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Interregnum
Interregnum, Stairway Music, 2010
Andy Edwards Drums
Graeme Leslie Lead Vocals, Bass, Guitar
Pete Jennens Lead Guitar, Vocals
Länge: 47 Min 55 Sek Medium: CD
1. The Suffering Servant7. Enter the Light
2. In the Shadow of the Cross 8. Fear & Lies
3. I'm Calling9. What Lies Within
4. Born To Die 10. The Battle's Over
5. Ride the Wind11. Born To Die - Epilogue
6. New Life

Sage und schreibe fünfte CD dieser Band, die die Fahnen des New Wave Of Old School Of Something Called Blues-Based British Heavy Metal oder so hoch halt, wozu immer man Fahnen hoch halt.. Man möge mir die Unsicherheit ob der Zuordnung zu einer Kategorie verzeihen. Aber ich kämpfe noch damit, den Przlwt-Qäukie-Plöck-Plöck Sound zu verdauen; soll heißen, die Gitarren klingen wie durch einen schwammigen Filter, der Sänger - naja, siehe oben, obwohl er sich mit seinem Tremolo Mühe gibt - und das Schlagzeug klingt wie Holz auf Holz.

Da das aber nun die fünfte CD ist, muss es ja Liebhaber gegeben haben, die sich die anderen vier gekauft haben, denn von mitleidigen Seelen bei einem Label habe ich …. ach so, halt, Kommando zurück, das ist ja im Eigenvertrieb erschienen. Wie auch immer, auch im Eigenvertrieb will man Geld verdienen, und von Ausdauer zeugen fünf CDs allemal.

Geboten wird eben Heavy Metal der eher nicht innovativen Schule, obwohl die Herrschaften natürlich genau wissen, wie sie ihre Instrumente zu bedienen haben, kein Zweifel. Herausstechen tut kein Track, alles ist von gleicher Qualität. Heavy Riffs der Sorte 'schon-mal-gehört-wo-war-das-bloß-na-auch-nicht-so-wichtig', Vokalharmonien, die stadiontauglich sind, ein Zeh in den 80ern, den Rest des Fußes und den anderen im klassischen Heavy Rock, pumpt man sich durch 11 Tracks.

Ich bin ja nun wirklich kein Scorpions Fan, aber ebensolche sollten sich das hier mal anhören - das könnte gefallen, zumal Pete an der singenden, Glissandi ins Volk streuenden Highspeed Gitarre kein schlechter Spieler ist; und dann spielen Titel wie Shadow Of The Cross oder Born To Die auch keine Rolle mehr (nicht wegen der Musik, sonder wegen der Kreativität der Wortfindung).

Ich fang mich jetzt in meinen eigene Beurteilung, denn wenn ich den Mangel an Innovation bei anderen Reviews ganz amüsant fand, kann ich das hier nicht plötzlich verurteilen; wobei das Umfeld, in dem man nicht innovativ ist, schon eine Rolle spielt - etwa auf dem Friedhof - aber sei's drum. Also - wer klassischen, eigentlich nicht schlecht gespielten Heavy Rock mag; eine schnelle, sich in den Solos um sich selbst drehende Nudel-Leadguitar und manchmal etwas danaben liegende (aber das klingt witzig) wagnerische Wokals … Vocals, der höre sich das mal an. Die Produktion nervt und die Musik, die annehmbar bis gut ist, hat eigentlich besseres verdient.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 22.04.2010

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