, mir gefällt's. Was mich allerdings etwas nervt, ist die Tatsache, dass ab dem vierten Stück eine gelangweilte Stimme dem Hörer meint mitteilen zu müssen, dass man gerade dem neuen SERENITY-Album lauscht. Ich bin nicht senil und das bekomme ich so gerade eben noch selber hin. Vielleicht handelt es sich dabei aber auch um diese so genannten "VoiceOver" - die machen uns Redakteuren das Leben echt schwer. Wie soll man bitteschön ein Album rezensieren, wenn alle paar Minuten irgendwer dazwischen quatscht. So was gehört verboten und schnellstens wieder abgeschafft!
[Das ist nicht vielleicht, das ist ganz sicher, und dient dazu, die grundsätzlich kriminellen Musikrezensenten von einer illegalen Verbreitung abzuhalten. Prima Idee & vielen Dank dafür. Red.]

Bleibt festzuhalten, dass SERENITY mit "Fallen Sanctuary" ein durchaus gewachsenes und in sich geschlossenes Album gelungen ist, das sich hoffentlich auch live gut umsetzen lässt. Wer die Band nicht kennt, sollte sie schnellstens antesten und dann Tickets für die Tour besorgen. Wir werden berichten.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 21.10.2009

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