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| Slash, Roadrunner Records, 2010 |
| Chris Chaney |
Bass |
| Josh Frees |
Drums |
| Slash |
Guitars | |
| Gäste: |
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| Ian Astbury, Chris Cornell, Lemmy Kilminster, Adam Levine, Rocco DeLuca, Fergie, Dave Grohl, Ozzy Osbourne, Iggy Pop, Kid Rock, Andrew Stockdale, M. Shadows |
Vocals |
| Duff McKagan, Lemmy Klimister |
Bass |
| Dave Grohl |
Drums |
| Izzy Stradlin |
Guitar |
| Produziert von: Eric Valentine |
Länge: 60 Min 60 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Ghost | 8. Doctor Alibi |
| 2. Crucify The Dead | 9. Watch This |
| 3. Beautiful Dangerous | 10.I Hold On |
| 4. Back From Cali | 11. Nothing To Say |
| 5. Promise | 12. Starlight |
| 6. By The Sword | 13. Saint Is A Sinner Too |
| 7. Gotten | 14. We're All Gonna Die |
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Was macht ein Gitarrist, der nicht singen kann? Instrumentalmusik! Das wäre die logische Konsequenz. Was aber, wenn man darauf keine Lust hat, weil man es als Gitarrist mit Sängern krachen lassen möchte. Man gründet eine Band. Was aber, wenn man bereits eine Band am Start hat, aber trotzdem vor Kreativität überläuft? Nun man schreibt Songs und … schickt sie z. B. an alle Musikerfreunde, die man so hat, in der Hoffnung, dass sie alle mitmachen.
So hat es Soul Hudson gemacht und herausgekommen ist sein neues Album Slash. Bekannter ist er der Welt als SLASH und als Gitarrist von GUNS'N'ROSES. Mit der Band hat er sich durch diverse Songs, Riffs und Soli unsterblich gemacht und sich einen Platz im Gitarrenhimmel geschaffen. Wer an SLASH denkt, sieht vor dem inneren Auge wahrscheinlich die Kippe, die lässig irgendwo zwischen Lockenhaaren unter einem Zylinder hervorlugt. Und nur die Kippe macht klar, wo bei dem Kerl gerade vorne ist. Okay. Nach dem die GUNNERS Geschichte waren, hatte er bereits ein erstes, leider völlig unbeachtetes, Projekt am Start: SLASH'S SNAKEPIT. Wesentlich erfolgreicher war danach VELVET REVOLVER, die Band, mit der er wieder groß rund um den Globus unterwegs war. Wenn da nicht der Sänger gewesen wäre, der immer wieder und verstärkt Probleme machte. Tja, mag man meinen, Slash und die Sänger … - das gab bei den GUNNERS schon nix und bei VELVET REVOLVER genauso wenig. Vielleicht ist das der Grund für den neusten Dreher von Mr. Hudson. Ein Sänger war ihm nicht genug. Bei dem, was er an Songs geschrieben hatte, mussten es schon mehrere und dann auch noch die Creme-de-la-Creme, das Who-Is-Who der Sängergarde sein. Wenn man nicht gerade TOBIAS SAMMET heißt und ein Projekt namens AVANTASIA laufen hat oder zufällig ARJEN ANTHONY LUCASSEN heißt, scheint das nicht so vielen Musikern zu gelingen. SLASH ist es gelungen und so ist sein neuster Dreher eine sehr abwechslungsreiche Geschichte geworden.
Zum Einstieg gibt THE CULT-Sänger Ian Astbury seine Visitenkarte in Ghost ab. Und das klingt verflixt nach den Gunners mit einem anderen Sänger. Der Einstieg ist schon mal sehr gut gelungen. Das folgende Crucify The Dead wird vom Prince Of Darkness eingesungen und könnte auch auf einer seiner letzten Scheibe gestanden haben. Cooler Groove, cooler Rock. Was jetzt folgt, ist für mich die Überraschung der ganzen Scheibe: Fergie von den BLACK EYED PEAS. Was die auf einer Rockscheibe treibt, ist doch erstaunlich, allerdings für mich nicht zu hören, denn der Promo-Download hat sich überlegt uns lieber Myles Kennedy von ALTER BRIDGE zweimal mit dem gleichen Titel zur Verfügung zu stellen. Allerdings mit unterschiedlichen Titelangaben. Schade, denn Fergie hätte ich gerne mal rocken gehört. Mr. Kennedy taucht zum Ende der Scheibe noch ein zweites Mal auf. Mit dem wunderschönen Starlight, was für mich große Parallelen zu der leider schon eingestampften Hardrock-Combo SKIN (nein, nicht die mit der ohnehaarigen Sängerin!) aufweist. Ganz großer Song. Nach Myles Kennedy, der seine Sache sehr ordentlich macht, geht es mit Chris Cornell von AUDIOSLAVE/ SOUNDGARDEN weiter. Etwas poppiger als der Rest, aber mit immer noch ausreichend Feuer auf den Saiten. Und SLASH streut wieder ein typisches Soli in das Musikuniversum. By The Sword klingt vom Titel her nach MANOWAR, ist aber ein bluesiger Hardrocker, nach dem sich so mancher AEROSMITH-Fan die Finger lecken würde. Geiles Teil und mit Andrew Stockdale von WOLFMOTHER bestens in Szene gesetzt.
Und so geht es munter weiter. LEMMY von MOTÖRHEAD schaut noch kurz vorbei, Dave Grohl und Duff McKagan lassen es mit Slash im einzigen Instrumentalsong der Scheibe so richtig abgehen. Das ist ganz breitbeiniges Riffing. KID ROCK und Iggy Pop nehmen auch noch jeder für einen Song das Mikro in die Hand, M. Shadows von AVENGED SEVENFOLD lässt mit Slash das Heavy Universum erzittern und so hat man eher den Eindruck einen Soundtrack in den Händen zu halten, aber es ist "nur" die neue Scheibe von SLASH.
Ich bin schon überrascht, hatte mit so einer geilen Rockscheibe nicht wirklich gerechnet. Und das SLASH so eine hohe Anerkennung in Musikerkreisen genießt hatte ich so auch nicht wirklich auf dem Schirm. Gut er kann Gitarre spielen und wird nicht ohne Grund in der Top 3 der besten Gitarristen weltweit geführt, ist nicht ganz so gefragt wie Steve Lukather von TOTO, aber immerhin gehörte auch er mit zu denen, die bei MICHAEL JACKSON den ein und anderen Song (genauer gesagt Black Or White und Give Into Me) musikalisch gestalten durften. Somit ist er weit mehr als "nur" der coole Gitarrist von GUNS'N'ROSES und das stellt er mit "Slash" erneut unter Beweis. Hut ab - aber nicht Slash!
Übrigens gibt es noch einen Song mit dem Titel Saint Is A Sinner Too - wollen wir mal hoffen, dass Slash den vor den Skandalen der katholischen Kirche geschrieben hat…
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